Archiv der Kategorie: Gedanken

Reykjavik per Rad

morgens erstmal den Wetterbericht gecheckt und festgestellt, dass es heute relativ gut werden soll; die nächsten beiden Tage ist dann eher „drinnen-blieben-Wetter“ angesagt. Also denke ich darüber nach, mir heute ein Rennrad auszuleihen und die Stadt auf dem Rad zu erfahren. Es gibt wohl ein Hotel, nicht allzu weit entfernt, die laut ihrer Homepage tatsächlich Rennräder verleihen, also laufe ich da mal hin. Der Weg (mitten in der Stadt) erinnert mich ein bisschen an die sehr fehlgeleitete Tour durch Norwegen.

Im Hotel angekommen, wird mir erzählt, dass die Rennräder erst im Juli verliehen werden und mir wird geraten, die WOW-Leihräder zu nehmen. Also probiere ich über das Hotel-WLAN mich bei diesem System anzumelden. Das geht aber nicht, und nicht so spontan. Für eine Monatsmitgliedschaft (die für mich die sinnvollste Alternative scheint), braucht man sowohl eine isländische Telefonnummer als auch eine solche Adresse. Dort werden dann irgendwelche Unterlagen hingeschickt. Als ich meine Erfahrungen an der Rezeption weitergebe, meint er, dass in einem „Partner-Hotel“ wohl doch schon Fahrräder wären und er dort eines holen könnte. Im weiteren Gespräch verquatscht er sich, so dass er mir eigentlich sein eigenes Fahrrad verleihen will. Ist mir egal, ich will ja nur fahren.
Als er wiederkommt, ist es kein Rennrad, sondern nur ein Mountainbike. Naja – auch egal. Nach dem ganzen Theater mache ich jetzt einfach gute Miene und fahre halt damit rum. Weiterlesen

Flug

ich bin ja durchaus schon das  ein oder andere Mal geflogen, aber dennoch hat das ganze Prozedere noch seine Faszination. Nicht nur das ganze Checkin, Boarding und die ganze Warterei dazwischen, auch die technischen Aspekte daran. Selten bekommt man sonst solche Beschleunigungen mit. Ganz zu schweigen von der Aussicht, die man sonst nicht hat und mich immer wieder in den Bann zieht.

Beim Logo der Ukrainian Airline (da im Hintergrund) musste  ich an einen kaputten Kondor (also von der Lufthansa) denken. Ob das wohl Absicht ist? ;~)

Bei der Einreise in Island (der Flug hatte fast eine Stunde Verspätung) lief mir ein Sicherheits- Beamte hinterher und als er mich eingeholt hatte, musste ich ein paar Fragen beantworten. Als ich ihm offenbar versichern konnte, dass ich nur vier Tage hier  bleibe, durfte ich dann auch „rein“. Bei der Ankunft dann die schon bekannte, karge Landschaft. Da habe ich nach einer Weile doch das freie WLAN im Transfer-Bus genutzt.

Parkett-Carpaccio

letztens hatte ich noch einen neuen Parkett-Boden in meiner Wohnung verlegt. Zum Zersägen hatte ich so eine Mini-Handkreissäge, mit der man problemlos noch sehr dünne Streifen absägen konnte. Auch wenn andere gerne über dieses Werkzeug’le lachen, finde ich es für solche Zwecke durchaus nützlich.
Und als ich einen solchen Streifen beim Aufräumen mal gegen das Licht gehalten habe, ist mir aufgefallen, dass es dort sogar durchscheint. Vielleicht könnte man es als „Parkett-Carpaccio“ bezeichnen.
Parkett-Carpaccio

Feinstaub

in Stuttgart wurde entschieden, dass die Feinstaub-Saison am 15. April beendet ist. Nach der Entscheidung im Rathaus sollte es danach keine Tage mit erhöhter Feinstaub-Belastung mehr geben. Jetzt ist es aber dummerweise doch wieder vorgekommen. Die bisherigen beiden Ausreden scheinen nicht mehr zu ziehen. Erstens sollten die Heizungen einen Großteil der Schuld haben; das ist jedoch bei den schon frühlingshaften Temperaturen nicht mehr so ganz aktuell. Zweitens hat man immer wieder vom Wetter gehört, Inversionswetterlage und so. Auch diese gibt es gerade nicht, der Dreck kann also abziehen und trotzdem ist hier noch so viel vorhanden, dass die rechtlichen Grenzwerte gerissen werden. (kleines Detail am Rande: der Feinstaub ist ja nicht weg, er ist nur woanders)
In der Stuttgarter Zeitung kann man lesen, dass „die Experten von den hohen Werten überrascht sind“ (Quelle).
Für einigermaßen klar denkende Menschen ist das natürlich keine Überraschung, man kann jeden Tag lesen, dass es keinen Auto-Hersteller gibt, der nicht bei den Abgas-Werten beschissen hat – genau dieses Problem trifft jetzt eben die Stadt-Bewohner. Schließlich fahren täglich hunderttausende von Autos, Lieferwagen und LKWs in Stuttgart, nach Stuttgart rein und raus.
Und während die Stadt früher immer von „3km“ gesprochen hat, die angeblich vom Feinstaub betroffen sind, spricht sie inzwischen schon von „5km“. Wie sie sich diese Zahlen zusammenfantasiert, bleibt jedoch ihr Geheimnis – genügend Messstellen für eine solche Aussage hat sie nicht. Die Zahlen der Luftdaten.info Seite sprechen da eine andere Sprache: Feinstaub-Alarm ist grundsätzlich in der kompletten Stadt.
Und selbst wenn der juristische Grenzwert von 50µg/m³ mal nicht gerissen wird, ist die Feinstaub-Belastung immer noch fast täglich deutlich über 20µg/m³, dem empfohlenen Wert der WHO.
Hier mal ein Screenshot der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (Link):
Feinstaub-Werte

