Kaihu – Dargaville

eigentlich fing der Tag ganz gut an.

Bis ich Probleme mit dem Gepäckträger auf den Schotterstraßen bekommen habe.
Erst hat sich die Schraube auf der einen Seite gelöst. Das war ja noch recht einfach zu reparieren, einfach wieder reinschrauben und in dem Zuge die andere nochmal nachziehen.
Aber so ca. 15km später ist die andere dann abgerissen. So eine Scheiße. Langsam habe ich echt die Schnauze voll.
Der nächste Ort ist noch sechs Kilometer entfernt, ich packe diese Tasche auf meinen Rücken und fahre sehr langsam, damit die Halterung nicht auch noch ins Rad kommt, nach Dargaville. Im Hostel klage ich mein Leid und frage nach Läden, wo ich Schrauben kriegen könnte.
Vieles hat aktuell zu, aber ich finde tatsächlich noch einen Laden, der mir eine neue Schraube verkauft – tatsächlich nehme ich sogar vier: eine pro Seite und je eine Ersatz-Schraube.

Die abgebrochene Schraube versuche ich dann sehr erfolglos aus dem Gewinde zu kriegen. Nix zu machen, mit meinem reduzierten Werkzeug. Aber der Besitzer des Hostels wollte sich das nicht mehr länger anschauen und hat mich mit meinem Rad in seine Werkstatt eingeladen, dieses – eigentlich lockere Schraubenstück – rausgebohrt und das Gewinde nochmal nachgeschnitten. Der Gepäckträger ist jetzt wieder dran und ich hoffe, dass er die nächsten 5000km (?) übersteht, wenn ich einfach jeden Tag vor dem Losfahren daran denke, die Schrauben nachzuziehen.
Das schwere Schloss habe ich jetzt auch aus den Taschen genommen und am Rahmen befestigt, es klappert so halt ständig, und die kaputte Jeans, die ich irgendwie immer noch dabei habe, habe ich jetzt auch in der „FREE“-Kiste des Hostels gelassen.

Die heutige Etappe mit 37km zählt dann wohl als „Pausentag“.

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