{"id":7013,"date":"2017-09-10T22:00:59","date_gmt":"2017-09-10T20:00:59","guid":{"rendered":"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/?p=7013"},"modified":"2017-09-12T05:11:08","modified_gmt":"2017-09-12T03:11:08","slug":"rigaud-lavaltrie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/2017\/09\/10\/rigaud-lavaltrie\/","title":{"rendered":"Rigaud &#8211; Lavaltrie"},"content":{"rendered":"<p>heute fr\u00fch, bei einsetzendem Tageslicht, sah mein tolles Zeltversteck gar nicht mehr so gut aus; aber es ist zum Gl\u00fcck alles gut gegangen. Da ich mein Gl\u00fcck allerdings nicht allzusehr auf die Folter spannen wollte, habe ich das Zelt schnellstm\u00f6glich eingepackt (vom Tau noch sehr nass) und mich dann langsam auf den Weg gemacht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-892 alignnone size-full\" src=\"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/wp-1505178949461..jpg\" \/><\/p>\n<p>Zuerst ging es mal in den Supermarkt f\u00fcr ein Fr\u00fchst\u00fcck. Dort stand auch ein kleines B\u00fccherregal, bei dem man offenbar gegen eine &#8222;Spende&#8220; diese B\u00fccher kaufen konnte; mit der Aufschrift, die Kasse doch bitte nicht <i>schon wieder<\/i> zu knacken. Wer kein Geld hat, soll sich doch in einem lokalen Cafe melden. Hab ich nicht gemacht, das hatte erstens wohl noch nicht auf, zweitens brauche ich kein Geld und drittens auch keine B\u00fccher.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-893 alignnone size-full\" src=\"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/wp-1505179007851..jpg\" \/><\/p>\n<p><!--more-->Dann geht es \u00fcber ziemlich miese Stra\u00dfen zur F\u00e4hre, um den St. Laurent Flu\u00df zu \u00fcberqueren. Die Motivation schwindet in gro\u00dfen Schritten mit jedem Schlag, den ich von der Stra\u00dfe bekomme (und das waren einige auf diesen paar Kilometern).<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-894 alignnone size-full\" src=\"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/wp-1505179068582..jpg\" \/><\/p>\n<p>Es gibt \u00fcberhaupt keinen Grund f\u00fcr mich, das zu tun, au\u00dfer dass ich F\u00e4hre fahren will. Die Rad-Infrastruktur soll angeblich auf beiden Seiten des Flusses vorhanden sein. Diese Schilder hier gefallen mir auf jeden Fall &#8211; wird Zeit, dass soetwas auch in Deutschland eingef\u00fchrt, kontrolliert und sanktioniert wird.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-895 alignnone size-full\" src=\"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/wp-1505179127010..jpg\" \/><\/p>\n<p>Nach der F\u00e4hre dann echt gute Radwege! Teilweise sogar v\u00f6llig von der Stra\u00dfe getrennt!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-896 alignnone size-full\" src=\"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/wp-1505179213578..jpg\" \/><\/p>\n<p>Und es gab sogar so ein kleines &#8222;Radfahrer-H\u00e4uschen&#8220; mit Trinkwasser und Luftpumpe, bzw. Kompressor, der auch bis ca. vier Bar funktionierte. Diese typischen Reparatur-Stationen mit Werkzeug standen auch schon paarmal rum.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-897 alignnone size-full\" src=\"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/wp-1505179259270..jpg\" \/><\/p>\n<p>Zum Mittagessen dann ein &#8222;German Baguette&#8220; mit Hummus. Ohne jetzt ein besonderer Gourmet zu sein, muss ich sagen, dass es ein ordentliches Laugen-Baguette war. Die Superm\u00e4rkte hier im franz\u00f6sischen Quebec scheinen eine gr\u00f6\u00dfere Auswahl an Lebensmitteln zu haben. Auch kommt mir hier alles etwas europ\u00e4ischer vor &#8211; und das liegt nicht nur daran, dass hier gesch\u00e4tzte 5% europ\u00e4ische (i.e. deutsche) Autos rumfahren. In den anderen Provinzen habe ich kaum welche gesehen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-898 alignnone size-full\" src=\"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/wp-1505179306547..jpg\" \/><\/p>\n<p>Als Container-Fan musste ich diesen interessant bemalten Container nat\u00fcrlich fotografieren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-899 alignnone size-full\" src=\"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/wp-1505179356457..jpg\" \/><\/p>\n<p>Und mal wieder ein Selfie machen, oder z\u00e4hlen solche Schatten-Bilder nicht in diese Kategorie? Wer kennt sich denn mit sowas aus?