Archiv für den Monat: August 2010

Namensänderung

ich habe mir das Flaschenetikett ziemlich lange anschauen müssen, um die Änderung zu bemerken. „Alasia Perle“ – irgend etwas war daran falsch. Hieß das Wasser nicht mal anders? Ich konnte es nicht herausfinden – vor allem, weil sich das ganze Etikett vom Layout sicherlich nicht geändert hat. Zum Glück stand hier noch ein älterer, leerer Kasten mit diesem Wasser rum, so dass ich die Flaschen vergleichen konnte. Und tatsächlich: Es hieß früher offensichtlich mal „Alaska Perle“.

Die Fragen nach dem „Warum überhaupt?“ und „Wieso dann dieser neue Name?“ stelle ich mir jetzt aber nicht.
Update: Danke für all die Kommentare. Hier gibt es noch ein paar weitere Hintergründe zu diesem Thema.

durchgemacht

es war „Tag X“. Der sog. Rückbau – sprich Abriss – des Stuttgarter Hauptbahnhofes hat an der Außenfassade begonnen. Spontan haben sich tausende Demonstranten zusammengefunden um dagegen zu protestieren. Friedlich. Dass bei einem Teil dieser Proteste, nämlich durch Sitzblockaden auf einigen zentralen Kreuzungen in der Stuttgarter Innenstadt, auch Unbeteiligte betroffen werden ist leider nicht auszuschließen.
Am frühen Abend wurde dann noch das Dach des Bahnhofs besetzt. Ihre Forderung ist, dass der Bundesverkehrsminister das Projekt Stuttgart 21 stoppt. Erst dann ziehen sie sich zurück.
Die ganze Nacht über passierte nichts. Aber es blieb eine „Mahnwache“ von ca. 2oo Menschen (inkl. mir) am Bahnhof. Ich bin gespannt, wie das alles weiter geht. Die Situation wird von Tag zu Tag verfahrener. Am Freitag ist wieder eine große Demonstration angekündigt. Dabei wird mit bis zu 5o.ooo Leuten gerechnet!
Nach der am Bahnhof durchgemachten Nacht lege ich mich jetzt aber erst mal für ein oder zwei Stündchen ins Bett.
Unter www.bei-abriss-aufstand.de kann sich jede/r über den aktuellen Stand informieren.

Captcha

in den vergangenen Jahren habe ich mir einige Methoden ausgedacht, um offene Foren und Diskussionsplatformen im Internet anzubieten ohne dass diese sofort von Spam-Attacken flachgelegt werden. Was soll ich sagen – allzu lange war ich leider nie erfolgreich. Gegen eine ganze Armee von „Skript-Kids“, die mit allerlei Bot-Netzen ausgerüstet sind, bin ich alleine recht machtlos.
Gerade für meine Bilder-Seite wollte ich allen Besuchern aber dennoch die Gelegenheit bieten, ab und zu mal einen Kommentar zu hinterlassen. Ohne sich registrieren oder anmelden zu müssen. Also greife ich doch mal wieder auf eine fertige – aber trotzdem kostenlose – Lösung zurück: ReCAPTCHA von Google. Damit ist mir geholfen, ihr könnt die Bilder kommentieren (völlig frei – ohne Zensur!) und ihr tut dabei noch etwas Sinnvolles: Die Bilder sind aus den GoogleBooks-Scannern, die von der automatischen Texterkennung nicht erkannt wurden. Hört sich doch super an, oder? Und einfach umzusetzen war es auch noch….

etwas anschließen

ist es das Vertrauen in das Gute im Menschen, wenn man sein mehrere Tausend Euro teures Elektro-Versuchsfahrrad mit einem Fahrradschloss sichert, welches doch sehr billig aussieht und sicherlich recht schnell zu knacken ist? Wenn man nicht mal ernsthaft versucht, dieses Rad irgendwo anzuketten?

Oder war hier jemand einfach überfordert?

