Archiv der Kategorie: Sabbatical

Elefanten-Tour

was es hier wohl wie Sand am Meer gibt (abgesehen von Sand oder Meer), sind Elefanten-Farmen mit geretteten Elefanten. Sie kommen von Zirkussen, Tourismus-Unternehmen oder waren mal Arbeits-Tiere, viele aus dem benachbarten Myanmar. Hier leben sie relativ frei und brauchen weder blöde Tricks machen noch schwer arbeiten.
So recht weiß ich zwar nicht, was ich davon halten soll, aber auf den ersten Blick hört sich das doch mal gut an und ich buche so einen Tagesausflug. Morgens, so ca. ab acht Uhr werde ich abgeholt (Wecker stellen!) und dann geht es eine gute Stunde per Minibus dorthin. Auf der Fahrt kriegen wir noch ein paar Infos über Elefanten; ich glaube, Chang wird mein erstes und einziges Wort sein, was ich auf Thailändisch behalten kann. Dann kommen wir an und wechseln erst mal die Klamotten. Die Elefanten sind hier doch angebunden oder eingesperrt, auf meine Frage, warum das so ist, bekomme ich zu hören, dass sie aus verschiedenen Familien stammen und sich nicht zwingend bestens verstehen. Der ganz rechts soll wohl recht schlecht im sozialen Umgang sein.

So ein Tier frisst etwa 10% seines Körpergewichts (also bis zu 300kg) pro Tag. Einen Teil davon dürfen wir übernehmen. Wir können uns Bananen nehmen, soviel wir wollen und sie verfüttern. Dabei lernen wir die Elefanten schon mal ein bisschen kennen.

Ein Baby-Elefant haben sie hier auch, der ist aber entweder schon satt oder hat einfach keinen Bock auf Bananen. Zumindest hat er alles wieder weggeschmissen, was man ihm hingehalten hat.

Weiterlesen

auf nach Chiang Mai

die Idee war, mit dem Zug 4h nach Bangkok zu fahren und dort dann einen Nachtzug nach Chiang Mai zu nehmen. Natürlich passt es zu dieser Mist-Stadt, dass der eine Zug am Wochenende nicht fährt. Und wie immer ist der Bahnhof irgendwo außerhalb. Taxen stehen auch keine rum, wozu auch – die wissen ja, dass da niemand abzuholen ist. Zum „Glück“ ist da noch ein anderes deutsches Pärchen, die das gleiche Problem hat und schon ein „Uber“ bestellt hat, ich darf gerne mitfahren. Es geht zu einem Busbahnhof, etwa 4km entfernt, wo es Busse nach Bangkok gibt. Im ersten Büro sollte es 250Baht kosten (der Zug hätte 31 gekostet), das ist den anderen zu viel. Mir wäre es eher egal, aber als sich herausstellt, dass buchstäblich auf der anderen Straßenseite auch Bustickets für 117Baht verkauft werden, nehme ich auch eins davon. Der doppelt so teure Bus ist ja nicht doppelt so gut.

Dummerweise komme ich mit dem Bus natürlich wieder irgendwo im Nirwana mitten in Bangkok an und nicht am Bahnhof. Die nächste ÖPNV Haltestelle ist mal wieder 2km entfernt und da ich noch Zeit bis zum Zug habe, laufe ich das wieder. Wenigstens ist das die Linie, die direkt zum Bahnhof fährt, dort kaufe ich mir schnell ein Ticket (2. Klasse, unteres Bett, 840Baht) und dann geht es schon fast direkt los.

So ein Nachtzug ist schon interessant. Man kommt von A nach B, kann bei Tageslicht noch rausschauen und sich darüber wundern, dass es hier ja richtig durch die Berge geht und ist am Ende sogar ziemlich ausgeschlafen, weil es ein (fast) richtiges Bett gibt – ich habe dort sehr knapp reingepasst.
Ich habe mich morgens noch kurz gewundert, wieso die Bahn-Mitarbeiter an den Bahnhöfen solche Kittel an hatten, aber ein Blick auf mein Smartphone hat es mir verraten: es sind jetzt tatsächlich nur noch 18°C hier oben, seit Singapur habe ich (ohne Klimaanlage) keine Temperaturen unter 27°C mehr erlebt.
Weiterlesen

