Arnhem – Rheine

wenn mir die Leute hier was erzählen, verstehe ich kein Wort. Aber wenn ich solche Schilder sehe, dann kann ich doch ein bisschen was von dieser Sprache hier verstehen. Ich bin wohl eher der visuelle Typ.
Und was hier der Grund für ein „Achtung-Schild“ ist, ist in Deutschland gerne mal ein ganz normaler, benutzungspflichtiger Radweg.

Auch hier in den Niederlanden gibt es Kraftfahrtstraßen, wie man ganz links über dem Deich sehen kann. Aber das macht mir überhaupt nichts aus, denn ich habe daneben – und in dem Fall sogar durch den Deich geschützt – meinen eigenen Weg.

Dann ist der Ausflug zu unseren Nachbarn schon wieder zu Ende und ich komme wieder nach Deutschland. Dieses Bild ist mir so auf die Schnelle eingefallen, ich denke, jede/r kann erraten, was ich damit wohl sagen will.

Und jetzt geht der Mist mit den Radwegen auch schon wieder los. Es ist noch verpflichtend, hier auf dem Radweg zu fahren, aber das Zusatzschild deutet schon an, dass es sowieso nur noch 100m so ist. Ist es ein Kontroll-Zwang der Stadtverwaltung, die so etwas anordnet? Denken die, dass die Radfahrer nicht in der Lage sind, selbst zu entscheiden, wo sie fahren können? Oder denken sie einfach: „Sind ja bloß Radfahrer“?

In dem Stil ging es dann weiter bis Rheine, wo ich nach 135km dann keine Lust mehr hatte, gegen den Wind zu radeln (der „typische“ Ostwind, den wir in Deutschland ja so gerne haben).
Weil sie dort in der Jugendherberge mit der DJH-Nummer, die ich über meine Mitgliedschaft beim kanadischen „Hostelling International“ bekommen habe, nichts anfangen können, quartieren sie mich einfach als Kanadier ein. So kommt vielleicht die ein oder andere „sonderbare Statistik“ zustande („wir hatten letztes Jahr 300 Schulklassen, 200 Radfahrer und einen Kanadier bei uns“).

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