{"id":7071,"date":"2017-09-14T22:20:59","date_gmt":"2017-09-14T20:20:59","guid":{"rendered":"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/?p=7071"},"modified":"2017-09-18T02:27:56","modified_gmt":"2017-09-18T00:27:56","slug":"riviere-du-loup-sainte-luce","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/2017\/09\/14\/riviere-du-loup-sainte-luce\/","title":{"rendered":"Riviere du Loup &#8211; Sainte-Luce"},"content":{"rendered":"<p>im Hostel ist das Fr\u00fchst\u00fcck dabei. Allerdings hat vermutlich die Gruppe, die sich letzten Abend schon daneben aufgef\u00fchrt hat, das komplette Brot mitgehen lassen, bis ich zum Fr\u00fchst\u00fcck komme. Alles andere scheint nicht angetastet, die Gl\u00e4ser mit selbstgemachter Marmelade stehen noch randvoll auf den Tischen, die Butter ist nicht anger\u00fchrt und alles andere sieht noch frisch aus, nur eben kein Brot\/Toast mehr da. Solche &#8222;kleineren&#8220; Hostels finde ich ja echt gut. Es sind \u00fcblicherweise sehr engagierte Personen, die so etwas aufziehen und das bei meist g\u00fcnstigen Preisen. Hier waren es $25, da habe ich f\u00fcr einfache Zeltpl\u00e4tze schon mehr zahlen m\u00fcssen. Dazu kommt, dass die Zimmer nichtmal sehr \u00fcberbelegt sind, \u00a0ich hatte nicht mal ein Stockbett. In gro\u00dfen St\u00e4dten h\u00e4tte man hier statt f\u00fcnf Personen sicherlich die doppelte Anzahl untergebracht.<br \/>\nAlso mache ich kein gro\u00dfes Theater und gehe schnell zum kleinen Supermarkt gegen\u00fcber und hole halt eine neue Packung Toast.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-944 alignnone size-full\" src=\"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/wp-1505445131986..jpg\" \/><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Danach gehts zum Radladen und auch hier ist es wieder etwas schwierig mit der Kommunikation. Aber mit Hand und Fu\u00df kann ich zeigen, was den mein &#8222;Problem&#8220; ist. Ich komme dann gleich dran und ich gehe einfach ungefragt mit in die Werkstatt um mir das alles genau anzuschauen. Der Mechaniker macht nicht den Eindruck, als ob er viel davon versteht, was er da tut, aber nach sehr kurzer Zeit kommt ein zweiter dazu, der einen deutlich kompetenteren Eindruck macht. Es scheint wohl kompliziert zu sein, da der Nippel sich irgendwo im Schalthebel verklemmt hat, er kriegt ihn nach einigen Minuten aber rausgefummelt und meint, dass ich Gl\u00fcck h\u00e4tte, sonst h\u00e4tte ich einen neuen Schalt\/Bremshebel gebraucht. Nebenher wechselt der &#8222;Azubi&#8220; meine Kette, die scheinbar fertig ist. Komisch, die erste war nach \u00fcber 4000km noch eher gut als auszuwechseln, diese hier soll schon nach 3000km fertig sein?! Naja, was solls &#8211; wenn ich jeden zweiten oder dritten Tag tanken m\u00fcsste, w\u00e4re ich deutlich mehr Geld los, dazu noch viel ineffizienter. Eine gute halbe Stunde und $105 sp\u00e4ter kann ich wieder fahren und hole meine Sachen aus dem Hostel. Dabei begegnet mir der Kater nochmal, der heute fr\u00fch schon mit einem Vogel im Maul rumgelaufen ist. Wir sind beide schwarz\/wei\u00df &#8222;angezogen&#8220;, wenn man mal meine rote Schrift wegdenkt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-932 alignnone size-full\" src=\"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/wp-1505445117276..jpg\" \/><\/p>\n<p>Nach den beiden l\u00e4ngeren Etappen gestern und vorgestern (330km zusammen), wollte ich es heute mal etwas gem\u00fctlicher angehen lassen. Und ganz spontan habe ich mich dann dazu entschieden, nicht Chase auf dem Weg nach Neu-Braunschweig zu folgen, sondern noch einen weiteren Tag am St-Laurenz-Fluss entlang zu fahren und erst morgen &#8222;rechts abzubiegen&#8220;. \u00dcbers Land kann ich auch zuhause fahren, an diesem imposanten Fluss und danach dann noch an seiner Bucht entlang h\u00f6rt sich viel interessanter an.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-934 alignnone size-full\" src=\"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/wp-1505445143721..jpg\" \/><\/p>\n<p>Hier sieht man mal, wie einfach das mit den Radwegen ist: eine Linie hinzeichnen und ein paar Begrenzungen aufstellen, fertig! Und wenn es steiler werden sollte, einfach ein Warnschild leicht verdreht aufstellen, dann sieht das auch halb so wild aus.