Heimaturlaub zum Klassentreffen

ich wusste ja schon vor meiner Abreise, dass am 30. September unser 20-jähriges Klassentreffen sein wird. Allerdings wusste ich damals noch überhaupt nicht, ob ich dabei teilnehmen kann, oder nicht. Beim letzten (?) Treffen war ich auch schon im Urlaub und so oft sind diese Treffen auch wieder nicht. Also habe ich, als es langsam abzusehen war, wo ich um den 30.9. sein werde, meine Kanada-Durchquerungspläne über den Haufen geschmissen und in den letzten Tagen ein bisschen „Zeit totgeschlagen“, indem ich in Richtung Halifax gefahren bin und dann dort ziemlich seltsam für einen Cross-Canada-Cyclist gefahren bin. Einen Flug habe ich noch recht spontan für 560€ inkl. Zug zum Flug bekommen und daher gleich mal zugeschlagen.

Joe Mayer gab uns eine Führung durchs aktuelle Schulgebäude, von dem man inzwischen wenig wiedererkennen kann – die 20 Jahre sind nicht spurlos daran vorbei gegangen. Unser Neubau ist inzwischen der Altbau und auch sonst ist alles anders.

Naja, ganz anders nicht. Der Physiksaal sieht noch ziemlich ähnlich aus, auch wenn er zu unserer Zeit noch mehr Charme hatte. Die Tische waren damals bis zur Unkenntlichkeit vollgeschrieben und -gemalt. Wie wir es damals 45min auf diesen Bänken ausgehalten haben, wundere ich mich aber doch.

Dann haben wir noch probiert unser Gruppenfoto von damals nachzustellen. Zum Glück ist das Bild online und John hat es geschafft uns alle wieder richtig hinzustellen. (oder nicht? Ich überlege schon, ob ich irgendwann mal so ein vorher-nachher-Schieber-Bild daraus erstellen könnte.)

Auch an unserem Denkmal sind wir selbstverständlich vorbeigekommen.

Natürlich war ein kurzer Besuch in Ulm mit dabei. Hier sage ich übrigens allen Kanadiern, die mir vorschwärmen, wie toll alt denn diese Stadt oder dieses Dorf wäre, dass ich aus Deutschland komme und diese Kirche, das Ulmer Münster, z.B. bereits im Jahr 1377 begonnen wurde, aufzubauen.

Als kleine Reminiszenz an die „Straßen-Bilder“ aus Kanada habe ich auch mal eins von Deutschland gemacht. Allerdings aus dem Auto heraus, zum Aussteigen war ich zu faul. Man kann das Ulmer Münster in der Ferne sehen, wenn man genau hinschaut und sich bisschen auskennt.

Am Sonntag war ich dann noch kurz in Stuttgart um bei einem Workshop für einen möglichen Volksentscheid Fahrrad in Stuttgart teilzunehmen. Das ganze Ding wird auf jeden Fall „Stuttgart rollt“ heißen und wer Lust hat, sich dabei zu beteiligen kann sich einfach kurz bei mir melden.

Und noch bevor ich den Jetlag richtig verarbeitet habe, saß ich schon wieder im Flieger. Kurz drauf landete ich dann in Halifax und aus dem Busfenster sah ich den Sonnenuntergang. Das wird jetzt noch etwas anstrengend. Ich habe mir vorgenommen, noch einmal um Cape Breton zu fahren. Allerdings sind die Tage jetzt schon deutlich kürzer und kühler. Ich hoffe, dass die Nächte zumindest nicht allzu kalt werden.
Aber was solls – das ist jetzt ja alles nur noch die „Kür“….

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