{"id":8051,"date":"2018-01-09T21:00:20","date_gmt":"2018-01-09T20:00:20","guid":{"rendered":"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/?p=8051"},"modified":"2018-01-10T22:36:16","modified_gmt":"2018-01-10T21:36:16","slug":"mangakino-ongarue","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/2018\/01\/09\/mangakino-ongarue\/","title":{"rendered":"Mangakino &#8211; Ongarue"},"content":{"rendered":"<p><em>Aufgeben. Diese Schei\u00dfe nicht mehr weiter machen. Einfach aufh\u00f6ren damit. Wozu?<\/em><\/p>\n<p>Diese Gedanken kreisen heute den ganzen Tag in meinem Kopf, vor allem, als ich f\u00fcr ein 4km langes St\u00fcck etwa 1h brauchte (<a href=\"https:\/\/www.relive.cc\/view\/1349548724\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hier<\/a> zum Relive-Video).<\/p>\n<p>Angefangen hat der Tag wieder mit so einem kleinen, geschotterten Radweg, der dann \u00fcber eine solche H\u00e4ngebr\u00fccke f\u00fchrte.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full\" src=\"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/wp-1515578366329..jpg\" width=\"1024\" height=\"922\" \/>Und es ging ein paar Kilometer an diesem aufgestauten See entlang (warum man dabei aber immer wieder rauf und runter fahren musste, erschlie\u00dft sich mir nicht, auch wenn ich jetzt schon 1000x entlang eines Sees, des Meeres oder eines Flusses gefahren bin).<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full\" src=\"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/wp-1515578366380..jpg\" width=\"1024\" height=\"627\" \/><br \/>\n<!--more-->In der Beschreibung des Trails steht, dass die Stra\u00dfe zu Schotter und dann zu einer &#8222;Dirt road&#8220; wird. Und wenn sie scheinbar aufh\u00f6rt, soll man sich durch den Busch zu dieser Br\u00fccke durchschlagen. Danach w\u00fcrde es weiter gehen. Ich stehe mit meinem Rad aber ziemlich bl\u00f6d da, denn es geht nicht dr\u00fcber. Die Packtaschen alleine w\u00fcrden nicht mal drauf passen.<br \/>\nDer Lenker ist auch zu breit daf\u00fcr, also muss ich es komplett abladen und \u00fcberkopf dr\u00fcber tragen.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full\" style=\"font-size: 1rem;\" src=\"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/wp-1515578366410..jpg\" width=\"1023\" height=\"1024\" \/><br \/>\nDer weitere Weg ist einfach nur miserabel. Noch schlechter als gestern. Kaum fahrbarer Untergrund und alle m\u00f6glichen Hindernisse im Weg, umgest\u00fcrzte B\u00e4ume, Dornen-Ranken (Brombeeren?), Farne mit ihren scharfen &#8222;Bl\u00e4ttern&#8220;, etc.<br \/>\nDies ist sogar mal eine gute Stelle, so sieht es nach vorne aus<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full\" style=\"font-size: 1rem;\" src=\"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/wp-1515578366451..jpg\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><br \/>\nUnd da bin ich her gekommen (oder anders rum, das wei\u00df ich nicht mehr).<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full\" src=\"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/wp-1515578366495..jpg\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><br \/>\nUnd warum der ganze Mist? Nur um an diese Stelle zu kommen: Die Mitte der Nordinsel. Vor 40 Jahren hat wohl mal jemand die Insel in einer 1m gro\u00dfen Form nachgebaut und damit den Schwerpunkt bestimmt. Und der soll genau hier sein.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full\" src=\"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/wp-1515578366536..jpg\" width=\"1024\" height=\"778\" \/><br \/>\nHabe ich schon erw\u00e4hnt, dass es heute auch die ganze Zeit bergauf ging? Von etwa 200m auf 800m. Nat\u00fcrlich gerne so steil, dass das Hinterrad (trotz Gep\u00e4ck auf dem Hinterrad) gerne mal durchdrehte. Ich fuhr ewig lang im untersetzten ersten Gang, weil alles andere einfach nicht funktionierte. Inzwischen ist wohl auch das Tretlager am Rad kaputt &#8211; das kann nach 1700km schon mal passieren, wenn man mit einem Spielzeug unterwegs ist.