New Plymouth – Hawera

tolle Sammlung meiner bisher abgebrochenen Schrauben. Schmeiße ich aber lieber weg, ich kann mir gerade keine sinnvolle Nutzung davon vorstellen. Die anderen Teile sind sowieso schon weggeschmissen oder stecken halt noch im Rad.
Mit neuem Gepäckträger werde ich also probieren die nächsten vier Tage ohne Probleme zu überstehen, bis ich das Rad austauschen kann.

Was ich beim „Aufräumen“ auch noch gefunden habe: zwei Beutel dieses Tees, den ich mir in Quebec gekauft habe, um meine Erkältung zu kurieren. Da ich bei dem Wetter hier – und vor allem wieder radfahrend – kaum mit einer kommenden Erkältung rechnen muss, trinke ich den noch, bevor ich heute losfahre.

Dann geht’s los. Ich entscheide mich für die etwas längere Route um den Vulkan Mount Taranaki herum, auf dem „Surf Highway“ SH45 immer an der Küste entlang. Das hört sich aber spannender an, als es dann tatsächlich ist. Vom Meer sehe ich kaum etwas, die Straße geht recht weit von der Küste weg, schade.
Vom Vulkan ist auch nix zu sehen, außer Wolken.

Das Schild hier ist auch so richtig. „Road courtesy costs nothing“, in etwa „Es kostet nichts, sich höflich und rücksichtsvoll im Straßenverkehr zu benehmen“.

Rechts ist irgendwo nach 5km das Meer, links der Vulkan, von beidem nichts zu sehen. Also recht langweilige 100km heute.

Da kann ich doch hier und da mal anhalten und mir solche verlassene Gebäude anschauen.

Von der kleinen Verletzung, von der ich letztens mal kurz sprach, kann ich jetzt, da ich relativ sicher bin, dass da nix schlimmes mehr passieren wird, wohl auch mal langsam ein Bild zeigen. Ja, das ist wirklich das schlimmste, was ich in den letzten sieben Monaten erlebt habe. Da es recht tief ist, werde ich wohl eine Narbe davon behalten, aber da es nicht die einzige an meinem Körper ist, ist mir das auch ziemlich egal.

In Hawera am Zeltplatz angekommen, sehe ich ein Tourenrad und das gleiche Zelt, wie ich habe, allerdings in grün und nicht in orange. Der Besitzer ist gerade nicht da, also gehe ich mal einkaufen. Bis ich zurück komme, ist er gerade am Essen und wir machen aus, dass wir später mal weiter reden. Später bin ich am Duschen, er wieder weg, dann esse ich, etc. Am Ende des Tages haben wir außer unseren Namen und unseren Herkunftsländern (Jeff aus den USA) nicht viel mehr gesprochen.
Morgen früh werde ich noch ein Bild von den beiden fast identischen Zelten nebeneinander mit den bepackten Tourenrädern im Hintergrund machen.

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