{"id":7145,"date":"2017-09-20T23:20:01","date_gmt":"2017-09-20T21:20:01","guid":{"rendered":"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/?p=7145"},"modified":"2017-09-21T05:23:39","modified_gmt":"2017-09-21T03:23:39","slug":"moncton-summerside","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/2017\/09\/20\/moncton-summerside\/","title":{"rendered":"Moncton &#8211; Summerside"},"content":{"rendered":"<p>im Hostel gibt es noch Fr\u00fchst\u00fcck, allerdings kann ich den franz\u00f6sischen Gespr\u00e4chen am Tisch nicht folgen. Ich esse halt einfach und k\u00fcmmere mich danach noch ein bisschen ums Internet, bis ich viertel vor elf daran erinnert werde, dass um elf Uhr Check-Out ist. Das war mich schon klar und ich war sowieso gerade schon dabei, zusammenzupacken. Dann will mir der Hostel-Mitarbeiter noch Reisetipps geben, allerdings in dem Stil &#8222;mit dem Auto ist es eine Stunde, das sollte mit dem Rad in zwei Stunden zu machen sein&#8220;. Ich probiere halbwegs h\u00f6flich aus dem Gespr\u00e4ch raus zu kommen und dann mal langsam aufzubrechen. Ich bin noch nicht ganz aus der Stadt raus, da l\u00e4uft ein recht gro\u00dfes Tier \u00fcber die Stra\u00dfe, entweder ist es ein riesen-Fuchs oder ein Koyote oder ein Wolf? Keine Ahnung, mit diesen Tieren kenne ich mich nicht so recht aus, bin aber froh, dass er\/sie\/es von mir nichts wissen will und auf der anderen Stra\u00dfenseite genauso schnell wieder im Geb\u00fcsch verschwindet.<br \/>\nAn der Touristen-Information in der n\u00e4chsen Stadt, Shediac, sehe ich wieder das Rad, dem ich bereits gestern zweimal begegnet bin. In Anbetracht meines Umweges \u00fcber Moncton und des recht sp\u00e4ten Starts verwundert mich das nicht besonders. Dayle will heute aber wieder nur &#8222;wenige&#8220; Kilometer machen, daher fahre ich kurz drauf schon wieder alleine weiter.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-984 alignnone size-full\" src=\"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/wp-1505958798155..jpg\" \/><br \/>\nEs geht heute an der K\u00fcste entlang, es ist zwar wieder Gegenwind, aber gro\u00dfteils nur ein laues L\u00fcftchen. Dazu kommt, dass ich heute nur gute 100km bis zur Br\u00fcck auf die Prince Edward Insel (oder P.E.I. wie es hier genannt wird) sind. Danach werde ich wohl mal nach einem Zeltplatz Ausschau halten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-985 alignnone size-full\" src=\"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/wp-1505958849379..jpg\" \/><\/p>\n<p><!--more-->Heute bin ich zum ersten Mal einem dieser Schulbusse begegnet, von denen ich auf Verkehrsschildern (Stop bei blinkenden Lichtern!) schon so oft begegnet bin. Angehalten habe ich aber haupts\u00e4chlich f\u00fcr das Foto, sonst w\u00e4re ich mit dem Rad einfach langsam dran vorbei gefahren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-986 alignnone size-full\" src=\"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/wp-1505958940654..jpg\" \/><\/p>\n<p>Die Luft war heute bis zum Anschlag mit Feuchtigkeit gef\u00fcllt. Es waren keine 20\u00b0C, f\u00fchlte sich aber, vor allem an kleinen H\u00fcgeln, sehr viel hei\u00dfer an. Solch ein schw\u00fcles Wetter bei so relativ kalten Temperaturen habe ich noch nicht erlebt.<br \/>\nUnd in dieser Gegend waren auch viele Fisch-verarbeitende Betriebe, einige davon haben wohl auch ger\u00e4uchterten Fisch hergestellt, zumindest war es zeitweise ziemlich verraucht (was man auf dem Bild allerdings nicht sehen kann).<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-987 alignnone size-full\" src=\"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/wp-1505958993214..jpg\" \/><\/p>\n<p>Sonst ging es \u00f6fters mal an Marschland vorbei.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-988 alignnone size-full\" src=\"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/wp-1505959069238..jpg\" \/><\/p>\n<p>Und ich habe die erste Tankstelle gesehen, die keine ,9-Preise hatte! Das musste ich nat\u00fcrlich gleich mal fotografieren. Als ich mit dem Smartphone rumspielte, fragte mich eine vorbeifahrende Frau, ob ich &#8222;lost&#8220; sei. Hab das aber wahrheitsgem\u00e4\u00df verneint &#8211; wie den auch, hier gibt es ja nur zwei Stra\u00dfen&#8230;.