am Strassenrand

auf dem Weg zur Arbeit ist mir heute doch eine Stopperin oder Tramperin begegnet. Das an sich ist heutzutage schon etwas besonderes. Früher stand immer irgendwer irgendwo. Aber heute, wie gesagt, eine absolute Seltenheit.
Noch sehr viel seltener ist es, wenn eine alte Frau am Strassenrand steht und mit dem ausgestreckten Daumen signalisiert, dass sie gerne mitgenommen würde. Ich schreibe hier nicht respektlos vom Alter – sie war wirklich alt. Ich schätze sie mal auf deutlich über 70!
Eigentlich findet sie das ja überhaupt nicht gut, und würde es auch niemandem raten. Ihre Begründung, dass sie es dennoch getan hat, ist aber nicht anfechtbar: Es fährt halt kein Bus, die Autos fahren sowieso und in den meisten ist noch ein Platz und außerdem hat sie einfach keine Lust auf diesen Fussmarsch über eine knappe Stunde.
Nach fast drei Kilometern war diese Begegnung dann vorbei.
*sing* denn seh‘ ich schneeweißes Haar *sing* ja dann bin ich in Gefahr *sing*
P.S. Ich habe sogar extra umgedreht, um sie doch noch mitzunehmen. Beim ersten Mal bin ich gedankenverloren vorbeigefahren….

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