Protest

es ist schon beeindruckend, wenn ca. 2o.ooo Menschen eine Schweigeminute halten und es dabei wirklich still ist.
Und noch beeindruckender ist es, wenn direkt nach dieser Schweigeminute ein sog. „Schwabenstreich“ folgt. Dieser Schwabenstreich wird zur Zeit täglich in Stuttgart und Umgebung abends um 19.oo durchgeführt. Das bedeutet, dass alle eine Minute lang soviel Krach wie möglich machen.
Es war die bisher größte Protestaktion gegen Stuttgart21. Eine Menschenkette um den alten Bahnhof und überall dort durch den Park, wo in Zukunft Bäume gefällt und die große Baugrube gegraben wird, in der der neue Bahnhof verschwinden soll.

Nachdem die Aktion „Menschenkette“ fertig war, haben einige Leute noch entschieden, jetzt durch die Stadt zum Rathaus zu ziehen. Dem Zug haben sich ca. 15.ooo Menschen, verschiedene Parolen (wie „Oben bleiben“) skandierend, angeschlossen. Die Polizei war gegen diese friedlich demonstrierende Menschenmasse machtlos und musste sie ziehen lassen.

Sternschnuppen

am Maximum des Perseiden-Meteoritensturms war leider bewölkter Himmel in Stuttgart. Eine Nacht später war der Himmel aber meist frei. Also habe ich die Kamera geschnappt und versucht, eine Sternschnuppe einzufangen.
Solche tollen Fotos wie man sonst mit Sternschnuppen sieht sind mir nicht gelungen. Ich habe in der Tat nur eine einzige Sternschuppe eingefangen. Und das Ergebnis sieht dann auch recht ernüchternd aus. Man muss schon ganz genau hinschauen, um ca. in der Bildmitte einen Strich von oben nach unten erkennen zu können:

Am meisten hat mich ja geärgert, dass ein paar Bilder vorher kurz nach dem Moment als sich der Verschluß wieder schloß, zwei Sternschnuppen fast zeitgleich zu sehen waren….

dreckige Schuhe

dieser Sommer hat uns noch nicht mit allzu viel Sonne verwöhnt. Es ist meist eher regnerisch. Wenn dann noch hunderte Menschen auf Festivals auf den durchnässten Wiesen rumlaufen, rumstehen oder tanzen, verändern sich diese Wiesen in schöne Matschseen. So auch zum Beispiel am Obstwiesenfestival in Dornstadt oder beim Umsonst und Draußen in Stuttgart-Vaihingen. Wer nicht höllisch aufpasst, sieht dann mindestens so aus:

Und dabei habe ich es wirklich versucht jede Matschpfützen zu vermeiden.

Man braucht aber nicht unbedingt viele Leute um eine schöne Matschwiese zu bekommen. Ein paar engagierte Ultimate-Spieler auf einer durchnässten Wiese reichen schon aus. Seit ein paar Wochen habe ich es erst einmal geschafft, beim Spielen nicht komplett nass zu werden. So sahen meine Schuhe aber noch nie aus. Man kann sich sicherlich gut vorstellen, wie der Rest von mir aussah.

Vier Seen Schwimmen

den Termin für das Sendener Vier Seen Schwimmen hatte ich mir schon länger im Kalender eingetragen, also musste ich auch mitmachen. Das war aber schon alles Positive. Seit Wochen bin ich nicht mehr geschwommen und das Wetter war miserabel. Der See war nur ca. 20°C warm (bzw. eben so kalt). Eine Motivation mich trotzdem durch die halbe Stunde durchzubeißen und alles zu geben konnte ich auch nicht auftreiben. So bin ich halt – mehr schlecht als recht – am Ende doch irgendwie ans Ziel gekommen. Wer will, kann die Strecke auch nachverfolgen. Die Stellen an denen komische Knicken in der Route sind, habe ich mich verschwommen und musste etwas korrigieren.