<br \/>\nAbfahrten auf dem Untergrund sind fast noch beschissener als dort hoch zu fahren. Man muss einfach die ganze Zeit nur bremsen, weil man mit einer bestimmten Geschwindigkeit die Schlagl\u00f6cher und Wackersteine nicht mehr rechtzeitig sehen w\u00fcrde und wenn man mit voller Wucht rein\/drauf knallt, ist sicherlich das Rad kaputt.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full\" src=\"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/wp-1515578366571..jpg\" width=\"1024\" height=\"573\" \/><br \/>\nAuf diesen 45km entschlie\u00dfe ich mich dazu, diese Tour Aotearoa abzubrechen. Mountain Biking ist nichts f\u00fcr mich und ich frage mich, wie unsere Gesellschaft wohl aussehen w\u00fcrde, wenn alle Mountain Biker mal rausfinden, wie beschissen diese Art des Radfahrens ist und wie 1000x besser es doch ist, wenn man mit einem richtigen Rad auf einer vern\u00fcnftigen Stra\u00dfe f\u00e4hrt.<br \/>\nVor mir l\u00e4gen jetzt noch weitere 70km Trail bis zur n\u00e4chsten Ortschaft, mit einem weiteren (vermutlich steilen und beschissenen) Aufstieg von 600 auf 1000m. Den k\u00f6nnte ich umgehen, wenn ich eine Schotterstra\u00dfe fahre, die ist aber eine Privatstra\u00dfe und wegen Waldarbeiten und J\u00e4gerei gesperrt. Also w\u00e4hle ich die andere Option: Highway.<br \/>\nEs ist nachmittags, bereits nach vier Uhr und ich habe noch 60km vor mir, und das nach den bisherigen Erfahrungen. Aber es hilft ja nix, hier\u00a0<span style=\"font-size: 1rem;\">bleiben<\/span><span style=\"font-size: 1rem;\">\u00a0<\/span><span style=\"font-size: 1rem;\">(es gibt zwar einen Zeltplatz, aber sonst nichts) ist auch keine L\u00f6sung, ich muss weiter.<\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full\" style=\"font-size: 1rem;\" src=\"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/wp-1515578366624..jpg\" width=\"1024\" height=\"494\" \/><br \/>\nUnd trotz Gegenwind (war ja klar) schaffte ich es noch, vor der Dunkelheit in Ongarue anzukommen. Dort gibt es auch nichts, au\u00dfer zwei Parkpl\u00e4tzen, auf denen man zelten darf. Ich w\u00e4hle den, der nicht an der Bahnlinie ist, daf\u00fcr 2km von den f\u00fcnf H\u00e4usern entfernt, und bin dort alleine.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full\" src=\"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/wp-1515578366671..jpg\" width=\"1024\" height=\"704\" \/><\/p>\n<p>Zum Gl\u00fcck habe ich etwas voraus geplant und wenigstens etwas zum Essen f\u00fcr heute Abend und morgen fr\u00fch dabei, sonst s\u00e4he es noch schlechter aus. Duschen gibt es hier auch keine, also schon die zweite Nacht ungeduscht ins Zelt. Ich schlafe auch noch schlecht, weil um mich herum Farmen sind und st\u00e4ndig irgendwelche Tiere irgendwelche Ger\u00e4usche machen. Auch dachte ich mal, dass etwas um mein Zelt lief, aber als ich schaute, konnte ich nichts sehen.<\/p>\n<p>Aufgeben &#8211; es bleibt nichts anderes \u00fcbrig. Ich hatte auf der Tour Aotearoa bisher keine Minute Spa\u00df, ich bin kein Mountain Biker und finde Offroad-Fahren beschissen. Erst recht mit meiner Ausr\u00fcstung.<br \/>\nJetzt stehe ich mit einem Mountain Bike da, das f\u00fcr diesen Zweck nicht gedacht war und schon ziemlich im Eimer ist und will die n\u00e4chsten acht Wochen nur noch Stra\u00dfen fahren; auch wenn mir die anderen Radler immer sagten, dass die Tour besser wird, was aber nur das allgemeine Radler-Blabla ist: es wird immer einfacher, es ist immer nur noch dieser eine Berg (der Typ war ganz sch\u00f6n \u00fcberrascht, als ich ihm in meinem Buch zeigte, dass er in wenigen Kilometern nochmal einen riesigen Anstieg machen muss!), blabla.<br \/>\nIn der Einleitung des Tour-Buches steht, dass man die Tour untrainiert fahren kann, ich frage mich, wie das wohl gehen soll?!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aufgeben. Diese Schei\u00dfe nicht mehr weiter machen. Einfach aufh\u00f6ren damit. Wozu? 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