Little River – Akaroa

es regnet und regnet und regnet. Nie so richtig viel, aber trocken ist es leider auch nicht. Und da ich heute nur 35km bis Akaroa fahren will, versuche ich möglichst eine 2-3h Lücke im Wetter ohne Regen zu finden. Wenn ich fahre und es dabei zum Regnen anfängt ist das zwar etwas blöd, aber schon im Regen los zu fahren ist gar nicht mein Ding. Vor allem, da das Zelt dann ja auch ganz nass ist.

Ich sitze als auf dem Zeltplatz und warte und warte und schaue mir den trüben, grauen Himmel an. Als es langsam etwas weniger grau aussieht, verfrachte ich das Zelt mal unter Dach und hoffe, dass es möglichst weit trocknet, bis ich dann evtl. losfahren kann. Eine weitere Nacht will ich nicht unbedingt hier bleiben.
Endlich, so gegen sechs Uhr abends ist es dann soweit und ich beschließe, dass es jetzt trocken bleibt.

Ich habe einen fast 500m hohen Berg vor mir und danach noch ein paar kleinere, dafür steilere Hügel (siehe Video unten). Das hat mir schon jeder Radfahrer erzählt, den ich so getroffen habe. Daher habe ich es gestern auch nicht mehr gemacht.

Die Aussicht ist zwar nicht schlecht, aber ohne diese Regenwolken wäre es doch noch viel besser.

Meine Entscheidung war recht gut, es war tatsächlich die ganze Fahrt über trocken. Vor dem einen Hostel in Akaroa wurde ich von einer Radlerin in Christchurch gewarnt, da es dort Bettwanzen geben soll. Ihre Stiche sahen auch sehr schlimm aus, aber meiner laienhaften Meinung nach waren das keine Bettwanzen (aber keine Ahnung, was sonst).
Leider war das das einzige Hostel mit einem freien Bett.

Ich könnte noch etwas weiter zu einem Campingplatz fahren, aber da es bereits dunkel wird und das noch weitere 6km bergauf und evtl. auf einer Schotterstraße liegt, lasse ich das für heute sein.
Ich nehme einfach meinen Seide-Innenschlafsack mit in das Hostel und hoffe auf das Beste mit den Wanzen.

Ich kriege hier noch ein Zensus-Formular in die Hand gedrückt. Das muss jeder Mensch ausfüllen, der sich am 6. März in Neuseeland aufhält. Natürlich mit allen möglichen sinnvollen und unsinnigen Fragen, ich muss als Tourist nur die wenigsten beantworten und bin jetzt wohl nochmal in den neuseeländischen Datenbanken gespeichert.

 

Relive ‚kurz und hügelig nach Akaroa‘

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