{"id":2946,"date":"2013-10-31T22:40:00","date_gmt":"2013-10-31T21:40:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mega-stoffel.de\/weblog\/?p=2946"},"modified":"2013-10-31T22:40:00","modified_gmt":"2013-10-31T21:40:00","slug":"trixie-whitley","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/2013\/10\/31\/trixie-whitley\/","title":{"rendered":"Trixie Whitley"},"content":{"rendered":"<p>am Eingang des 1210 h\u00e4ngt ein Zettel, dass man w\u00e4hrend des Konzerts doch bitte laute Gespr\u00e4che unterlassen sollte. Das 1210 ist, f\u00fcr alle nicht-Stuttgarter und Menschen, die sich prim\u00e4r vom Fernseher unterhalten lassen, ein Club mit schlechtem Licht und ohne besonderem Sound. Genau passend f\u00fcr Punk-Konzerte, Bands, die zum ersten oder zweiten Mal auf einer B\u00fchne stehen oder eben DJ-Partys. Events eben, bei denen die Musik zweitrangig ist.<br \/>\nUnd heute ist <a title=\"Homepage von Trixie Whitley\" href=\"http:\/\/www.trixiewhitley.com\/\" target=\"_blank\">Trixie Whitley<\/a> mit Vorband <a title=\"Homepage von Echo Beatty\" href=\"http:\/\/www.echobeatty.com\/\" target=\"_blank\">Echo Beatty<\/a> angesagt. Das 1210 \u00f6ffnet bereits um 19:00, was ich kurz nach acht erschrocken zuhause feststelle. Also alles stehen und liegen lassen und dorthin eilen (hab sogar mein Smartphone vergessen, weshalb es auch kein Bild vom Schild gibt). Echo Beatty spielt schon ein paar Minuten, als ich reinkomme. Das Schild wird\u00a0offensichtlich von einigen G\u00e4sten konsequent ignoriert. Sie bittet zwar mehrmals darum, dass es etwas leiser sein sollte, aber es hat jedes mal nur einen recht kurzen Effekt.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/131031.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2949\" src=\"http:\/\/www.mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/131031.jpg\" alt=\"Trixie Whitley im 1210\" width=\"900\" height=\"635\" \/><\/a><\/p>\n<p>Nach einer kurzen Umbau-Pause kommt Trixie Whitley mit ihrer Band auf die B\u00fchne. Nach dem ersten Lied beklagt sie sich schon \u00fcber den &#8222;B\u00fchnen-Sound&#8220;. Ein Zuschauer aus dem Publikum ruft &#8222;Sounds good down here&#8220;. Sie erwidert trocken &#8222;Good&#8217;s not enough!&#8220;<br \/>\nNach dem n\u00e4chsten Lied fragt sie, ob es hier nicht irgendwie Licht g\u00e4be, rot sei zwar sexy, aber etwas Abwechslung &#8211; oder wenigstens soviel, dass sie auf der B\u00fchne auch etwas sehen k\u00f6nnten sei doch wohl nicht zu viel verlangt (genau meine Gedanken, wenn ich dort <a title=\"gig-blog bei &quot;The Computers&quot;, als Beispiel f\u00fcr rotes Licht\" href=\"http:\/\/www.gig-blog.net\/2013\/10\/21\/the-computers-fox-named-king-19-10-2013-1210-stuttgart\/\" target=\"_blank\">fotografiere<\/a>). Der Barkeeper dreht einen Scheinwerfer etwas heller.<br \/>\nNoch ein weiterer Songs &#8211; man konnte ihr\u00a0die Ver\u00e4rgerung\/Entt\u00e4uschung deutlich ansehen &#8211; stellte sie sich trotzig mit Gitarre und Mikro in die erste Publikumsreihe. Dort war der Sound offensichtlich viel besser, sie sieht auf einmal richtig gl\u00fccklich aus, sie hat Spa\u00df. Beim n\u00e4chsten Lied muss sie zur\u00fcck auf die B\u00fchne, ans Piano. Der Mikro-St\u00e4nder ist auch\u00a0kaputt,\u00a0das Mikro\u00a0bewegt sich unkontrolliert vor ihrem Mund. Zum Gl\u00fcck ist hier ein ein hilfreicher\u00a0Gast, der\u00a0es geistesgegenw\u00e4rtig festh\u00e4lt. Selbstverst\u00e4ndlich bekommt er ein ehrliches &#8222;Thank you&#8220;. Ich stehe keine zwei Meter von ihr entfernt und kriege alles direkt mit; sie versucht ihre Musik gegen das ungeniert quatschende Publikum anzuspielen.\u00a0Mir ist es immer wieder unverst\u00e4ndlich, wieso Leute zu einem Konzert gehen und sich dort dann lautstark unterhalten. K\u00f6nnte mir das mal jemand erkl\u00e4ren?<br \/>\nNach jeden weiteren Lied bittet sie das Publikum darum, ihre Musikdarbietung zu respektieren. Allerdings nicht mit einem einfach &#8222;Shut up&#8220;, was jeder verstehen kann. Sie erz\u00e4hlt &#8211; philosophiert schon fast &#8211; mit nicht ganz einfachen englischen Worten von Liebe zur Musik und gegenseitigem Respekt. Vermutlich verstehen es die meisten einfach nicht, leider.<br \/>\nSie qu\u00e4lt sich Song f\u00fcr Song weiter durch ihr Konzert, ich habe st\u00e4ndig Angst, dass sie einfach alles hinschmei\u00dft. Jedoch macht sie auch klar, dass es ihr bewusst ist, dass\u00a0offenbar einige Leute doch f\u00fcr sie und ihre Musik gekommen sind und sich\u00a0<em>vern\u00fcnftig<\/em> verhalten.<br \/>\nDie letzte Zugabe wurde spontan gestrichen und aus dem Backstage-Bereich ist sie auch nicht mehr herausgekommen. So blieb mir nur \u00fcbrig, mich f\u00fcr meine mit-Stuttgarter wenigstens bei\u00a0 Echo Beatty zu entschuldigen. Wieder drau\u00dfen\u00a0sehe ich dann, dass\u00a0das Schild inzwischen verschwunden ist.<\/p>\n<p>Ihre Musik (<a title=\"youtube Liste mit vielen Trixie Whitley Liedern\" href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=1nEnenji0PI&amp;list=RD020vkVjuUofCM\" target=\"_blank\">youtube<\/a>) und vor allem ihre Darbietung hatten das Zeug zu einem wirklich gro\u00dfartigen Konzert gehabt. Schade, dass es nur im Zw\u00f6lfzehn war.<br \/>\nHoffentlich kommt sie trotz dieser Erfahrung mal wieder.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>am Eingang des 1210 h\u00e4ngt ein Zettel, dass man w\u00e4hrend des Konzerts doch bitte laute Gespr\u00e4che unterlassen sollte. Das 1210 ist, f\u00fcr alle nicht-Stuttgarter und Menschen, die sich prim\u00e4r vom Fernseher unterhalten lassen, ein Club mit schlechtem Licht und ohne besonderem Sound. 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