Archiv für den Tag: 18. Juli 2013

Impressionen

ich glaube, ich stehe gerade vor einer Sehenswürdigkeit.
eine Sehenswürdigkeit in Halifax?
Ich weiß allerdings nicht, worum es sich handelt. Nebenbei bin ich viel eher an dem „Strassen-Graffiti“ interessiert. Superman!
Superman!
Zurück im Hostel lese ich eine dieser kostenlosen  Wegwerf-Zeitungen. Überraschenderweise sehe ich, dass die Band Shred Kelly heute Abend spielen wird. Deren „Banjo Punk“ ist mir von Toronto noch im Ohr. Also muss ich dort wohl hin.
Und was ist denn das? Da liegt sogar eine Shred Kelly Sonnenbrille hier rum. Tatsächlich noch ein Fan, der eine ähnlich weite Anreise wie ich hatte (allerdings seinen Kontinent, ja sogar nicht mal sein Land verlassen hat).
Shred Kelly!
Die Band selbst hat sogar noch meinen (natürlich deutschen) Tweet gelesen, in dem ich meinen Konzertbesuch angekündigt habe und waren etwas verwirrt. Trotzdem konnte ich danach noch gut ein Bier mit ihnen trinken.

Planlos

ich habe immer noch keine richtige Idee, was ich hier in Halifax machen soll, also wandere ich halt mal durch die Stadt und sehe mir die Sehenswürdigkeiten an. Zumindest das, was ich als Sehenswürdigkeit definiere. Die ganzen alten Kirchen und Friedhöfe (hier liegen alle Titanic-Opfer) interessieren mich nicht. Aber dieses Kunstwerk der betrunkenen Straßenlaternen wird von mir besucht (wenn auch eher zufällig):
betrunkene Strassen-Laternen
Die scheinen auch recht neu zu sein. Sie sind weder auf den Bing-Maps noch auf den Here-Karten zu sehen.
Betteln geht hier scheinbar auch etwas anders. Die Frau mit ihrem Rollstuhl stellte einfach einen Ghetto-Blaster neben ihr Gefährt und hat dann nur noch ein bisschen Percussion zur laufenden Musik gemacht. Hat mich aber gar nicht überzeugt.
Betteln mit musikalischer Unterstützung

Ankunft

der Flieger hat mich tatsächlich heil nach Halifax gebracht. Und es gibt (zwar erst seit diesem Jahr) sogar eine Buslinie, die stündlich vom Flughafen in die Stadt fährt; für lediglich 3,25CAD.
Da ich gerade mal wieder eine Kreditkarten-Pause mache, konnte ich kein Bett im Voraus buchen. Aber das hat auch noch geklappt und sogar der erste Nachtspaziergang zum ersten „Stadt kennenlernen“ ist absolviert.
Und am nächsten Morgen steht dann dieses riesige Kreuzfahrtschiff am Pier. Es ist die Carnival Glory (was für ein seltsamer Name). Und nebendran schippert ein kleiner Touristen-Kahn. Welch ein Kontrast.
Carnival Glory in Halifax
Die müssen irgendwann spät nachts (oder auch ganz früh) angelegt und alle Passagiere mal eben durch die Stadt geschleust haben. Abends war das Schiff dann auch schon wieder weg. Ich dachte ja nicht, dass das alles so schnell geht. Ich bleibe noch ein paar Tage!

Hier am Pier stehe ich übrigens am „Performance Spot“ – merke aber nix davon….
Performance Spot!