mit Geld hat man politischen Einfluss

unsere Regierung lässt jedes Jahr einen „Armuts- und Reichtumsbericht“ von einem neutralen Forscherteam erstellen. Diese Studie wird wohl erst im Frühjahr 2017 erscheinen, die Organisation LobbyControl wurde offenbar dazu eingeladen, im Beraterkreis an dieser Studie mitzuarbeiten und hatte somit Einblick in die Original-Ausgabe des Forscherteams. Diese konnten sie dann mit der zu veröffentlichenden Version vergleichen, die von mehreren Ministerien „Korrektur gelesen“ wurde. Dabei sind einige brisante Ergebnisse einfach raus gestrichen worden. In dem Artikel wird von „Streichwünschen“ und „Zensur“ gesprochen. Das Fazit lautet:
„sucht man vergeblich nach den Begriffen Lobbyismus, Einflussnahme, Machtungleichgewichte oder Stiftungen. Die entsprechenden Passagen wurden in der Abstimmung zwischen den Ministerien komplett gelöscht. In einem anderem Kontext nennt man so ein Verhalten: Realitätsverweigerung.“
oder – mit einem Satz:
„Reiche finden in der Politik mehr Gehör.“
(Quelle)

Dazu fällt mir das Ungleichgewicht ein, von dem ich vor kurzem gelesen habe: Als „armer“, bzw. bedürftiger Mensch ist man vor dem Staat quasi gläsern. In allen möglichen Behörden muss man in den nötigen Anträgen so viel von sich preisgeben, dass selbst der letzte Cent öffentlich gemacht wird. Im Gegensatz dazu haben „reiche“ Menschen ziemlich viele Freiheiten und können selbst Steuergesetze so auslegen, wie sie (oder ihre Steuerberater) es für richtig halten um möglichst keine Steuern zu zahlen. Nur alle paar Jahre müssen sie mal kurz Angst haben, wenn mal wieder eine sog. Steuer-CD auftaucht und ein paar von ihnen auffliegen.
Einen Reim kann ich mir darauf noch nicht machen, vermutlich muss ich erst mal die Seite der „Reichen“ kennen lernen.
Und jeden Tag frage ich mich wieder: Wieso können nicht alle Mensch friedlich zusammen leben? Nicht immer nur die anderen über den Tisch ziehen, egoistisch und stur nur nach dem eigenen Wohle streben, sondern auch mal ein bisschen altruistisch denken und handeln?

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