Kleines Detail am Rande:
An der Stelle, wo quasi den kompletten Winter die Ankündigung des Feinstaub-Alarms hing, macht die Stadt Stuttgart jetzt Werbung für „Die Automesse“ auf der Königstraße, das ist die große Fußgänger-Zone, in der dann 150 Autos ausgestellt werden.
Würde man sowas in ein Drehbuch schreiben, würde es natürlich abgelehnt, weil es viel zu unrealistisch wäre. Aber in Stuttgart geht das sogar in der Realität.
Auto-Messe auf der Königstraße

Spezialrad-Messe

Anreise zur Spezi
von dieser „Spezi“, der Spezialrad-Messe in Germersheim habe ich schon einiges gehört. Dieses Jahr ist es soweit: ich fahre tatsächlich mal hin. Neben „normalen“ Lastenrädern gibt es dort – wie es der Name schon sagt – jede Menge Spezialräder. Alles, was man sonst nur in diesem Internet auf Bildern sieht, kann man hier in echt sehen und vieles davon auch direkt fahren. Ich habe mich mal auf ein paar Liegeräder gesetzt – das geht, wenn auch etwas wackelig. Aber ein großer Freund davon werde ich vermutlich nicht. Liege-Trikes dann schon eher. Und ich bin jetzt auch mal so eine „Zigarre“/“Rakete“ gefahren, also ein vollverkleidetes Liegerad, was in der Fachsprache „Velomobil“ heißt. Davon habe ich mir deutlich mehr versprochen. Es hat zwar von der Größe her nicht ganz gepasst, aber das war nicht das Problem. Es hat sich äußerst träge angefühlt, damit dachte ich, dass man mit solchen Rädern viel agiler unterwegs wäre. Schade.
Aber auch gut – denn sonst würde ich mir vielleicht so ein Ding auch noch mal zulegen. ;~)

Den Rückweg habe ich dann (zumindest bis zum Karlsruher Hauptbahnhof) mit diesem Yuba-Rad absolviert. Dies haben wir für die Lastenrad-Initiative von der Firma e-Lastenrad aus Heidelberg zur Verfügung bekommen.
Es kann unter diesem Link natürlich auch schon gebucht werden! Es lohnt sich auf jeden Fall, dies mal zu fahren. Es fährt sich fast wie ein ganz normales Fahrrad; selbst dann, wenn man z.B. noch eine Person hinten drauf sitzen hat. Die großen Taschen, die dabei sind, kriegt man vermutlich mit einem normalen Großeinkauf nicht voll. Und dank eMotor-Unterstützung merkt man von dem schweren Rad auch fast nix.
Rückweg von der Spezi mit Yuba-Rad

WIr hatten auf der Rückfahrt durchaus etwas Spaß mit dem Rad, als wir auf die Fähre warten mussten….

Hobbyhimmel-Imagefilm

in der offenen Werkstatt in Stuttgart-Feuerbach (Hobbyhimmel) wird ein „Image-Film“ gedreht. Was das genau sein soll, ist mir zwar nicht so klar, aber wir vom Lastenrad wurden gefragt, ob wir nicht auch mitmachen wollen.
Getreu Putte’s Motto „Gute Leute müssen gute Sachen zusammen machen“ habe ich einfach mal zugesagt, obwohl ich es mit gesprochenen Wörtern eher nicht so habe. Ich hoffe, das Filmteam wird den größten Mist rausschneiden, sodass man sich den Film gerne anschauen kann.
Ich bin auf jeden Fall mal auf das Ergebnis gespannt!
beim Video-Dreh für den Lastenrad-Teil des Hobbyhimmel-Image-Films

Parkplätze überall!

ich muss zugeben, dass es mit so einem Lastenrad nicht mehr ganz so einfach wie mit einem normalen Fahrrad ist, überall und direkt vor der Türe einen Parkplatz zu finden. Aber mit ein bisschen gutem Willen und etwas Kreativität ist das auch im größten Verkehrschaos um mich herum (wie auf dem Bild gut zu sehen) immer noch machbar. ;~)

überall gibt es Lastenrad-Parkplätze

überall gibt es Lastenrad-Parkplätze!