Archiv für den Monat: April 2015

digitale Motivation

kurz vor dem Rennrad-Trainingslager habe ich mir noch ein Fahrrad-Navigations-Computer mit allem möglichen Schnickschnack gekauft, d.h. Puls-, Geschwindigkeits- und Trittfrequenz-Messung. Und dazu habe ich mir mal ein Strava-Konto angelegt, zumindest mal das kostenlose.
Dort lade ich jetzt alle Touren hoch mache auch bei allen möglichen „Wettbewerben“ dort mit, z.B. 9000 Höhenmeter in einem Monat zu erklimmen. Durch die indirekten Wettkämpfe mit Freunden und Bekannten ist das seltsamerweise sehr motivierend. So bin ich heute – trotz ziemlich schlechter körperlicher Verfassung – die schwäbische Hügeltour mitgefahren und hatte am Ende fast 160km abgefahren. Allerdings nur recht langsam, bis ich die letzten ca. 20km einem Team im Windschatten hinterher gefahren bin. Das ging dann zwar etwas schneller, war aber nicht anstrengender.

Bei Strava gibt es die Möglichkeit, bestimmte sog. „Segmente“ anzulegen. Wenn man diese abgefahren ist, wird die eigene Zeit mit der von allen anderen verglichen und – wenn man schnell genug war – ein digitaler Pokal verliehen. Entweder für die persönliche Rekordzeit (auch 2. und 3.) oder für die Plätze 1-10 für das aktuelle Jahr oder in der ewigen Bestenliste. Bei dieser Tour habe ich nur einen einzigen Pokal bekommen und das war bei der Windschatten-Fahrt.

Radio Programm

zufällig habe ich heute frei, was ganz gut zum gestrigen Tag des Bieres gepasst hat. Trotzdem bin ich schon um die Mittagszeit aufgewacht und habe noch ein bisschen Web-Radio gehört. Akutuell ist das noch  Flux.FM, zumindest solange es noch Sinn macht; sie werden ihr komplette Stuttgart-Programm zum Jahresende einstellen und spätestens dann werde ich mir einen neuen Sender suchen.
Auf jeden Fall haben die vormittags ihr „Stadt Land Flux“ Spiel, bei dem ein aktuelles Thema aufgegriffen wird, und dann Antworten mit einem bestimmten Buchstaben von den Hörern auf den SocialMedia Kanälen eingefordert werden. Alternativ gibt es auch manchmal ein Thema, zu dem Lieder gesucht werden. So auch heute – es ging um Lieder mit „Mädchen/Girl“ im Titel. Und da konnte ich natürlich etwas beitragen: Paper Girl von July Talk! Und obwohl mein Wunsch erst recht knapp vor dem Ende der Sendung war, wurde es noch gespielt – mit Ansage meines facebook-Namens. Das ist vermutlich dieser Ruhm, von dem immer alle reden.

 

Anne Clark

und weiter geht’s mit den Konzerten, heute Anne Clark in der Liederhalle. Meine Planung hat nicht so ganz funktioniert, ich komme lediglich drei Minuten vor dem Konzertbeginn dort an. Da es eben die Liederhalle und kein Jugendhauskeller ist, wird das Konzert hier 1. pünktlich anfangen und 2. ich vermutlich nur kurz am Anfang fotografieren dürfen.
Tatsächlich ist es so – aber vorher wird mir erst noch ein Foto-Vertrag unter die Nase gehalten, den ich unterschreiben muss. Ein kurzes Überfliegen der einen Seite (puh) lässt mich nicht allzu kritisch werden, ich solle halt irgendwann mal Fotos abgeben, das würde die Künstlerin freuen. Allerdings kriege ich keinen Durchschlag davon, weil „man wird sich bei mir melden“. Aha, nagut – in Anbetracht der fortgeschrittenen Zeit diskutiere ich nicht lange, unterschreibe und fotografiere. Während des Konzerts denke ich mir nur: Wie gut, dass ich kein Autor bin – denn hier wüsste ich überhaupt nicht, was ich schreiben soll (der schrieb das). Ich hätte wohl irgendwas von langweilig und eintönig verwenden müssen – die vertonten englischen Gedichte habe ich leider auch nicht verstanden.
Im Hinterkopf schwirrte auch ständig noch dieser Foto-Vertrag rum und mein Zweifel, ob ich in der Situation alles richtig gemacht habe….
Anne Clark in der Stuttgarter Liederhalle