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-937 alignnone size-full\" src=\"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/wp-1505445181852..jpg\" \/><br \/>\nDie n\u00e4chste Stadt, Rimouski, ist gut 100km entfernt. Bis ich gegen 13 Uhr loskomme, ist das aber schon wieder etwas sportlich. Da die Route Verte 1 hier wieder \u00fcber Schotter geht und ich kein gr\u00f6\u00dferes Interesse dem Vogel-Gebiet (auf den Schild steht was von Ornitologie) habe, spare ich mir das und fahre \u00fcberwiegend auf der #132.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-935 alignnone size-full\" src=\"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/wp-1505445155762..jpg\" \/><br \/>\nBei anderen Strecken kommt der Schotter sp\u00e4ter und ich muss ihn wohl oder \u00fcbel fahren, wenn ich nicht umdrehen will.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-938 alignnone size-full\" src=\"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/wp-1505445196378..jpg\" \/><\/p>\n<p>Die Aussicht, f\u00fcr die hier geworben wird sieht so aus.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-939 alignnone size-full\" src=\"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/wp-1505445209093..jpg\" \/><br \/>\nIch treffe noch Richard aus den USA, der fr\u00fcher in Boston offenbar irgendwie in der Bio-Chemie geforscht hat. Das war ihm aber zu stressig mit der Zeit und er ist nach Alaska ausgestiegen. Bei der n\u00e4chsten Kirche muss er anhalten und sie fotografiere, ich soll doch weiterfahren, es war ihm sowieso etwas zu schnell &#8211; das passt gut, mir war es n\u00e4mlich zu langsam.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-936 alignnone size-full\" src=\"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/wp-1505445167734..jpg\" \/><\/p>\n<p>Hinter diesem Traktor bin ich ein bisschen Windschatten mitgefahren, das ging aber leider nicht lange so, bis er abgebogen ist.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-940 alignnone size-full\" src=\"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/wp-1505445222606..jpg\" \/><\/p>\n<p>In Rimouski hat die Touristen-Information schon zu, obwohl ich noch vor sechs angekommen bin. Das ist der Nachteil an dieser Zeit. Nach dem Labour Day Weekend (dem ersten Wochenende im September) f\u00e4ngt hier \u00fcberall die Schule wieder an und daher ist vieles der Touristen-Infrastruktur zu oder stark eingeschr\u00e4nkt. Es liegen aber Hefte mit lokalen Informationen rum, nat\u00fcrlich alles in franz\u00f6sisch. Ich reime mir zusammen, dass ich f\u00fcr den einen Zeltplatz wieder zur\u00fcck fahren m\u00fcsste, drei andere bereits geschlossen sind, aber es noch einen in ca. acht Kilometern gibt. Also fahre ich dort hin und sehe, dass er komplett leer ist.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-942 alignnone size-full\" src=\"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/wp-1505445247909..jpg\" \/><\/p>\n<p>Die alte Frau dort kann kein englisch und ich kein franz\u00f6sisch. Es macht f\u00fcr mich jedoch den Eindruck, dass ich dort nicht zelten kann\/darf &#8211; warum kann ich nicht verstehen. Sie sagt mir aber, dass ich in Sainte-Luce zelten kann (zumindest verstehe ich das so, als ich mein Telefon raushole und die Karte zeige, kann sie diese nat\u00fcrlich auch nicht sehen). Also fahre ich in der schon eingesetzten D\u00e4mmerung noch ein paar weitere Kilometer. Die ersten Leute, die ich in Sainte-Luce treffe, Claudine und Isabelle mit Hund Jackson, frage ich gleich mal, ob sie etwas von dem Campingplatz wissen. In halbwegs gutem Englisch sagen sie mir, dass die alle schon die Saison beendet und geschlossen haben. Ich k\u00f6nne aber auf ihrem Grundst\u00fcck direkt am Wasser zelten, wenn ich das will. Da mir auf die Schnelle keine besseren Alternativen einfallen, nehme ich das Angebot gerne an. Dort angekommen f\u00fcllt mit Sam noch meine Wasserflasche auf und bietet mir an, dass ich auch ein Feuer machen d\u00fcrfte, das sei legal. Mir ist heute aber nicht nach Feuer zumute, der ganze Tag hatte heute schon wieder so eine Endzeitstimmung, ohne dass Rauch in der Luft war &#8211; es liegt wohl am Hochnebel.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-941 alignnone size-full\" src=\"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/wp-1505445233652..jpg\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>im Hostel ist das Fr\u00fchst\u00fcck dabei. Allerdings hat vermutlich die Gruppe, die sich letzten Abend schon daneben aufgef\u00fchrt hat, das komplette Brot mitgehen lassen, bis ich zum Fr\u00fchst\u00fcck komme. 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