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-989 alignnone size-full\" src=\"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/wp-1505959334150..jpg\" \/><\/p>\n<p>Auch dieses Schild von 138000 Volt habe ich fotografiert, dabei ist aber nichts besonderes passiert.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-990 alignnone size-full\" src=\"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/wp-1505959404326..jpg\" \/><\/p>\n<p>Dann ist es soweit, ich bin bei der Confederation Bridge angekommen. Eine etwa 15km lange Br\u00fccke zur P.E.I., die ich mit dem Rad nicht fahren darf. Es f\u00e4hrt aber ein Shuttle-Bus, der alle Fu\u00dfg\u00e4nger und Radfahrer kostenlos f\u00e4hrt, man muss nur beim Verlassen der Insel etwas zahlen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-991 alignnone size-full\" src=\"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/wp-1505959449484..jpg\" \/><\/p>\n<p>Ich helfe nat\u00fcrlich beim Rad verladen, damit ich nicht die Taschen abnehmen muss. Dabei sticht mich vermutlich ein Insekt in den rechten Oberarm. Ich sehe es zwar nicht, aber es ist auf jeden Fall ein Stich.<br \/>\nAls wir gerade losfahren kommt noch Andy mit einem vollbepackten Tourenrad angefahren und die Busfahrerin dreht nochmal um, um ihn auch noch einzuladen, damit er nicht noch eine Stunde auf die n\u00e4chste Fahrt warten muss.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-992 alignnone size-full\" src=\"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/wp-1505959561422..jpg\" \/><\/p>\n<p>Auf der anderen Seite der Br\u00fccke (die man kaum sehen kann) gehen wir erst noch in die Touristen-Infomation um eine Karte von der Insel zu kriegen. Er f\u00e4hrt dann nur noch bis zum n\u00e4chsten Motel und checkt dort f\u00fcr $79 ein. Ich fahre noch etwa 30km weiter nach Summerside auf einen Zeltplatz. Dort komme ich etwas zu sp\u00e4t (es ist schon fast dunkel) an &#8211; Danke, Gegenwind! Das B\u00fcro ist aber noch mit zwei \u00e4lteren Damen besetzt. Als ich gerade beim Einchecken bin, fummle ich wieder an dem Insektenstich rum, wie ich es die letzten anderthalb Stunden schon \u00f6fters machte. Es f\u00fchlte sich immer etwas komisch an. Jetzt merke ich gerade, dass da noch etwas ist und ich puhle eine sehr mitgenommene Wespe aus meinen Klamotten. Ich bin darauf konzentriert und kann dem Gespr\u00e4ch nicht mehr so recht folgen, erkl\u00e4re ihnen die Situation danach. Das Viech ist scheinbar irgendwie zwischen mein Radshirt und das Merino-Shirt gekommen, das ich darunter trage. Von dort hat die Wespe mich wohl noch \u00f6fters ge\u00e4rgert.<br \/>\nDa der Himmel stark Regenwolken-verhangen ist, wird mir ein H\u00e4uschen angeboten, das eher eine Garage f\u00fcr allerlei Werk- und sonstiges Zeug ist. Platz f\u00fcr ein Zelt ist aber immerhin. Ich entschlie\u00dfe mich jedoch, einfach nur die Isomatte und den Schlafsack auszupacken, das Zelt bringt mir hier nichts. Als ich gerade zum Duschen gehen will, kommen die beiden Damen im Auto angefahren und bringen mir Teile des Erste-Hilfe-Koffers, jedoch nichts, was ich f\u00fcr den Stich brauchen k\u00f6nnte (Pflaster, Reinigungst\u00fccher, Mullbinden) und sagen mir, dass ich sofort 9-1-1, den Notruf, w\u00e4hlen soll, wenn ich mit dem Stich Probleme kriegen sollte. Das w\u00e4re ja was &#8211; durch Kanada fahren, an allerhand gef\u00e4hrlichen Tieren vorbei und dann Probleme mit einem Wespenstich bekommen. Sie fragen noch, ob ich gen\u00fcgend zum Essen habe. Das ist zwar nicht der Fall, aber ich sage trotzdem mal &#8222;ja, klar &#8211; au\u00dferdem habe ich ja den ganzen Tag schon auf dem Rad gegessen&#8220; (was heute sogar stimmte, ein Pfund Karotten, drei Bananen und ein Pfund Kekse).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>im Hostel gibt es noch Fr\u00fchst\u00fcck, allerdings kann ich den franz\u00f6sischen Gespr\u00e4chen am Tisch nicht folgen. 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