Rückflug

heute Abend geht der Rückflug. Über Nacht mit einem 4,5h Aufenthalt zw. 22:00 und 02:30 in Abu Dhabi. Ganz nach meiner Devise: Zerstöre Dich komplett, wenn es über die Zeitzonen geht und versuche in der neuen Zeitzone komplett neu anzufangen. Meist funktioniert das ganz gut, in Richtung Westen bei mir sowieso – lange wach bleiben und spät aufstehen habe ich ja perfektioniert.
Aber bis dahin gibt es noch ein paar Stunden in Bangkok. Meine Idee ist es, eine Ecke zu finden, in der alle Fahrrad-Händler sind. Für mich sieht das hier so aus, als ob sich in bestimmten Vierteln alle Händler einer Branche ansammeln. Ist nur die Frage, ob ich sowas hier finden kann. Im Hostel wurde mir, mit der mir schon allzu bekannten Unsicherheit in der Sprache, eine Ecke genannt, also bin ich dort per Taxi hin. Gefunden habe ich zuerst mal so einen Motoren-„Händler“ (oder was auch immer er damit macht). Wie zu erwarten, waren in diesem Viertel jede Menge davon, aber nur der erste macht halt einen besonderen Eindruck. Die Dinger werden auch einfach auf der Straße zerlegt oder repariert, wer weiß das schon. Das Öl läuft natürlich einfach irgendwo hin, da kümmert man sich hier nicht drum.
Bangkok, im Motoren-Viertel
Und falls ich Lust darauf hätte, einen eigenen Tempel zu erbauen, gibt es dafür natürlich auch die entsprechenden Läden. (zur Info: hab ich nicht)
Bangkok, Tempel-Ausstatter
Beim weiteren Rumlaufen habe ich wohl auch die „Bike for Dad“ Strecke gekreuzt, dies sieht mir nach der 9km-Markierung der Route aus. Ich frage mich halt nur, wie sie es geschafft haben, durch diese recht schmale dreispurige Straße 100.000 Radfahrer in einer vernünftiger Zeit durchzuschleusen.wie passen 100.000 Radler hier durch?
Den Rückweg habe ich dann per Fuss (ich hatte ja noch Zeit) und mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln angetreten. Beeindruckt bin ich ja von der simplen Anstell-Anweisung vor den Ticket-Automaten. Ob es funktioniert, habe ich nicht sehen können, mehr als diese paar Leute standen gerade nicht an.Ticketautomaten-Schlange
Kurz danach dann ein Sicherheits-Check, fast schon wie am Flughafen. Allerdings scheint mir das eher eine Alibi-Maßnahme zu sein. Die Checks waren sehr oberflächlich und können dort ohne Durchleutung und sonstige Technik auch gar nicht „vernünftig“ durchgeführt werden, in mitgeführte Taschen wurde z.B. einfach nur ein kurze Blick reingeworfen.ÖPNV Sicherheitscheck
Die letzten zwei Kilometer zum Hostel musste ich wieder laufen, denn das Netz mit den Öffentlichen ist nicht besonders gut ausgebaut. Dabei kam ich auch bei einer Tropen-Klinik vorbei, durch die ich auch noch schlenderte – Zeit hatte ich ja noch.
Dort habe ich dann diese Empfehlungen gesehen: Radfahrer sollten sich gegen Tollwut impfen lassen (habe ich natürlich nicht gemacht).Tollwut-Impf-Empfehlung für Radler
Und außerdem wird davor gewarnt, Essen bei Straßenhändlern zu kaufen. Das habe ich auch nicht beachtet – wüsste auch nicht, wie und wo ich ansonsten hier etwas zu Essen finden sollte. Von dieser Hand-Desinfizierung habe ich nicht mal etwas gehört und ehrlich gesagt, habe ich auch selten eine Gelegenheit gehabt, mal die Hände überhaupt zu waschen.
kein Streetfood essen!
Aber was soll’s ich hab’s bis jetzt ohne irgendwelche Probleme geschafft.
Achja, die Suche nach den Fahrrädern war nicht von Erfolg gekrönt. Diese beiden waren die einzigen Modelle die ich gefunden habe. Vermutlich gab es einfach mal wieder ein Missverständnis irgendwo zwischen mir, dem Taxi-Fahrer und dem Tipp-Geber im Hostel. Was solls, ich habe mit Asien ja sowieso schon abgeschlossen.Ergebnis der Fahrrad-Suche
Auf den letzten Metern bin ich dann durch das Viertel mit den „Sportklamotten-Bedruckereien“ gekommen, war davon aber etwas überrascht, als dass ich hiervon noch einen Nutzen ziehen konnte.
Und das ist mein letztes Bild aus Bangkok, bzw. sogar Asien – der Blick auf den Hauptbahnhof.
letztes Bangkok-Foto

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