in Dunedin

nicht, dass ich den Pausentag gebraucht hätte, aber ich habe ja Zeit. Also bleibe ich noch einen Tag in Dunedin und schaue mich ein bisschen um. Eine Sache, die ich mal vor langer Zeit gelernt habe: hier gibt es die steilste Straße innerhalb eines Wohngebietes, die Baldwin Street. Den Namen wusste ich natürlich nicht mehr, aber den konnte ich ja einfach erfragen.
Das schaue ich mir doch mal an!
Natürlich ohne Gepäck fahre ich die paar Kilometer zur Baldwin Street. Da im Hintergrund kann man die Wand von Straße schon erkennen. Mir wäre das als Anwohner ja zu blöd, dass da ständig die Touristen hochkeuchen oder ihre Mistkarren gerade noch so hochgefahren kriegen. Aber gut, ich stehe ja heute auf der anderen Seite und probiere auch mein Glück.
Es geht aber nicht, zumindest fehlt mir der letzte Funken Motivation um diese 67m Anstieg auf 350m Strecke zu bewältigen. Nach einigen Metern mit etwa 30% Steigung geht mir die Puste aus (Pausentag, ey!), als es wieder zu „gemütlichen“ 18% wird, steige ich wieder auf und fahre den Rest hoch (Strava-Daten).

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Milton – Dunedin

gestern Abend ist der Tony ja schon ständig seltsam um uns drei Gäste herumgeschlichen, heute früh wurde es nicht besser, vielleicht war es das Problem, dass die anderen beiden schon abgefahren sind, als ich noch geschlafen habe und ich jetzt alleine bin. Er hat mir auch ständig irgendwelche „Tipps“ geben wollen, wobei ich nicht wusste, ob er einfach wirres Zeug redet, oder ich einfach mal wieder keine Ahnung von meiner weiteren Route habe. (Im Nachhinein hat sich ersteres herausgestellt.)
Dann hatte ich auch wenig Interesse, hier noch länger zu bleiben, und z.B. mal dieses Rad mit verkehrter Lenkung zu probieren. Was solls – dann baue ich mir halt mal selber eins!

Und auch diese Sozialkritik prallt an mir ab, die Zeit des TV ist bei mir sowieso schon längst vorbei („der ist auch eingesteckt, hihi!“).

Auf der Suche nach etwas zum Essen in diesem Dort finde ich noch dieses Rad, allerdings kann ich den/die FahrerIn dazu nicht finden.

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Owaka – Milton

nach dem Regen ist inzwischen alles wieder getrocknet.

Allerdings habe ich, als ich meine Unordnung gesehen habe, spontan keine Lust gehabt, das alles sofort aufzuräumen und einzupacken. Daher entschied ich mich dafür, spontan einen Ruhetag einzulegen. Das Hostel ist ein ehemaliges Krankenhaus und hat scheinbar die original-Betten übernommen. Es ist schon eine Weile her, dass ich in so einem Bett gelegen bin und diesmal bin ich sogar freiwillig hier.

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Curio Bay – Owaka

nach den Pinguinen gestern – genau genommen, dem einen – schaue ich heute Vormittag mal über diese Bucht. Hier sollen diese Hektor’s Delfine zu sehen sein, ich habe aber keinen gesehen. Vielleicht hätte ich ins Wasser gehen müssen, die neugierigen Tiere kommen wohl gerne zu den Schwimmern – dafür war es mir aber zu kalt; sowohl im Wasser, als auch draußen.

Laut Wettervorhersage soll es heute Mittag mal ein bisschen regnen, also eigentlich kein Grund, nicht zu radeln. Vor allem nicht, wenn man als Alternative sowieso nur einen Zeltplatz hat.
Ich packe wieder alles ein und verabschiede mich von Klaus, der in die andere Richtung fährt.

Dafür treffe ich Collin wieder, den ich bereits schon kurz am Wegweiser in Bluff getroffen habe. Wir fahren heute mal gemeinsam los und schauen, wohin wir kommen. Er will nach Owaka, was allerdings nur ca. 70km von hier ist (dafür mit ein paar Hügeln dazwischen). Mal sehen, vielleicht fahre ich danach noch weiter. Allerdings habe ich ja wahrlich keine Eile.

