letzte Etappe

ach, Thailand, du machst mir den Abschied aber auch nicht besonders schwer. Trotz guter Wettervorhersage war heute miserables Wetter. Es sah ungefähr so aus, und zwar die meiste Zeit. Glücklicherweise habe ich aber immer rechtzeitig vor den grossen Schauern einen Unterstand gefunden.
Das ganze Spritzwasser der letzten Tage und der Staub und Dreck hat den ganzen Antriebsstrang ziemlich mitgenommen, jede Pedal-Umdrehung – vor allem unter Last – schrie nach Öl. Ich habe aber keins, muss ich mir für die nächste Tour merken.


Mein Lieblings-Baustellen-Fahrzeug ist mir auch mal wieder begegnet. Wer jetzt denkt, dass so ein Moto-Grader nicht allzu spannend klingt, der sollte so ein Ding einfach mal fahren! Seitdem habe ich nämlich eine ganz andere Meinung davon.
In dem Fall hat er mal nichts begradigt, sondern das ziemliche Gegenteil veranstaltet.
Mitten auf der Küstenstrasse war dann auf einmal dieser unglaubliche Berg. Die Aussicht ist zwar toll, aber das Hochstrampeln hatte überhaupt keinen Spaß gemacht.
Auf der anderen Seite war das Wetter aber auch nicht besser, wie auch. Das schlechte Wetter (hört mir auf mit dem „schlechte Klamotten“-Spruch!) kam ja schliesslich von rechts, also direkt vom thailändischen Golf.
Der recht grosse Buddha kam aus dem Nichts, er tauchte einfach nach einer Kurve auf.
Kurz vor Schluss der Tour wollte ich noch eine kleine Abkürzung nehmen; auf dem Highway sind an allen Ein- und Ausfahrten am Mittelstreifen Trampelpfade von Menschen und Mopeds, die einfach viel zu praktisch veranlagt sind, um den „korrekten“ Weg zu nehmen, nämlich den U-Turn wenige hundert Meter später. Praktisch und pragmatisch trifft auf mich ja auch zu und daher mache ich das auch. Dummerweise war just in dem Pfad eine grosse und recht tiefe Matschpfütze, ich konnte knapp noch durchfahren, das Rad sah aber unglaublich dreckig aus. Als ich diese Autowaschanlage sah (manchmal kommt’s halt wie gerufen) machte ich einfach wieder ein Päuschen (zufällig regnete es auch wieder). Die Leute dort schauten so, als ob das noch nie vorgekommen ist. Als sie dann das volle Programm (nach dem Abkärchern noch einseifen, nochmal absprühen und dann noch trocknen, alles irgendwie manuell) abspulten schaute ich hingehen nicht schlecht.
Zum Essen: es gibt hier Restaurants, die einfach nur so lange offen haben, wie sie noch vorbereitetes, bzw. vorrätiges Essen haben. Danach ist zu und das sieht dann halt so aus, dabei wäre ich schon gespannt gewesen, was es dort gegeben hätte….
Auf dem weiteren Weg sind mir dann halt diese drei gebratenen (?) Bananen in die Hand gesprungen.
Nach guten 1000 Rad-Kilometern ist der Rad-Urlaub jetzt zuende. In den nächsten Tagen werde ich das Rad wieder abgeben und zurück nach Bangkok fahren. Irgendwie kommt es mir jetzt schon länger als die tatsächlichen dreinhalb Wochen vor.

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