Archiv für den Tag: 24. Juli 2017

Wabamun Lake – Edmonton

was ich ja besonders gut kann: mich nur kurz hinlegen und dann stundenlang schlafen. Auch gestern/heute wieder mal bewiesen. Nach Mitternacht wache ich zum ersten Mal wieder auf und höre immer noch den Regen am Zelt. Ich ziehe die restlichen Radklamotten aus und drehe mich gleich wieder um. Aus Angst vor Bären nehme ich aber noch meine letzte Banane und die Zahnpasta und lege sie auf den Picknick-Tisch 5m von meinem Zelt entfernt. „Bären-Boxen“ will ich nachts im Regen nicht suchen und zum Aufhängen habe ich nix (wird schon nix passieren)….

Bei diversen kurzen Wachphasen in der Nacht hörte ich immer den Regen am Zelt, morgens immer noch. Hier und da mal eine recht starke Windböe. Checkout vom Zeltplatz ist um zwei, wartend hoffe ich, dass das Wetter wenigstens ein bisschen besser wird, es sieht aber nicht danach aus. Irgendwann gehe ich mal zum Büro und frage, dort können sie mir aber auch nix besseres sagen. Also ziehe ich meine immer noch feuchten Radklamotten an und packe das klatschnasse Zelt ein. Bis Edmonton sollen es etwa 65km sein, fast schon ein Katzensprung, bei Regen aber halt wenig spaßig.

Bei Losfahren stellt sich der Wind wenigstens als ordentlicher Rückenwind heraus, mein Regencape tut sein übriges dazu, dass ich heute ohne große Anstrengung einen Schnitt von 27km/h „er-segelt“ hatte. Der Verkehr ist aber ziemlich dicht und es gibt einige Auf- und Abfahrten von meinem Highway. Dazu kommt, dass ich nicht besonders gut sehe, da die nasse Brille natürlich das Sichtfeld ziemlich einschränkt. Ich setzte einfach darauf, dass die Autos mich mit dem wehenden neongrünen Regencape schon sehen und beachten werden. In einem Vorort mache ich noch eine „kurze“ Pause an einem Supermarkt, esse Bananen und einen halben Bananenkuchen und wäme mich hauptsächlich auf. So superdicht scheinen weder das Regencape noch meine Überschuhe zu sein, zumindest fühle mich mich komplett durchnässt.
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