Archiv der Kategorie: Gedanken

zurück aufs Festland

von einer Insel kommt man ja eher schlecht wieder weg. Wenn es keine Brücken gibt, bleibt nur ein Flugzeug oder ein Schiff. Ich wähle die Fähre, wie bei der Hinfahrt auch schon. Von außen sieht das so aus (und ich wundere mich noch über diese große Bugwelle bei diesem Schiff).

Und innen dann in etwa so. Bei der Fahrt auf die Insel waren noch ein paar andere Fahrräder dabei, auf dieser Tour bin ich der einzige Radler. Aber diese Strecke wird auch stündlich bedient und ich fahre vermutlich zu einer ungewohnten Radler-Zeit. Der Hafen ist etwa 30km vom Stadtzentrum Victorias entfernt, man braucht also etwas Zeit, um dort hinzuradeln.

Weiterlesen

Geburtstag

Tja, da kann man nix machen, einmal im Jahr hat man schließlich Geburtstag – bedeutet mir aber nix, nicht mal, dass es diesmal ein „runder“ ist. Es ist auch nur eine Zahl wie die Schuhgröße, Temperatur oder mein Gewicht. Ist halt so, gibt’s nix zu feiern.

Also gehe ich wieder zum Ort der großen Canada150-Feierlichkeiten und nehme am Pancake-Frühstück teil (auch wenn ich von dem ganzen süßen Zeugs langsam genug habe). An diesem Platz liegen jetzt drei riesige Kreuzfahrtschiffe, die mit ziemlich großem Aufwand gewartet werden. Gestern beim Konzert und Feuerwerk dachte ich mir schon ab und zu, dass da jetzt aber fiese Abgas-Schwaden über die Stadt gezogen sind. Bei dem Schiffsverkehr direkt vor der Stadt und diesen Kreuzfahrtschiffen wundert mich das nicht mehr. Vancouver hat wohl einen der größten und tiefsten natürlichen Häfen weltweit. Dass aber die sehr dreckigen Abgase der Schiffe direkt über die Stadt geblasen werden, ist bestimmt nicht im Sinne der allermeisten Einwohner. Dazu noch ein internationaler Flughafen in der Nähe, Touristen-Helikopter-Flüge und jede Menge Wasserflugzeuge, die sich die Wasserstraße vor der Stadt mit den Containerschiffen teilen.

Zurück zum Urlaub.
Auf diesem Canada Place sind alle Provinzen und die wichtigsten Städte davon in Stein gemeißelt. Mein aktuelle Ziel habe ich mal fotografiert:
Weiterlesen

Transfertag

yeah – heute mal ohne Wecker aufstehen. Endlich Urlaub! Wieder alles zusammenpacken, frühstücken und dann zur Metro-Station. Dort zahle ich die 3,25$ mit 26 Münzen, dabei auch einige US-Cent, die ich noch von zuhause mitgebracht habe. Das Geld wird einfach in eine kleine, durchsichtige Box geschmissen und der TTC-Mitarbeiter (so heißt der Verkehrsverbund hier) hat mir das einfach mal geglaubt. Knapp eine Stunde später bin ich dann am Flughafen,  checke ein und gebe meine 7kg Gepäck auf. Beim Warten aufs Boarding kommt die Ansage, dass der Flieger heute sehr voll sein wird – und das, obwohl alleine Air Canada täglich etwa zehnmal von Toronto nach Vancouver fliegt. Wer also sein Handgepäck nachträglich einchecken will, wäre sehr willkommen. Ich packe meine Jacke, Kopfhörer und Reisepass aus und biete meine zweite Radtasche ebenfalls zum Einchecken an. Ich werde aber bisschen ausgelacht: „this little guy fits everywhere“. Nagut, dann halt nicht. Inzwischen regnet es draußen.

Kurz nach dem Start sind die Wolken weg und ich kriege einen guten Einblick davon, was mich die nächsten Wochen da unten erwarten wird. Beim Flug über die schneebedeckten Rockies kriege ich aber doch ein etwas komisches Gefühl. Und das geht fast eine Stunde so, also ein paar hundert Kilometer Luftlinie. Hm….

Weiterlesen

Reykjavik per Rad

morgens erstmal den Wetterbericht gecheckt und festgestellt, dass es heute relativ gut werden soll; die nächsten beiden Tage ist dann eher „drinnen-blieben-Wetter“ angesagt. Also denke ich darüber nach, mir heute ein Rennrad auszuleihen und die Stadt auf dem Rad zu erfahren. Es gibt wohl ein Hotel, nicht allzu weit entfernt, die laut ihrer Homepage tatsächlich Rennräder verleihen, also laufe ich da mal hin. Der Weg (mitten in der Stadt) erinnert mich ein bisschen an die sehr fehlgeleitete Tour durch Norwegen.

Im Hotel angekommen, wird mir erzählt, dass die Rennräder erst im Juli verliehen werden und mir wird geraten, die WOW-Leihräder zu nehmen. Also probiere ich über das Hotel-WLAN mich bei diesem System anzumelden. Das geht aber nicht, und nicht so spontan. Für eine Monatsmitgliedschaft (die für mich die sinnvollste Alternative scheint), braucht man sowohl eine isländische Telefonnummer als auch eine solche Adresse. Dort werden dann irgendwelche Unterlagen hingeschickt. Als ich meine Erfahrungen an der Rezeption weitergebe, meint er, dass in einem „Partner-Hotel“ wohl doch schon Fahrräder wären und er dort eines holen könnte. Im weiteren Gespräch verquatscht er sich, so dass er mir eigentlich sein eigenes Fahrrad verleihen will. Ist mir egal, ich will ja nur fahren.
Als er wiederkommt, ist es kein Rennrad, sondern nur ein Mountainbike. Naja – auch egal. Nach dem ganzen Theater mache ich jetzt einfach gute Miene und fahre halt damit rum. Weiterlesen

Flug

ich bin ja durchaus schon das  ein oder andere Mal geflogen, aber dennoch hat das ganze Prozedere noch seine Faszination. Nicht nur das ganze Checkin, Boarding und die ganze Warterei dazwischen, auch die technischen Aspekte daran. Selten bekommt man sonst solche Beschleunigungen mit. Ganz zu schweigen von der Aussicht, die man sonst nicht hat und mich immer wieder in den Bann zieht.

Beim Logo der Ukrainian Airline (da im Hintergrund) musste  ich an einen kaputten Kondor (also von der Lufthansa) denken. Ob das wohl Absicht ist? ;~)

Bei der Einreise in Island (der Flug hatte fast eine Stunde Verspätung) lief mir ein Sicherheits- Beamte hinterher und als er mich eingeholt hatte, musste ich ein paar Fragen beantworten. Als ich ihm offenbar versichern konnte, dass ich nur vier Tage hier  bleibe, durfte ich dann auch „rein“. Bei der Ankunft dann die schon bekannte, karge Landschaft. Da habe ich nach einer Weile doch das freie WLAN im Transfer-Bus genutzt.