Hinton – Edson

es geht wohl langsam wirklich mit dem „platten Land“ los. Auch gestern gab es schon so ähnliche Ansichten. Heute sah es eigentlich den ganzen Tag so aus. Wenn sich die Voraussagen bewahrheiten, wird das wohl auch die nächsten vier Wochen (?) so bleiben. Wenigstens steht der Wind richtig, der kommt ordentlich von hinten!

Ich fahre übrigens auf der #16, dem Yellowhead Highway. Und wenn ich mir diesen Kopf so anschaue (vor allem auch wegen der Farbe) kriege ich sogar hier in Kanada ganz seltsame Assoziationen.

Was gestern Pocahontas war, ist heute Marlboro. Allerdings nix mit rot, sondern im blauen Design. Ob zu dieser Ortschaft mehr als das sichtbare gehört, will ich gerade gar nicht rausfinden.

Das war es eigentlich schon für heute. Vom Fahren gibt’s kaum Bilder, weil alles gleich aussah.
Am Zeltplatz komme ich gerade an und schon wurde ich vom Zeltplatz-Alki gespottet. Er fragt, kaum zu verstehen, ob er mir irgendwas helfen kann. Ich verneine, da ich befürchte, dass er mehr kaputt machen wird, als mir helfen kann. Es ist gerade mal 15:30. Kurz drauf steht mein Zelt und alles ist eingerichtet. Er kommt wieder vorbei und fragt, ob ich ein Bier will. Eigentlich ja nicht, aber ich sage mal zu und folge ihm zu seinem Lagerfeuer. Dort sitzt noch ein nüchterner Kollege, die beiden arbeiten offenbar für die Tarsand/Fracking Industrie, nehmen es aber nicht ganz so ernst und morgen ist sowieso Sonntag. Das versprochene Bier lässt auf sich warten, er holt sich in der kurzen Zeit zweimal eine neue Dose, bringt mir aber keine mit. Stört mich jetzt auch weniger.
Irgendwann verabschiede ich mich wieder, gehe was essen und noch ein bisschen Essen einkaufen.

Sonst bietet diese Stadt nix. Heute, obwohl Samstag, finde ich nichts, der Zeltplatz Besitzer weiß nix (der Alki eh nicht) und auch in der Touristen-Information wird mir nur Karaoke in einer Hotelbar genannt. Diese ganze Stadt macht einen ziemlich anderen Eindruck als Hinton. Während in Hinton offenbar eine aktive Gemeinschaft bestand, die alle möglichen Sachen umgesetzt hatte, scheint das hier alles nicht der Fall zu sein. Geschäfte und Restaurants haben teilweise Samstag (Abend) geschlossen, das Museum ebenfalls. Vielleichzt liegt es an der Lage dieser Stadt. Sie liegt genau zwischen den beiden Richtungsspuren des Highway #16, sowas habe ich bisher auch noch nicht gesehen.
Auf dem Zeltplatz sehe ich beim Wetter prüfen (morgen abend könnte es evtl. regnen, also besser mal etwas früher losfahren) noch zwei Reiseradler vorbeifahren, beide mit Anhänger. Naja, die muss ich wohl ziehen lassen, da sie offenbar nicht in diesem Städtchen bleiben werden.

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