Rad-Klamotten

der Vorteil an Radfahrer-Oberbekleidung sind ja die Rückentaschen. Da kann man auf dem Heimweg auch noch einen Yufka drin verstauen und ihn dann gemütlich zuhause verspeisen. Nach 120km ohne Verpflegung (außer Wasser) war das auch mal dringend nötig. Frühstück hatte ich natürlich auch nicht, weil ich natürlich mal wieder nicht rechtzeitig beim Einkaufen war und außerdem ja mit vernünftiger Verpflegung auf der Strecke gerechnet hatte.
Yufka im Rad-Trikot

neue Elektrik

das mit dem Renovieren zieht sich irgendwie immer länger hin, was vielleicht auch daran liegt, dass ich nur ganz selten zuhause bin. Und wenn, dann ist Sonntag oder spät nachts – dann will ich auch den Bohrhammer nicht mehr auspacken.
Ein anderer Grund ist der, dass ich noch keinen so genauen Plan habe, wie ich die Elektronik hier neu machen sollte, aber ich habe das Gefühl, dass es nötig ist. Als ich z.B. mal ein Stück zwei-adriges, mit ziemlich verrottetem Gewebe isoliertes, Kabel aus der Wand gezogen habe, war ich ziemlich überrascht, dass beide dieser Drähte ein deutliches Stück komplett blank waren!
blanke Stromleitung /1
Dass sie mit einem ordinären „Hausfrauen-Knoten“ verbunden waren, hat mich dann gar nicht mehr so gewundert. Ich war auf jeden Fall recht froh, die Sicherung davor rausgemacht zu haben.blanke Stromleitung /2

Konzerte, Schlag auf Schlag

jetzt ging’s aber ab – fast so, als ob ich nach dem Rad-Urlaub etwas aufzuholen hätte.
Mittwoch: Abwärts (mit Rod) und Die Siffer im Schocken (Bericht vom gig-blog)
Abwärts im Stuttgarter Schocken

Donnerstag: TV Noir in der Liederhalle (Bilder auf facebook)
TVNoir #13 mit Maxim in der Stuttgarter Liederhalle

Freitag: Torben Denver Band in der Rakete (Bericht vom gig-blog)
Torben Denver Band in der Rakete

Samstag: Bernadette la Hengst im Merlin (Bericht vom gig-blog)Bernadette la Hengst im Stuttgarter Merlin

Jetzt mache ich aber mal wieder etwas ruhiger….

kessel.tv Radioshow

kessel.tv ist ein Stuttgarter Blog, das man als interessierter Stuttgarter schon regelmäßig lesen sollte. Und die Jungs haben letztens angefangen, Radioshows zu machen. Bei Thorsten im Wohnzimmer ist dann das Studio aufgebaut und dort wird jedes Mal ein interessanter Stuttgarter interviewt. Diesmal war Hannes Orange dran, den könnte man von seiner musikalischen Vergangenheit her kennen – oder eben als Fluxus Temporary Mall Centermanager. Nach dem Interview hat er dann noch ein paar Lieder live gespielt.
Natürlich gibt es darüber auch einen Bericht – oder eben Blog-Post, wie sich das für ein ordentliches Blog gehört.
Und gleich nach kessel.tv muss man auch den gig-blog nennen, der sich solche Einladungen natürlich nicht zweimal ausstellen lässt und gerne vor Ort war. Glaubst Du nicht? Dann schau mal hier! ;~)Hannes Orange bei der kessel.tv Radioshow

July Talk

July Talk Ankündigungdamals habe ich sie in Halifax gesehen und war sehr begeistert: July Talk (hier nachzulesen). Seitdem warte ich darauf, dass sie mal endlich nach Stuttgart, oder zumindest irgendwo in die Nähe, kommen. Bei der letzte Tour war Wiesbaden mein ausgesuchter Ort, je näher der Termin kam, desto schwieriger wurde es allerdings, ihn doch wahrzunehmen. Und dann war die Chance verpasst. Hmpf.
Und jetzt wieder eine Tour, diesmal hört sich München ganz gut an und das Strøm kenne ich ja schon von der Goldmedallien-Bahncard. Damit nichts dazwischen kommt, habe ich schon lang vorher eine Eintrittskarte und eine Zugfahrkarte besorgt (hoffentlich reicht der 00:01 Zug aus, das Konzert beginnt ja erst um 21:30 und es gibt eine Vorband).
Ich verbringe den ganzen Tag in München – deswegen habe ich am Vorabend sogar nur Radler und nicht jeden Schnaps mitgetrunken und dann geht das Konzert los. Die Vorband Olympique ist nix besonderes; July Talk allerdings schon! Wahnsinn – schon beim ersten Lied beginnt die Gänsehaut, die das ganze Konzert nicht mehr aufhört. Die Musik ist einfach genau mein Ding und die Show der beiden Rampensäue passt einfach super dazu.
Ich muss diese Band unbedingt im Auge behalten und wirklich bei jeder kommenden Tour wieder auf ein Konzert gehen – vielleicht schaffe ich es ja irgendwie, sie auch mal in Stuttgart zu sehen.July Talk im Strom
Da die Vorband sogar früher(!) angefangen hat, war es für mich auch kein Problem mit einem CallaBike (meine Stuttgarter Karte funktioniert überraschend auch in München) noch pünktlich zum Zug zu kommen.

