Männer, die auf Vögel starren

es geht auf den Rückweg. Ungefähr 650km trennen mich vom Fahrrad-Verleih, wobei ich zwingend nur noch etwa 250km radeln muss. Danach wäre ich an der Bahnlinie und könnte jederzeit einsteigen. Und ich habe noch bis zum Samstag, 12. Dezember Zeit. Wobei ich eigentlich schon am 10. dort (in Hua Hin) sein will um beim nationalen „Bike for Dad“ Event teilzunehmen; dies hat wohl der Prinz zum Geburtstag des Königs organisiert.

Bis dahin bleibt mit noch diese Landschaft und (hoffentlich) auch noch genug Sonne.

Auch ungewohnt, dass man hier mitten durch aktive Baustellen fahren darf. Ich hab ganz schön blöd geschaut, als mir auf meiner Spur plötzlich eine Flotte (von immerhin zwei) Motograder entgegen gekommen ist. Kurz drauf wäre ich im losen Kies beinahe gestürzt und war zum ersten Mal über die etwas breiteren Reifen froh.

Ja, und dann war da diese Ansammlung. Auf beiden Seiten von den gefüllten Vogelkäfigen standen Männer und schauten sie an. In den paar Minuten, die ich das Spielchen anschaute, passierte einfach nix. Bin dann lieber weiter gefahren.
Das hier soll eine Bicycle Rest Area sein. Wie man sein Rad auf dieses Podest bekommen soll, ist mir allerdings ein Rätsel. Und was es zu einem Fahrrad-Pausenplatz machen soll, weiss ich auch nicht. Es ist halt ein Tisch mir ein paar Stühlen.
Nachmittags habe ich dann das gebuchte Hotel nicht gefunden (wie das Ortschaften/Strassennamen-System hier funktioniert ist mir immer noch unklar). Aber ein Polizist konnte mir nach einer Stunde erfolglosem Rumsuchen ein anderes Guesthouse zeigen. Dafür musste ich ihm lediglich 200m auf seinem „Mickey Mouse“-Moped hinterher fahren. Natürlich spricht hier im touristisch nicht erschlossenem Hinterland niemand englisch. Ein Fingerzeig auf die Motel-Preisliste und die Übergabe des entsprechenden Geldbetrages ist die einzige Kommunikation.

Das gleiche Problem gibts auch beim Essen. Kein Restaurant hat eine englische Speisekarte, um das „einfach draufzeigen“-Spiel zu spielen und reden fällt aus. Bei den Straßen- und Markt-Verkäufern kann man zwar zeigen, aber man weiss nie was die verkaufen und zu welchem Preis. Da ich heute recht viel geradelt bin und den ganzen Tag noch nix as, muss wenigstens irgendwas her. Ich habe Waffeln (die nach Mais schmeckten) und diese Pfannkuchen-Art genommen.
Mal sehen, ob ich morgen ein Restaurant finden werde….

Ein Gedanke zu „Männer, die auf Vögel starren

  1. peter

    Stoffel, ich kann nicht glauben dass du in Thailand hungrig bist – das darf nicht passieren.
    Geh einfach an der Straße essen. Orientiere dich daran wo viele Einheimische essen; Bauarbeiter und Schulkinder waren mir immer ein guter Fingerzeig.
    Das mit dem Preis geht so: mach den Taschenrechner auf deinem Handy an, und lass eintippen.

    Viel Erfolg, guten Appetit!

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