Pattaya, Thailand

bisher war ich hier in Thailand hauptsächlich in Städten, die ich vor ziemlich genau zwei Jahren schon mal auf meiner Radtour besucht habe. Das wird sich heute aber ändern. Was es vor zwei Jahren noch nicht gab: Diese Fähre über den Golf von Thailand nach Pattaya.
Mit 1200Baht ist es relativ teuer und daher eher auf Touristen ausgelegt, die Anreise kostet dagegen nur 10Baht mit den lokalen Sammeltaxis (die trotzdem eine recht feste Route fahren), die erst dann losfahren, wenn der Fahrer meint, dass genug Leute auf der Ladefläche sitzen. Von dort sehe ich noch, wie wir an diesen Nikoläusen/Weihnachtsmännern vorbeifahren. Mir ist ja in kurzen Sachen schon zu warm, keine Ahnung, wie die das aushalten.

Nach der Taxifahrt musste man noch etwa 15min zum Pier laufen, wie überall ist das ganze Infrastrukturnetz einfach überhaupt nicht verbunden. Keine Ahnung, wieso da niemand drauf kommt, dass man das mal ändern könnte….
Das Schiff soll ca. 1,5h brauchen, je nach Wetter auch länger. Wir hatten heute wohl „Glück“ und schlechtes Wetter. Die Überfahrt dauerte fast doppelt so lang und es war relativ wellig. Um mich herum haben sich viele Leute ordentlich übergeben und die Besatzung teilte tapfer (und ein bisschen lächelnd) immer wieder neue Mülltüten aus. Mir ging es auch nicht unbedingt prächtig – vor allem mit dem immer noch etwas geschädigten Magen. Aber außer einem komischen Gefühl und kaltem Schweiß im Gesicht ist mir nicht viel passiert. Ich bin nach etwa einer Stunde einfach nur sehr, sehr müde geworden und habe dann den Rest der Fahrt geschlafen.

Als ich wieder aufwachte, waren wir schon fast in Pattaya und draußen sah es so aus:

Die Stadt ist wohl bekannt für ihre Strände, die auch nicht so schlecht aussehen. Aber ich habe da schon viel besseres gesehen. Und die Stadt ist einfach abstoßend.
Ich weiß nicht genau, wie ich es beschreiben soll: laut, dreckig, stinkig, voll und lauter Abzocker. Die Taxifahrt für die knapp 2km zum Hostel sollte 400Baht kosten, als ich mich wortlos wegdrehte, meinte er, dass es doch nur 200 sind, wenn ich noch auf andere warte. Nachdem ich für eine 8km Fahrt eben noch 10Baht gezahlt habe, kommt das für mich aber auch nicht in Frage und ich laufe da doch lieber. 
Weiterlesen

Hua Hin, Thailand

bei meiner Radtour habe ich noch verpasst, die Füße sowohl in den Pazifik, als auch in den Atlantik zu stecken. Das habe ich jetzt mal nachgeholt, auch wenn es weder der Atlantik noch der Pazifik ist, sondern „nur“ der Golf von Thailand. Bei 30°C ist das auch sehr angenehm!

Über Hua Hin gibt es nicht allzu viel zu erzählen. Dieser „Clock Tower“ wird als eine Attraktion verkauft, das sagt vermutlich schon einiges aus.

Weiterlesen

Surat Thani, Thailand

an was ich mich hier noch gewöhnen muss: Bahnhöfe sind (wie auch schon in Kanada) nicht im Stadtzentrum, sondern irgendwo außerhalb. Als der Bus in Surat Thani an der Endstation war, mussten alle Passagiere zum Bahnhof nochmal umsteigen (nagut, wir waren nur zwei). Das Personal an unserer Bushaltestelle zeigte hektisches Treiben und einer davon zeigte dann auf ein Haus, etwa 100m weiter weg. Dort sollten wir hingehen und auf den Anschlussbus warten, dazu kriegten wir noch ein weiteren Zettel (sprich: Ticket) in die Hand gedrückt. (das ist natürlich alles nur vage geraten, weil man ihn natürlich nur verstand, wenn man Thai redet)
Der nächste Bus fuhr dann auch wenige Minuten später ab und brachte uns tatsächlich in einer 30min Fahrt zum Bahnhof. Ich habe mich für eine Nacht in einem Hotel dort entschieden, bevor ich am nächsten Tag mit dem Zug weiter fahre. Die Alternative wäre ein Zug gewesen, der spätnachmittags hier losfährt und irgendwann mitten in der Nacht ankommt. Das spricht mich nicht so an. Genauso wenig, wie die Aussicht aus dem Hotel.

