Merrickville – Ottawa

ich stehe so kurz nach sieben auf, die „Nachbarn“ krabbeln auch gerade aus ihrem Zelt. Es scheint trocken zu sein und hat nachts scheinbar auch nicht geregnet. Bevor ich richtig wach bin, haben die Nachbarn schon beschlossen, in den kleinen Ort zum Frühstücken zu gehen – ob ich denn mitkommen möchte? Ich überlege nicht lang, da ich nur noch ein Banane habe, und sage zu. Beim Frühstück reden wir über alles mögliche, nachdem ich das Thema von meiner Radtour gewechselt habe. Es kommt immer wieder sehr unglaubwürdig bei den Kanadiern (und vielen anderen Nationen) an, wenn ich sage, dass ich in Deutschland ab dem ersten Tag im Job ganz normal sechs Wochen Urlaub habe; und diese Art des Sabbatical wünschen sich auch viele. Vielleicht muss man erst mal im Ausland gewesen sein, um zu wissen, wie gut es uns in Deutschland doch geht.
Trotzdem werde ich von Kate und Ryan zum Frühstück eingeladen, als es zum Bezahlen kommt. Selbstverständlich bedanke ich mich ganz ordentlich dafür. Wir gehen zurück und packen langsam alles zusammen. Bis der Parkwächter kommt, sind wir weg.

Kaum bin ich auf der Straße, fängt es auch schon an zu regnen. Diesmal wieder etwas neues: Nieselregen zum Gegenwind. Und das den ganzen Tag. Obenrum habe ich die Regenjacke an und werde dort vom Schweiß von innen naß, untenrum habe ich keine Regenhose an und werde dort vom Nieselregen in etwa genauso naß. Das nagt echt alles an der Motivation.

In Ottawa angekommen ziehe ich doch noch die Regenhose an, da es hier zu einigen stärkeren Schauern kommt und ich es nicht immer schnell genug unter eine Brücke oder sonstigen Unterstand schaffe. Grundsätzlich geht es durch die ganze Stadt ohne eine nennenswerte Ampel auf einem relativ gut ausgebauten Radweg am Fluß durch den Park.

Im Hoste schmeiße ich erstmal die Waschmaschine an, das ist echt mal wieder dringend nötig, nicht nur um wieder trocken zu werden. Aufgrund des späten Ankommens und weil es immer noch regnet habe ich auch gar keine große Lust, noch eine Tour durch die Stadt zu machen und lasse es daher auch konsequent sein. Mal schauen, ob ich es nach meiner Radtour nochmal irgendwie hierher schaffe.

Abends sitze ich am „Computer“ und kümmere mich bei ein/zwei lokalen Craft-Bieren mal wieder um die Blogbeiträge der letzten Tage. Die Auswahl war gar nicht so einfach, es gab ein ganzes Regal voll mit diesen lokalen Craft-Bieren und ich bin ja wahrlich kein Profi bei dem Thema.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.