Saskatoon – Davidson

beim „alte Beiträge aufräumen“ finde ich auch noch diesen hier. Nicht allzu alt und schon offenbar mit den neuen Telefon angefangen. Es fehlen nur noch ein paar Kommentare von mir zu den Bildern.
Fange ich mal mit der Landschaft an, vermutlich nicht allzu überraschend.

Überraschender schon eher, dass ich bei McDonalds beim „Frühstücken“ war. Und das auch nur, weil ich beim Walmart war um mir eine Speicherkarte zu besorgen. Im Walmart ist auch immer ein McDonalds. Wenn die Prinzipien sowieso schon über den Haufen geschmissen werden (billiges „wegwerf-Telefon“ anstatt meinem Fairphone), dann kann ich ja auch hier zum Essen gehen. Wobei ich vermutlich der einzige bin, der auf seinem Tablett auch noch die Bananen (und damit etwas „vernünftiges“) vom vorherigen Einkauf hat.

(Obacht: falls jemand diesen Bericht mit kleineren Kindern anschaut, vielleicht besser nicht auf „Weiterlesen“ klicken. Es könnten ein paar Fragen auftauchen, die nicht so gut beantwortet werden könnten.)
Bei diesem Schild frage ich mich, ob sie auch so ein ähnliches Problem, wie mein Telefon haben. Das Telefon reagiert in bestimmten Bereichen entweder gar nicht oder komplett selbstständig. Damit kann ich nix mehr anfangen. Und neue Displays werden im Shop als „Coming soon“ gelistet aber auch überhaupt nicht nach Kanada verschickt. Mal schauen, ob ich den Support von Fairphone mal anfrage, was sie sich jetzt vorstellen….

Und Warnungen vor Jay Walking! Jay Walking war eine Image-Kampagne der US-Autoindustrie, die es geschafft hat, die Straße für den KFZ-Verkehr zu bereinigen. Jede/r andere VerkehrsteilnehmerIn (Fussgänger, Radfahrer, etc) waren „Störer“ und gehören lt. dieser Kampagne nicht auf die Straßen. Erschreckend, dass die Menschen da mitgemacht haben und es wird noch ein/zwei Generationen dauern, bis wir diese Gedanken wieder aus den Köpfen raus kriegen.

Dann außerhalb (ziemlich weit)der Stadt diese Armada von Briefkästen. Häuser sind kaum zu sehen, aber irgendwo müssen die ganzen Briefe ja hin, die hier potentiell angeliefert werden könnten. Auch hier vermutlich eine geschickte Kampagne der kanadischen Post. Briefe kriegt ihr von uns schon – aber nicht an die Haustüre. Damit wären die Briefträger (bzw. -Fahrer) vermutlich auch ziemlich überfordert, bei den Distanzen hier.

Ich fahre inzwischen auf dem Highway #11. Leider hat die Qualität der Straßen wieder etwas nachgelassen. Sie sind gerade noch so mit meinen 6bar 32mm Reifen fahrbar. Aber weder bequem noch komfortabel.

Dass hier „nix“ ist habe ich vermutlich schon mal erwähnt. Das fällt einem besonders dann auf, wenn man mal kurz austreten möchte und auf etwas Gebüsch oder ähnliches wartet. Nix – kilometerweit; vorne, hinten, links, rechts, überall so:

Da bleibt nix anderes übrig: vom Rad absteigen und mitten in der Prärie die Blumen gießen; wohl wissend, dass man vermutlich von jeder/m im ganzen Bundesstaat dabei beobachtet werden könnte.

Jetzt mal zum Thema „am Straßenrand“. Hier liegt viel Müll, vor allem zerfetzte LKW-Reifen und Plastik-Flaschen. Aber auch sonst alles mögliche, was man sich so vorstellen kann. Etwas nützliches habe ich noch nicht gefunden (abgesehen von ein paar Kleidungsstücken/Handtüchern), die ich aber alle liegen lassen habe.
Und heute das!

Hab ich aber auch liegen lassen. Zum einen wüsste ich nicht, was ich damit anfangen sollte und außerdem weiß ich auch nicht, wie ich es transportieren sollte. Der alte „Flugzeug-Trick“: alles Anziehen, was man nicht mehr eingepackt kriegt, funktioniert damit vermutlich eher nicht.
Also nach der Regel der Reisenden handeln: nichts mitnehmen, nichts hinterlassen.

Kurz vor Davidson dann ein Ortsschild, auf dem mal wieder angekündigt wird, was es hier alles gibt. Sogar Internet – das vorletzte blaue Schild ist ein Computer mit den Buchstaben www!
Wie auch immer das hier funktionieren soll. Im Hintergrund ein Zug, die Zivilisation hat sich hier (wie vermutlich in vielen Gegenden weltweit) an bestehenden Gleisverbindungen entwickelt. Was den Nachteil hat, dass in jedem Dorf (wo auch meist die Campingplätze sind), nachts ständig Güterzuglärm zu hören ist. Noch dazu haben sie hier keine Brücken/Tunnel für die Auto/Zug-Kreuzungen. Züge hupen einfach an jeder Kreuzung ziemlich laut, damit es zu wenigen Unfällen mit Autos kommt (die trotzdem rote Ampeln und Schranken haben).

Und wieder ein „weltgrößtes“ – diesmal eine Ölkanne. Ja, diese Tourismus-Industrie – nie um eine gute Idee verlegen.

Was ich mir auch mal anschauen sollte: Sonnenuntergänge hier im Nichts. Soll ziemlich toll sein. Heute habe ich ihn irgendwie knapp verpasst, sonst war es bisher auch meist total bewölkt oder ich habe einfach in andere Richtungen geschaut. Aber ich habe ja noch ein paar Tage Zeit, ein solches Spektakel zu besichtigen….

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