Moncton – Summerside

im Hostel gibt es noch Frühstück, allerdings kann ich den französischen Gesprächen am Tisch nicht folgen. Ich esse halt einfach und kümmere mich danach noch ein bisschen ums Internet, bis ich viertel vor elf daran erinnert werde, dass um elf Uhr Check-Out ist. Das war mich schon klar und ich war sowieso gerade schon dabei, zusammenzupacken. Dann will mir der Hostel-Mitarbeiter noch Reisetipps geben, allerdings in dem Stil „mit dem Auto ist es eine Stunde, das sollte mit dem Rad in zwei Stunden zu machen sein“. Ich probiere halbwegs höflich aus dem Gespräch raus zu kommen und dann mal langsam aufzubrechen. Ich bin noch nicht ganz aus der Stadt raus, da läuft ein recht großes Tier über die Straße, entweder ist es ein riesen-Fuchs oder ein Koyote oder ein Wolf? Keine Ahnung, mit diesen Tieren kenne ich mich nicht so recht aus, bin aber froh, dass er/sie/es von mir nichts wissen will und auf der anderen Straßenseite genauso schnell wieder im Gebüsch verschwindet.
An der Touristen-Information in der nächsen Stadt, Shediac, sehe ich wieder das Rad, dem ich bereits gestern zweimal begegnet bin. In Anbetracht meines Umweges über Moncton und des recht späten Starts verwundert mich das nicht besonders. Dayle will heute aber wieder nur „wenige“ Kilometer machen, daher fahre ich kurz drauf schon wieder alleine weiter.


Es geht heute an der Küste entlang, es ist zwar wieder Gegenwind, aber großteils nur ein laues Lüftchen. Dazu kommt, dass ich heute nur gute 100km bis zur Brück auf die Prince Edward Insel (oder P.E.I. wie es hier genannt wird) sind. Danach werde ich wohl mal nach einem Zeltplatz Ausschau halten.

Weiterlesen

Marimichi – Moncton

als ich gehe, bedanke ich mich noch bei Brian, dass er mir noch das Zimmer organisiert hat und fahre los. Die Regenjacke habe ich an, zum einen, weil ich vom Regen nicht überrascht wäre, zum anderen um etwas wärmer zu sein. Nach einer Stunde sind die Regenwolken jedoch weg und ich kann sie ausziehen.
Heute ist wieder direkter Gegenwind und ich kämpfe mir einen ab. Nach der Erfahrung gestern habe ich nach Hostels in der Nähe gesucht und in Moncton gibt es wieder eins; das sind halt 150km.

Auf dem Weg dorthin sehe ich diesen Schnitzel-Wagen mit – natürlich – deuschen Fahnen. Der Besitzer ist Deutscher, der seine Firma verkauft hat und jetzt nach Kanada ausgestiegen ist. Er meint, dass er das eher als Hobby macht, weil man sonst als „alter Mensch“, der eher alleine lebt, dazu tendiert, „komisch“ zu werden. Gegessen habe ich dort dann lieber nichts, sondern den Unfall angeschaut, der an der Kreuzung im Hintergrund passierte. Es ist wohl jemand vor einer Polizei-Kontrolle abgehauen und hat dann noch ein Polizei-Auto gerammt. Das ist übrigens einer der ersten Unfälle (insgesamt waren es bisher nur drei?), die ich hier sehe.

Weiterlesen

Bathurst – Marimichi

auch auf diesem Zeltplatz herrscht ziemliche Leere, die Wohnmobile stehen zwar noch hier, aber es sieht nicht so aus, als ob sie noch bewohnt sind. Und vom „Wildlife“ habe ich hier auch nichts gesehen.

Dafür dieses Gefährt, das scheinbar für jedes Gelände gemacht ist. Einen zwingenden Einsatzzweck kann ich dafür aber nicht erkennen, erst recht nicht in dieser Stadt-nahen Umgebung hier.

Weiterlesen

Black Point – Bathurst

das Zelten hier ist ja ganz angenehm, man kann sein Zelt fast direkt am Wasser aufbauen. Allerdings ist das Wetter heute miserabel, laut Wettervorhersage soll das sogar ganze zwei Tage so bleiben. Auf meiner ganzen Tour war es noch nie so lange schlecht. Ich packe alle meine Sachen mal zusammen und stelle das Zelt in den leeren Unterstand, in der Hoffnung, dass es noch trocknet.

Als ich das mache, ruft mir Denise aus ihrem Wohnmobil zu, ob ich schon gefrühstückt hätte. Meine „Notfall-Banane“ habe ich schon gegessen, mehr habe ich für heute nicht. Sie macht gerade Frühstück und ich könne gerne mitmachen.

Weiterlesen

Sainte-Florence – Black Point

am nächsten Morgen ist am Zeltplatz immer noch nichts los. Der Alte ist schon dabei, seine Sachen zusammenzupacken und brabbelt irgendwas dabei. Ich lasse es gemütlicher angehen und rasiere mich erstmal. Genau dann will er auch ins Badezimmer und da ich nicht abgeschlossen habe, sehe ich ihn sogar lachen.
Als ich fertig mit abbauen bin, ist immer noch niemand am Zeltplatz, also fahre ich halt einfach so, ohne zu bezahlen – wie denn auch?
Im Ort dann noch so eine „Willkommen-Statue“, sehr einladend mit einem Elch-Schädel und einem Typen mit Gewehr.

Ich fahre heute am Metapedia Fluss entlang. Es sieht mehr oder weniger so aus, da im Wasser steht alle paar Meter jemand und angelt. Und das am Samstag vormittag, zu einstelligen Uhrzeiten. Das muss Passion sein!

Weiterlesen

Sainte-Luce – Sainte-Florence

Sam meinte letzte Nacht noch, dass er recht früh zur Arbeit gehe, schon vor acht Uhr. Ich stelle mir zwar den Wecker auf sieben Uhr, schaffe es dann aber doch nicht mehr, ihn zu treffen. Als ich kurz nach acht langsam abbaue, verlässt Claudine das Haus, fragt mich, ob ich noch etwas brauche (mir fällt aber nichts ein) und geht auch zur Arbeit. Mein Job ist für heute: Zelt abbauen und bei der nächsten Touristen-Information mal rausfinden, wo ich heute hinfahren kann.

Diese Gestalten haben übrigens letzte Nacht über meinen Schlaf gewacht.

Weiterlesen

Riviere du Loup – Sainte-Luce

im Hostel ist das Frühstück dabei. Allerdings hat vermutlich die Gruppe, die sich letzten Abend schon daneben aufgeführt hat, das komplette Brot mitgehen lassen, bis ich zum Frühstück komme. Alles andere scheint nicht angetastet, die Gläser mit selbstgemachter Marmelade stehen noch randvoll auf den Tischen, die Butter ist nicht angerührt und alles andere sieht noch frisch aus, nur eben kein Brot/Toast mehr da. Solche „kleineren“ Hostels finde ich ja echt gut. Es sind üblicherweise sehr engagierte Personen, die so etwas aufziehen und das bei meist günstigen Preisen. Hier waren es $25, da habe ich für einfache Zeltplätze schon mehr zahlen müssen. Dazu kommt, dass die Zimmer nichtmal sehr überbelegt sind,  ich hatte nicht mal ein Stockbett. In großen Städten hätte man hier statt fünf Personen sicherlich die doppelte Anzahl untergebracht.
Also mache ich kein großes Theater und gehe schnell zum kleinen Supermarkt gegenüber und hole halt eine neue Packung Toast.

Weiterlesen