{"id":7351,"date":"2017-10-12T22:15:46","date_gmt":"2017-10-12T20:15:46","guid":{"rendered":"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/?p=7351"},"modified":"2017-10-14T16:57:44","modified_gmt":"2017-10-14T14:57:44","slug":"whycocomagh-antigonish","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/2017\/10\/12\/whycocomagh-antigonish\/","title":{"rendered":"Whycocomagh &#8211; Antigonish"},"content":{"rendered":"<p>es scheint gerade eine K\u00e4ltewelle eingebrochen zu sein. F\u00fcr heute ist eine H\u00f6chsttemperatur von 10\u00b0C angesagt. Ich habe eigentlich nur kurze Radklamotten dabei und bis Halifax sind es immer noch ein paar Tage. Ich will aus dem Hostel gar nicht raus in die K\u00e4lte, irgendwann ziehe ich dann halt doch das meiste an, inkl. der Regenklamotten und will losfahren. Dann regnet es nochmal kurz. Also warte ich halt noch ein bisschen l\u00e4nger und komme mit einem anderen ins Quatschen. Er bietet mir an, dass er mein Rad dann verkaufen k\u00f6nnte, falls ich es nicht oder nur zu einem sehr geringen Preis los bekomme. Ich solle es dann einfach zu ihm schicken und er wird sich dann im Fr\u00fchjahr darum k\u00fcmmern.<\/p>\n<p>Also wird es heute noch anstrengender &#8211; neben den H\u00fcgeln und dem Wind kommt die K\u00e4lte hinzu. Und die fehlende Lust. Auf der kurzen &#8222;Br\u00fccke&#8220; auf die Insel st\u00fcrmt es ziemlich. Ich wollte zwar die Gischt fotografieren, die hier von rechts nach links \u00fcber die Stra\u00dfe flog, aber mit dem Smartphone geht das halt schlecht und ich wollte nicht l\u00e4nger dort stehen und auf solche ein Bild warten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-1130 alignnone size-full\" src=\"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/wp-1507897187826..jpg\" \/><\/p>\n<p>Danach weiter mit H\u00fcgeln und dem Trans-Canada-Highway. Ob ich dort fahren durfte, wei\u00df ich nicht, weil es irgendwie ein &#8222;zugangsbeschr\u00e4nkter Highway&#8220; sein soll. Ich bin aber trotzdem dort gefahren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-1131 alignnone size-full\" src=\"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/wp-1507897232457..jpg\" \/><\/p>\n<p><!--more-->Gegen 17:30 komme ich an meinem Ziel an, ein Bed&amp;Breakfast-Haus irgendwo im Nirgendwo (Bayfield). Da ist aber niemand da und das passt gut dazu, dass vorher bei der Touristen-Information auch niemand ans Telefon ging, als sie dort f\u00fcr mich reservieren wollten. Die anderen H\u00e4user rundherum sind auch alle leer, keine Licht, keine Autos, keine Lebenszeichen und niemand reagiert auf mein Klingeln an den T\u00fcren. Vermutlich nur Sommerh\u00e4user hier am Wasser, die jetzt, im Herbst und unter der Woche, nat\u00fcrlich nicht mehr bewohnt sind. Ein paar hundert Meter weiter klingle ich dann bei einem anderen Haus, auf dem &#8222;Office&#8220; steht. Der Mann bittet mich gleich rein und versucht auch mal dort anzurufen, es geht auch nur der Anrufbeantworter ran. Dann bietet er mir an, mich mit dem Auto nach Antigonish zu fahren (etwa 20km weiter), da dort in der Stadt sicherlich einfacher etwas zu finden sein wird, als hier auf dem Land. Er muss aber noch auf seine Frau warten, die mit dem Auto unterwegs ist. In der Zwischenzeit essen wir noch schnell etwas. Er zeigt mir ganz stolz ein Bild von sich und einem gefangenen Fisch (sein erster, gestern), von dem er mir gleich ein St\u00fcck anbietet. Dazu noch Tomaten aus dem eigenen Garten und noch \u00fcbriger Salat der letzten Tage. Inzwischen ist seine Frau zur\u00fcck und ich erz\u00e4hle meine Geschichte nochmal zwischen dem Essen. Den Kuchen, den ich auch noch angeboten kriege schaffe ich in der Zeit, bis wir losfahren m\u00fcssen, aber nicht mehr.<br \/>\nDort setzt er mich dann an einem Hotel ab, wo er sich mit seinem indischen Fahrsch\u00fcler trifft, das mir aber zu teuer ist. Ich fahre zu einem anderen, das mir auch etwas zu teuer ist, aber dort werden mir ein paar andere empfohlen und das M\u00e4del dort ruft sogar noch zwei weitere an, ob \u00fcberhaupt noch Platz ist und was es kosten w\u00fcrde. Dann fahre ich zu dem einen, was keine f\u00fcnf Minuten braucht, um dort zu h\u00f6ren, dass der g\u00fcnstigere Raum inzwischen belegt sein soll. Dann soll ich warten, sie m\u00fcsse kurz telefonieren (es geht irgendwie um einen Hund). Dieses &#8222;kurz&#8220; geht \u00fcber 10min und ich gehe dann einfach wieder. Pl\u00f6tzlich ist das Telefonat dann beendet und die Frau schreit mit hinterher, dass ich zur\u00fcck kommen solle. Angeblich sei eine Absage reingekommen und ich k\u00f6nne den g\u00fcnstigeren Raum ($90+tax) haben. Inzwischen habe ich aber die Schnauze voll von diesem Laden und ich zitiere Sedlmeir in Gedanken: &#8222;<em>Es geht nicht mal um die Preise, es geht um die Art und Weise!<\/em>&#8220; (<a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=f6wZuN1kM7M\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Video<\/a>, wobei man sich ruhig mal alle Videos <a href=\"http:\/\/www.sedlmeir-rock.de\/videos.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">dort<\/a> anschauen kann)<br \/>\nVerarschen lasse ich mich ungerne und ich gehe zur\u00fcck zum Hotel, wo ich vorher deutlich besser bedient wurde und es morgen fr\u00fch dann auch noch Fr\u00fchst\u00fcck gibt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>es scheint gerade eine K\u00e4ltewelle eingebrochen zu sein. F\u00fcr heute ist eine H\u00f6chsttemperatur von 10\u00b0C angesagt. 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