Whanganui – Mangaweka

irgendwie habe ich gestern viel zu viel zum Essen eingekauft, leider auch so unpraktisches Zeug wie frische Früchte (Pflaumen und Tangelos) und Eis, was man nicht so recht auf dem Rad mitnehmen kann. Also bleibe ich einfach bisschen länger und esse es nach und nach auf. Das Eis ist ja auch super, volle fünf Sterne auf dem „Health Star Rating“! Da ich heute lediglich 60km radeln will, kann ich mir ja Zeit lassen, selbst auf diesem Energie-vernichtenden Mountain-Bike brauche ich nicht mehr als 4h dafür.
Ich schaue mich noch etwas um und entdecke fasziniert diese Solar-Dusche, die in ihrer zweiten Funktion sogar noch als Kissen dienen kann. Ein Meisterwerk der Produkt-Fotografie!

Was mir dieses Städtchen sehr sympathisch macht: es gibt einen Aufzug, mit dem man den etwa 70m hohen Anstieg bewältigen kann und der ist sogar für Fahrräder geeignet. Zuerst muss man aber durch einen Tunnel bis zum Aufzug fahren. Das erinnerte mich doch ein bisschen an den Elbtunnel in Hamburg – aber gut, Tunnel ist Tunnel.
Oben angekommen hat man tatsächlich einen schicken Blick über die Stadt.

Und es steht sogar ein großer Turm, der allerdings ein Schild am Eingang hat, dass er Erdbeben-anfällig sein soll. Er wurde im Gedenken an die gefallenen Einwohner dieser Stadt im ersten Weltkrieg errichtet.

Oben dann eine Kuppel, die mich entfernt an die Kuppel im Reichstag erinnerte, nur halt in viel kleiner und die auch schon von dieser „wir-sind-so-verliebt-Vorhängeschlösser-Seuche“ befallen ist.
Von dort sieht man dann sogar noch besser auf die Stadt herunter.
Oder halt auf das eigene Fahrrad, das ich – natürlich nicht abgeschlossen – direkt vor der Türe geparkt habe.

Genug rumgekaspert, langsam sollte ich mich echt auf den Weg machen. Es sieht heute auch wieder ein bisschen interessanter aus.

Als ich in der nähe meines Zieles ankomme (Vinegar Hills Campground), stelle ich fest, dass ich von dort aus nur noch über Schotterstraßen weiterkäme. Also wird der Plan umgeschmissen und ich fahre noch gute 30km auf dem Highway weiter, sogar etwas nördlich. Davor fotografiere ich noch die Schafskulpturen hier in Hunterville; ein schwarzes Schaf habe ich in der freien Wildbahn aber noch überhaupt nicht gesehen.

Ich komme in Mangawaka an und bin etwas überrascht, dass es hier keine Supermarkt gibt. Daran habe ich bei der Umplanung überhaupt nicht gedacht und frage mich jetzt, wie ich wohl mit vier Bananen und zwei Schokoriegeln die morgige Etappe schaffen soll….
Das lokale Cafe, protzig als „International Airport“ benannt, hilft mir nicht weiter, es scheint geschlossen zu sein.

Und auch sonst wird das eher schwierig, auf der kompletten „Scenic Route“, die 95km lang ist, wird es morgen nichts zum Essen geben. Also muss ich meine Vorräte wohl gut einteilen, zum Glück habe ich heute Vormittag schon sehr ordentlich (sprich: viel) gegessen….

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