Beim ziellosen Rumlaufen sehe ich dann z.B. solche Häuser, umgeben von einem Tümpel voller Müll.

Weiterlesen

Krabi, Thailand

im Hafen von Krabi gibt es keinen Bus, zumindest weiß weder ich, noch irgendjemand sonst etwas davon. Aber zig Taxifahrer, die ihre „Dienste“ anbieten. Es sind nur etwa 3km in die Stadt, aber mit meinem ganzen Gepäck will ich das echt nicht laufen. Ein Taxi für mich alleine würde 250Baht kosten (etwa 7-8€), ein Gemeinschaftstaxi nur noch 100Baht. Einer der Rattenfänger hat mich mal eingefangen und an die Seite gestellt, wo ich ein paar Minuten warten soll. Vermutlich will er noch andere Mitfahrer finden und so noch mehr Gewinn machen. Das gefällt mir so nicht und ich suche somit weiter nach anderen FahrerInnen, diese 100Baht scheinen hier Standard zu sein, aber eine Frau fährt wenigstens jetzt schon los. Als ich in ihr Auto eingestiegen bin und noch kurz warte, bis sie ihre Gespräche beendet, sehe ich, wie der erste Fahrer sich verzweifelt nach mir umschaut. Offenbar hat er niemand anderen mehr gefunden (ich war einer der letzten, die das Boot verlassen haben) und kriegt jetzt langsam Panik, dass sein Geschäft flöten geht. Das ist das erste Mal, dass ich ganz froh um die verdunkelten Autoscheiben bin, die hier offenbar zur Serienausstattung gehören und das Bewegen im Straßenverkehr sonst recht schwierig machen (man weiß nie, wo der FahrerIn hinschaut, ob er/sie dich gesehen hat, oder nicht).
5min später im Hostel angekommen, sehe ich noch diesen Sonnenuntergang vom Balkon; darunter ist der Markt, der sowohl tagsüber, als auch nachts betrieben wird.

Beim kurzen „durch das Städtchen schlendern“ sehe ich diese Spur, die von blinkenden LEDs markiert wird (es hat ganz schön lange gedauert, bis ich ein Bild von leuchtenden LEDs hatte). Die Größe und Lage lässt auf einen Radweg schließen, auch dass weiter hinten – natürlich – ein Minibus darauf parkt, trotz zwei ziemlich freien Autospuren daneben.

Und am nächsten Tag sehe ich im weiteren Verlauf tatsächlich ein Fahrrad-Piktogram in diese Spur eingezeichnet. Fahrräder gibt es hier aber nur wenige, umso höher ist diese Aktion einzustufen!
Leider gibt es hier auch keine der gelben Leihräder, bei denen ich mich in Phuket noch registriert habe – und auch keine Räder von anderen Organisationen. Also bleibt nur übrig, in einem recht begrenzten Umkreis rumzulaufen.
Weiterlesen

nach Phi-Phi Island

nach drei Tagen in Phuket war dann auch mal gut. Ich habe ein Boot nach Phi-Phi Island genommen und bin von dort dann weiter nach Krabi ge-fahren/-schippert/-schwommen(?).
Das hieß aber erstmal: früh aufstehen! Der Wecker ging um 07:11 (wie es sich für einen Stuttgarter halt gehört), weil ich ab ca. acht Uhr abgeholt wurde (was dann doch eher 08:25 wurde).
Per Minibus zum Pier und dann auf das Boot einchecken, völlig ohne Sicherheits- oder sonstige Kontrolle. So wie es vernünftige Menschen halt machen.

Laut Plan wären es wohl gute anderthalb Stunden gewesen. Aber ich meine, aus der Durchsage herausgehört zu haben, dass der Käpt’n einen kleinen Foto-Umweg und ein paar Foto-Stopps einlegte. Vorbei ging es an diesen Stoiner:

Weiterlesen