Kurz nach dem Losfahren kommen wir schon an der ersten Sehenswürdigkeit vorbei: den neuseeländischen Niagara Fällen. Beworben wird es mit einem Bild der Fälle an der US/Kanada-Grenze, hier kann man aber kaum etwas davon erkennen. Manche spotten, dass es die kleinsten Wasserfälle der Welt sind – wobei ich mich dann frage: ab wann zählt es überhaupt zu einem Wasserfall? Ich kann mich an Sandel-Spiele in meiner Kindheit erinnern, als ich größere Dämme in Flüssen gebaut habe….

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Invercargill – Curio Bay

etwas motivationslos fahre ich heute mal los. Viel überlegen muss ich nicht, denn es gibt eigentlich nur eine Straße. Es ist immer noch ein Teil der „Southern Scenic Route“, aber wie bereits bei anderen dieser „Scenic Routes“ frage ich mich des öfteren, was hier wohl so besonders „scenic“ sein soll.
Aber ich muss sagen, dass ich einige Kilometer auch keine Augen für die Landschaft hatte. Als mich dieser Traktor überholte, gab es nur eins: Sofort Vollgas geben und in den WIndschatten kommen! Es hat funktioniert und der junge Traktor-Fahrer hatte fast mehr Spaß mit mir als ich im Windschatten. Ich fuhr an die vierzig, mit nur wenigen Zentimetern Abstand (da macht sich das Gruppenfahren im Rennrad-Training doch bezahlt). Etwas nervös machte mich, dass er die ganze Zeit an seinem Smartphone rumspielte, z.B. Bilder von mir machte – ich versuchte wenigstens immer einen „Daumen hoch“ zu zeigen. Und diese Ösen, die einen fiesen Sturz im Falle einer abrupten Bremsung bedeutet hätten. Ist aber natürlich nix passiert und am nächsten Hügel musste ich ihn dann leider auch wieder ziehen lassen. Er hat zwar noch kurz angehalten und etwas Smalltalk gemacht. Ich habe mich mit einem fetten Grinsen im Gesicht ordentlich bedankt. Das war dann auch schon das Highlight dieses Tages.
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Kurzausflug nach Bluff

diese Motorrad-Veranstaltung hier hat so einige Nachteile. Neben den ganzen Motorradfahrern, von denen sich einige wie Neandertaler auf ihren Maschinen aufführen, ist mein Fahrrad heute früh auch komplett eingeparkt. Heute will ich aber nur eine kurze Tour fahren – und das sogar noch komplett ohne Gepäck (das bleibt heute mal im Hostel)! Also muss ich wohl oder übel mein Rad über all diese ganzen Schwachsinns-Maschinen tragen.

Und dann geht es los, laut Wetterbericht sollen es noch zwei Stunden Rückenwind sein, bis der Wind sich dann um 180° dreht – was für meine Rückfahrt ja perfekt wäre. Ich muss wohl nicht erwähnen, dass diese allzu perfekte Wettervorhersage nicht unbedingt so eingetreten ist. Trotzdem war ich eine gute Stunde später dann 30km weiter südlich an diesem Wegweiser. Es ist genau so ein Ding, wie ich es am nördlichsten Zipfel Neuseelands schon gesehen habe.
Wie gut sich das anfühlt, mal wieder mit einem normalen Rad zu fahren!

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Tuatapere – Invercargill

endlich mal wieder am Wasser! Wie lange habe ich schon keinen Ozean mehr gesehen.

Zu Monkey Island bin ich nicht gefahren, da es mit Affen nix zu tun hat. Der Name soll wohl, nach den Geschichten, eher von einer Monkey wrench kommen, die dort im Einsatz war. Eine Monkey wrench ist ein „Engländer“/Universalschlüssel – keine Ahnung, was das eine mit dem anderen zu tun hat. Vielleicht hätte ich es herausgefunden, wenn ich dort hin gefahren wäre.

Dann noch McCrackens Rest. Nach Monkey Island nun auch noch eine Referenz an Zak McKraken? Ich fühle mich ein bisschen an die Computerspiele der 90er Jahre zurückversetzt.

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