Western Heights – Piha

hier sind gerade Feiertage, mein Radgeschäft hat erst am Mittwoch, 3. Januar wieder geöffnet. Daher entscheide ich mich dafür, einen kleinen Abstecher an den Piha-Beach zu machen.
Die Nackten um mich herum machen es auch sehr anstrengend, halbwegs konzentriert irgendetwas am Rechner zu machen – ich hoffe, die beiden Berichte, die ich vom FKK-Club geschrieben habe, sind nicht mir allzu vielen Fehlern gespickt.

Wobei „kleiner Abstecher“ etwas untertrieben ist. Es sind zwar nur 35km, aber dafür habe ich dabei über 700 Höhenmeter, ich muss über eine kleine Gebirgskette, um vom Auckland aus (nahe 0NN) bis zu diesem Strand (natürlich ebenfalls 0NN) zu kommen.
Es gibt auch mehr Infos dazu, natürlich bei Strava und auch ein solches Video.

Mittendrin geht mein Rad wieder kaputt. Dieses Plastik-Teil, das zwischen Speichen und Kassette am Hinterrad ist, ist irgendwie gebrochen und verrutscht. Mit der Folge, dass ich keinen Freilauf mehr hatte. Es hat ein bisschen gedauert, bis ich den Fehler gefunden habe, mit meinen beschränkten Werkzeug kann ich da natürlich nix richten. Ich entscheide mich einfach dafür, die kaputten Haken irgendwie abzuschlagen und dann geht es wieder. Wie es dazu kam, ist mir aber unverständlich – erst recht an einem neuen Rad. Vielleicht sollte ich mal die Empfehlung rausgeben, niemals ein Specialized-Fahrrad zu kaufen, wenn man nicht – ganz im Harley-Davidson-Stil – vor und nach jeder Fahrt ewig rumschrauben will.

Vor der Abfahrt nach Piha sehe ich in der Ferne noch den Kerikeri-Strand. Mal sehen, vielleicht fahre ich da morgen noch hin (denke ich mir jetzt).

Dann geht es weiter runter, von den 400m bis auf 0m, teilweise mit über 20%.


Der Strand hier ist teilweise schwarz vom Vulkan-Sand. Und dieser Berg nennt sich Lions Rock.

In Stuttgart würde man solche Bäume vermutlich abholzen, hier wird halt ein Schild hingestellt, dass man halt ein bisschen aufpassen soll. Scheint auch zu funktionieren….

Am einzigen Zeltplatz hier unten steht ein Schild, dass es wirklich keine freien Plätze mehr gibt, auch nicht für kleine Zelte, also fahre ich zum Hostel hier im Ort. Auch das ist voll, eine Familie hat scheinbar das ganze Haus für die Feiertage gemietet.
Also fahre ich zurück zum Zeltplatz und als ich gerade ankomme, pfeift mir die Besitzerin hinterher. Das ignoriere ich erst mal (ohne zu wissen, dass es die Besitzerin ist) und stelle mal gemütlich mein Rad ab. Sie fragt mich dann, ob ich hier übernachten will, was ich bejahe. Sie meint nur, dass ich als Radfahrer hier natürlich bleiben könne und da wegen des nicht perfekten Wetters bestimmt ein paar Leute früher abreisen das auch bestimmt kein Problem sein wird. Und wer per Rad über diese Berge gekommen ist, der hat auch einen Schlafplatz verdient.
Das ging einfacher als gedacht.

Von neuseeländischen Campingplätzen war ich gewohnt, dass sie eine voll ausgestattete Küche haben, daher habe ich mir auch Nudeln mitgebracht (sogar über diese Berge). Hier gibts aber keine Töpfe und kein Besteck. Also wieder zur Rezeption und mal nachfragen, ob man da was machen kann. Eigentlich nicht, aber sie haben gerade selbst gekocht und noch einen dreckigen (und eigentlich viel zu kleinen) Topf für meine 500g Nudeln. Ich soll ihn halt morgen früh sauber zurück bringen.
Naja, besser als rohe Nudeln essen. Mahlzeit.

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