<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-900 alignnone size-full\" src=\"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/wp-1505179407445..jpg\" \/><\/p>\n<p>Kurz drauf hat mich ein Elektro-Roller \u00fcberholt. Erst dachte ich noch nicht viel dabei. Als er aber nicht wirklich deutlich schneller war, habe ich etwas Gas gegeben und bin in seinen Windschatten geschl\u00fcpft. Er hat erst etwas bl\u00f6d geschaut und wollte mir dann Platz machen. Ich h\u00e4tte es mit meinem beladenen Touren-Rad aber sicherlich nicht lange geschafft, schneller als er zu fahren (mit einem Rennrad w\u00e4re es etwas ganz anderes gewesen, aber da h\u00e4tte er mich auch nicht \u00fcberholt), daher habe ich ihn einfach ein bisschen weiter nerv\u00f6s gemacht. Bis ich an dieser Werkstatt vorbei gefahren bin. Das Bosch-Schild ist mir nat\u00fcrlich gleich ins Auge gesprungen und ich &#8222;musste&#8220; anhalten und es fotografieren. Wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe, war das jetzt erst das dritte Mal, dass ich etwas von Bosch hier gesehen habe.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-902 alignnone size-full\" src=\"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/wp-1505179567722..jpg\" \/><\/p>\n<p>Dann wird es mal wieder langsam dunkel und ich komme heute mal wieder an einem Zeltplatz an. Tats\u00e4chlich ist es hier in Quebec auch nicht mehr so unglaublich teuer, f\u00fcr $28 darf ich hier schlafen. Klaro, immer noch mehr, als einfach so wild zu zelten &#8211; aber mit dem ganzen Stress, den man sonst so hat (angefangen vom Zeltplatz suchen, Zelt im Dunkeln aufbauen, &#8222;Angst&#8220; erwischt zu werden und das fr\u00fche Aufstehen am n\u00e4chsten Morgen) war es mir das heute wert. Die Zeltplatz Chefin kann nur schlecht Englisch, will mir aber noch eine Decke anbieten, weil es inzwischen kalte N\u00e4chte sind. Das lehne ich ab, mein Schlafsack hat bisher immer geholfen; zur Not ziehe ich eine weitere Schicht Merino-Shirts an &#8211; wozu habe ich die denn mitgenommen&#8230;.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-901 alignnone size-full\" src=\"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/wp-1505179488698..jpg\" \/><\/p>\n<p>Als ich mir den Kalender anschaue, stelle ich fest, dass ich heute genau zwei Monate auf meiner Coast-to-Coast Radfahrt unterwegs bin. Am 10. Juli habe ich Vancouver verlassen und bin seitdem fast 7000km geradelt. Die ersten ca. 200km auf Vancouver Island sind da noch nicht dabei, denn das war vor meinem &#8222;offiziellen&#8220; Start. Ohne genauere Planung sch\u00e4tzte ich &#8222;zuhause&#8220; immer, dass es vielleicht sechs- bis siebentausend Kilometer werden. Das habe ich jetzt und bin noch ein Weilchen von meinem Ziel weg &#8211; und das lag nicht nur an den Umwegen, die ich gefahren bin&#8230;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>heute fr\u00fch, bei einsetzendem Tageslicht, sah mein tolles Zeltversteck gar nicht mehr so gut aus; aber es ist zum Gl\u00fcck alles gut gegangen. Da ich mein Gl\u00fcck allerdings nicht allzusehr auf die Folter spannen wollte, habe ich das Zelt schnellstm\u00f6glich eingepackt (vom Tau noch sehr nass) und mich dann langsam auf den Weg gemacht. 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