{"id":8377,"date":"2018-01-30T23:55:22","date_gmt":"2018-01-30T22:55:22","guid":{"rendered":"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/?p=8377"},"modified":"2018-02-02T19:42:42","modified_gmt":"2018-02-02T18:42:42","slug":"greymouth-hari-hari","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/2018\/01\/30\/greymouth-hari-hari\/","title":{"rendered":"Greymouth &#8211; Hari Hari"},"content":{"rendered":"<p>ich habe das Projekt &#8222;Tour Aotearoa&#8220; ja noch nicht 100% aufgegeben und probiere, alle m\u00f6glichen Foto-Beweispunkte noch anzufahren und die restlichen mit guten Begr\u00fcndungen eben nicht gemacht zu haben. Dazu geh\u00f6rt auch ein Bild, das auf diesem West Coast Wilderness Trail liegt.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full\" src=\"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/wp-1517446030832..jpg\" width=\"1024\" height=\"619\" \/><br \/>\nIch schie\u00dfe kurz drauf mein Foto, am Ende dieses Piers. Lieber h\u00e4tte ich jedoch so einen Pinguin gesehen, vor dem hier gewarnt wird.\u00a0<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full\" style=\"font-size: 1rem;\" src=\"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/wp-1517446030922..jpg\" width=\"1024\" height=\"440\" \/><span style=\"font-size: 1rem;\">Jetzt bin ich leider auf dem Mist-Trail gefangen. Diese Strecke hier ist ziemlich mies mit meinem Rad zu fahren. Kurz darauf treffe ich noch einen Engl\u00e4nder, der ebenfalls nicht besonders begeistert davon ist, also fahren wir auf der Stra\u00dfe weiter.<\/span><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full\" style=\"font-size: 1rem;\" src=\"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/wp-1517446030963..jpg\" width=\"1024\" height=\"590\" \/><br \/>\n<!--more-->An einer kleinen Pausenh\u00fctte, die zwischen der Stra\u00dfe und dem Trail liegt, sehen wir dann einen Radfahrer eine Pause machen, es ist mal wieder Josef. Wir treffen uns nun schon zum vierten Mal hier in Neuseeland. Da ich beim Losfahren noch ein P\u00e4rchen, ebenfalls aus England, hinter mir wusste und ich sch\u00e4tze, dass sie nur ein oder zwei Kilometer hinter uns sind, machen wir hier eben auch eine kurze Pause. Einer packt Brot mit Peanutbutter aus, der andere die Reste einer Pizza. Ich habe quasi gerade gefr\u00fchst\u00fcckt und brauche jetzt wahrlich nix. Kurz drauf kommen die anderen beiden tats\u00e4chlich noch vorbei und machen hier ebenfalls eine Pause. Vier Engl\u00e4nder und ein Deutscher, so ein Verh\u00e4ltnis wird man in Neuseeland wohl nur selten finden.<br \/>\nSie quatschen \u00fcber dies und das \u00fcber England, ich entscheide mich so langsam f\u00fcrs Weiterfahren. Nach einem sp\u00e4ten Start (erst kurz vor elf) und mit noch einigen Kilometern vor mir (es sollen 120 werden), habe ich latenten Stress, wenn man das so sagen kann. Josef f\u00e4hrt mit mir auf dem Highway, wenigstens f\u00fcr ein paar Kilometer, bis der Trail den Highway kreuzen wird. Dann f\u00e4hrt er dort weiter. Die anderen drei machen noch Pause und wollen sich dann weiter auf dem Trail durchsch\u00fctteln lassen.<\/p>\n<p>Ich komme in Hokitika an, der letzten Stadt, die ich f\u00fcr die n\u00e4chste Woche (?) erwarte.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full\" src=\"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/wp-1517446031062..jpg\" width=\"1024\" height=\"494\" \/><br \/>\nDas w\u00e4re vielleicht ein guter Ort f\u00fcr eine Pause, aber es ist eine Schlechtwetterfront angesagt und ich will bei dem guten Wetter noch so weit wie m\u00f6glich kommen. Gutes Wetter soll hier an der Westk\u00fcste ziemlich selten sein, hier regnet es \u00fcblicherweise t\u00e4glich (was kein Wunder ist, es ist ja auch ein Regenwald).<br \/>\nKeine Sorge, dieses Raubtier ist nur aus Treibholz zusammengebastelt. Hier treffe ich noch ein P\u00e4rchen aus den USA auf einem Tandem mit Anh\u00e4nger. Das erste was sie mir erz\u00e4hlen, ganz typisch f\u00fcr die Angst-Maschinerie der USA, ist der aufziehende &#8222;Sturm&#8220;. Danach packen sie ihre Karten aus und wollen mir erz\u00e4hlen, wo ich lang zu fahren habe. Als sie etwas von &#8222;da kann man nicht fahren, du musst die Schotterstra\u00dfe nehmen&#8220; h\u00f6re, schalte ich ab und versuche schnellstm\u00f6glich aus der Unterhaltung raus zu kommen.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full\" src=\"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/wp-1517446031017..jpg\" width=\"1024\" height=\"558\" \/><br \/>\nAm Ortsausgang dann die Verzierung des Ortsnamens um das Weihnachtsmann-Lachen &#8222;Hoho&#8220;! Sie scheinen hier wirklich mit ihrem Ortsnamen verbandelt zu sein.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full\" src=\"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/wp-1517446031098..jpg\" width=\"1024\" height=\"724\" \/><br \/>\nIch fahre weiter und sehe in der Ferne langsam die sog. &#8222;Southern Alps&#8220; auftauchen. Sieht zwar schick aus, aber ich wei\u00df, dass ich da irgendwann dr\u00fcber muss. Und nach all den bisherigen Erfahrungen hier, bef\u00fcrchte ich, dass es deutlich schwieriger wird, als die Rockys in Kanada!