Archiv für den Tag: 28. August 2017

Manitowaning – Lion’s Head

die Nacht heute war katastrophal. Nach dem schnellen Einschlafen bin ich ständig wegen irgend welcher Geräusche aufgewacht und wusste nicht, was es ist. Ab und zu habe ich mit der Fahrradlampe mal ums Zelt geleuchtet um zu schauen, ob da nicht irgendwelche Tiere sind. War aber nie der Fall. Ich bin hier etwa drei Kilometer vom Dorf weg, mehr oder weniger in völliger Wildnis. Ich hoffe jedes Mal, dass es beim nächsten Aufwachen eine halbwegs akzeptable Zeit zum Aufstehen sein könnte.
Endlich es es kurz nach sieben und ich beende diese Nacht. Als ich meine Sachen zusammenpacke, kommt der Besitzer dieses Grundstücks vorbei, Lauren. Seine offizielle Begründung ist, dass er sich um den Rasenmäher kümmern will, der besser nicht im Regen stehen sollte. Hier sieht aber alles so aus, als ob es nicht öfters als einmal im Jahr bewegt wird. Als ich ihm erklären will, was ich hier mache, weiß er schon Bescheid, das Pärchen von gestern Abend hat ihn schon angerufen.
Sein Verkaufskonzept ist interessant, entweder zahlen – oder gegen etwas nützliches eintauschen.
(unter diesen beiden Bäumen im Hintergrund habe ich übrigens geschlafen).

Dann erzählt er mir noch, dass die Welt total in Unordnung sei. Ich weiß nicht so recht, was er damit meint, obwohl ich auch denke, dass einiges nicht stimmt. Es stellt sich heraus, dass er die aktuelle Wetterlage in Texas als biblische Sintflut ansieht und wir doch besser auf Gott hören sollten. Puh – darauf habe ich so früh und nach dieser Nacht echt keine Lust und lasse ihn einfach reden.
Um 8:30 fahre ich langsam los, zuerst mal zurück in den Ort. Ich kann mir Zeit lassen, da der Supermarkt erst um neun Uhr öffnet. Dort hole ich mir einen Bananen-Schokoladen-Kuchen zum Frühstück und ein paar Bananen für die Fahrt. Dann nutze ich noch das Internet bei der Touristen-Information für ein bisschen bloggen und fahre gegen zehn Uhr zur Fähre. Es ist seltsames Wetter, kalt und stark bewölkt – aber es regnet nicht, obwohl es so angesagt war und auch stark danach aussieht.
Gegenwind ist sowieso, das war ja klar.

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