Samstags: Waschanlage

wenn ich eine Ausrede bräuchte, dann würde ich sagen, dass es gar nicht geplant war. Aber ich bin halt dran vorbei gefahren und da ich mein Rad noch nie geputzt habe, aber vor allem im Winter öfters durch den Dreck geheizt bin, war es echt ziemlich dreckig.
mit dem Fahrrad in der Waschanlage
Also habe ich mal 50 Cent in diese Selbstwaschanlage geschmissen, nachdem ich mich in der langen, wartenden Autoschlange vorgedrängelt habe, und 65 Sekunden lang den größten Dreck am Rad entfernt. Ganz sauber ist es noch nicht geworden, aber für’s erste Mal bin ich ganz zufrieden. Besonders viel „Spaß“ macht das aber nicht unbedingt….

Feine Sahne Fischfilet

von der Band habe ich schon einiges gehört, schließlich haben sie es geschafft, dass der Verfassungsschutz teilweise Werbung für sie macht. Die wenigen Lieder, die ich bisher gehört habe, fand ich auch interessant und wenn im LKA schon mal der Eintrittspreis bei 13€ liegt (üblicherweise mindestens das doppelte), dann gehe ich da doch mal hin. Zum Einlass werden noch ein paar Lieder einer anderen Band mit sonderbarem Namen gespielt, an den man sich allerdings schon gewöhnt hat: Die Toten Hosen.

Und dann geht’s los mit der Vorband Blut-Hirn-Schranke. Gefallen hat’s mir nicht, ich könnte mich nicht mal mehr daran erinnern, was sie überhaupt gemacht haben.
Danach dann Feine Sahne Fischfilet – und auch hier reißen sie mich nicht vom Hocker. Die Aufforderung, nicht ständig Anti-Nazi-Parolen in die Lieder und Ansagen reinzuschreien (weil hier sicherlich niemand mehr überzeugt werden muss) ist zwar irgendwie schon richtig, kommt aber total unsympathisch rüber. Und die Songs bieten mit der Zeit auch keine große Abwechslung mehr.
Feine Sahne Fischfilet im Stuttgarter LKA

und wieder zurück

nach einer ordentlichen Runde Ausschlafen geht’s dann auch schon wieder zurück nach Stuttgart. Der Plan ist, über den Lindt-Shop in Geislingen und den KED Werksverkauf zu fahren. Gerade der Helm-Laden ist etwas ab vom Schuss, aber das Wetter ist heute viel besser, also aufgesattelt und viel zu spät losgefahren (siehe „ausschlafen“). Bei der Schokoladen-Auswahl geht es recht schnell, es dauert eigentlich am längsten, die zusätzlichen ca. drei Kilo Schokolade noch irgendwie in der bereits vollen Tasche zu verstauen. Geht aber dann doch irgendwie.
Danach scheitere ich ziemlich daran, das neue Garmin-Navi so zu bedienen, dass es mir eine vernünftige Route anbieten kann. Also muss ich ständig wieder anhalten und auf dem Smartphone nach der Route schauen. Das killt Zeit – und vor allem bin ich absolut unmotiviert, bei einer unbekannten Strecke, die allerdings ein festes Ziel hat, besonders viel Gas zu geben. Und zuletzt merke ich doch, dass das spanische Carbon-Rennrad – vor allem nach einigen Kilometern – deutlich leichter fährt, als das mit Gepäck vollgeladene Crossrad.
Fazit: Ich bin über eine Stunde zu spät bei KED und kriege heute also keinen Helm mehr, die letzten 25km nach Stuttgart rolle ich ganz gemütlich am Neckar heim. Puh….

Achja, und ich habe mal wieder festgestellt, dass ich eigentlich aus dem „katholischen Bayern“ komme. Zumindest konnte ich ein Halteverbot-Schild mit Ausnahme für Pfarrer und Organisten sehen.
Haltebot-Regel für Pfarrer und Organist

immer weiter fahren!

nach den 800km in der Trainingslager-Woche wollte ich hier gerne weiterfahren und „die Form“ behalten. Das ist aber etwas schwieriger, als gedacht, denn das Wetter ist hier nicht ganz so angenehm, wie in Spanien. Heute bin ich vom Stuttgarter Flughafen aus in die Nähe von Ulm gefahren, etwa 115km. Zeitweise waren es nur gute 2°C (wenigstens plus) und auch noch leichter Schneefall; bis auf die fehlenden Überschuhe war es aber kein Problem. Und ich habe auch immer noch alle Zehen. ;~)

Trainingslager /Ende

so, das war’s. Mein Mietrad ist zurückgegeben, die mit eigenem Rad fahren noch ein paar Stunden. Ich schaue mir derweil mal den Strand und das Dörfchen Cambrils an.
der Strand von Cambrils
Gestern Abend gab es schon eine kleine „Dia“-Schau, da die Tourguides auch ab und zu mal ein Foto geschossen haben. Natürlich durfte ich dabei nicht fehlen:
Dia-Abend
Und wenn man sich die Bilder so anschaut, könnte man denken, dass es fast noch mehr ums Essen, als ums Radfahren ging. ;~)
Nachher geht die nächtliche Busfahrt wieder los. Hoffentlich klappt das mit dem Schlafen diesmal besser.