<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full\" src=\"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/wp-1517446031143..jpg\" width=\"1024\" height=\"446\" \/><br \/>\nIch bin zwar keine Botanik-Experte, w\u00fcrde das aber als Ausl\u00e4ufer des Regenwaldes bezeichnen.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full\" src=\"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/wp-1517446031209..jpg\" width=\"1024\" height=\"566\" \/><br \/>\nDann komme ich mal wieder an einem See vorbei.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full\" src=\"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/wp-1517446031253..jpg\" width=\"1024\" height=\"722\" \/><br \/>\nUnd es geht immer weiter an die Alpen hier. Allerdings ziehen auch schon langsam die ersten Wolken auf. Ob sie zu den t\u00e4glichen Regenschauern geh\u00f6ren oder schon zum Sturm kann ich gar nicht sagen, macht im Endeffekt aber vermutlich auch keinen gro\u00dfen Unterschied.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full\" src=\"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/wp-1517446031176..jpg\" width=\"1024\" height=\"538\" \/><br \/>\nEs wird mehr und mehr und mehr, bleibt aber trocken.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full\" src=\"https:\/\/mega-stoffel.de\/weblog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/wp-1517446031292..jpg\" width=\"1024\" height=\"675\" \/><\/p>\n<p>Am Ende komme ich am Hostel in Hari Hari an. Das ist allerdings ausgebucht, ich kann aber im Garten zelten und nat\u00fcrlich Bad und K\u00fcche nutzen. Ich sage, dass ich sowieso noch nix zum Kochen habe, ob das kleine Gesch\u00e4ft in der Stadt denn noch offen hat (es ist kurz nach sieben). Nein, aber ich k\u00f6nne gerne beim Abendessen mitessen. Das h\u00f6rt sich doch super an!<br \/>\nDavor sitzen wir aber noch auf der Veranda bei diversen Weinflaschen (was nach einem hei\u00dfen Tag auf dem Rad nicht die beste Idee ist) und der Nachbar erz\u00e4hlt, was er f\u00fcr ein toller Hecht ist. Ich versuche ein paar Details rauszukriegen, weil ich nat\u00fcrlich auch gerne ein toller Hecht w\u00e4re. Er erz\u00e4hlte wilde Geschichten, wie er mal &#8222;Executive Cleaner&#8220; war, der mit einer 1Mio$ AmEx Karte ungewollte Executives aus de Weg r\u00e4umte oder auch mal eine Aff\u00e4re mit einer thail\u00e4ndischen Geheimdienst-Kommandantin hatte, in der Nacht hat aber keiner von beiden geschlafen, weil sie, jeweils mit einem Messer in Reichweite, dem anderen nicht vertrauten, usw.<br \/>\nDer Nachteil davon sei, dass er auch heute noch per GPS-Satelliten \u00fcberwacht wird. Da werde ich hellh\u00f6rig und frage nach, wie das denn wohl geht. Diese amerikanischen Milit\u00e4rs k\u00f6nnten angeblich die Positionen der GPS-Satelliten steuern, um so jeden Menschen auf dem Planeten zu \u00fcberwachen. Ich frage mich noch &#8222;H\u00c4?&#8220; &#8211; zuf\u00e4llig wei\u00df ich ein bisschen, wie GPS funktioniert. Das sind geostation\u00e4re Satelliten, die k\u00f6nnen \u00fcberhaupt nicht bewegt werden und einen R\u00fcckkanal gibt es in dieser Kommunikation auch nicht. Ich denke nun, dass dieser &#8222;tolle Hecht&#8220; einfach ein bisschen viele James Bond Filme geschaut hat. Zum Abendessen ist er dann nicht geblieben.<br \/>\nNaja, das naive M\u00e4del, das schon seit sieben Jahren hier lebt und einwandern will konnte ich mit meinem Satelliten-Wissen beeindrucken. Sie sagte aber auch, dass es uns in Deutschland so gut geht und wir \u00fcber alles jammern und die Schuld auf andere schieben (beim n\u00e4chsten Thema schiebt sie die Schuld, dass ihre Einwanderungs-Antr\u00e4ge abgelehnt wurden auf den Berater, den sie bisher hatte). Dummerweise wurde sie an Silvester mit zuviel Alkohol hinterm Steuer erwischt und kann, wenn sie Pech hat (bzw. ordentlich nach dem Gesetz verurteilt wird) ihre Einwanderungsabsichten wohl begraben.<br \/>\nIch begrabe mich im Zelt und hoffe, dass ich morgen kein allzu schlechtes Wetter haben werde.<\/p>\n<blockquote class=\"embedly-card\" data-card-controls=\"0\" data-card-key=\"f1631a41cb254ca5b035dc5747a5bd75\">\n<h4><a href=\"https:\/\/www.relive.cc\/view\/1383993666?r=embed-site\">Relive &#8218;Greymouth &#8211; Hari Hari, der Zyklon kommt langsam n\u00e4her.&#8216;<\/a><\/h4>\n<\/blockquote>\n<p><script async src=\"\/\/cdn.embedly.com\/widgets\/platform.js\" charset=\"UTF-8\"><\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ich habe das Projekt &#8222;Tour Aotearoa&#8220; ja noch nicht 100% aufgegeben und probiere, alle m\u00f6glichen Foto-Beweispunkte noch anzufahren und die restlichen mit guten Begr\u00fcndungen eben nicht gemacht zu haben. 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