Ottawa – Rigaud

beim Aufstehen fällt mir erst mein Kopfkissen-Bezug auf: Superman!
Ob das einfach Zufall war, oder ich das absichtlich beim Einchecken hier im Hostel bekommen habe, lässt sich aber nicht mehr klären. ;~)

Ich wollte es heute etwas gemütlich angehen lassen und noch diese interaktive Multimedia-Ausstellung Kontinuum anschauen. Bei meinem Glück hat die aber gerade heute aufgrund eines geplanten Strom-Ausfalls geschlossen.

Nagut, dann halt nicht. Zurück auf die Straße. Allerdings gestaltet sich das Rauskommen aus dieser Stadt etwas schwieriger, als das Reinfahren. Der von mir ausgesuchte Radweg ist geschlossen und die Umleitung mal wieder so miserabel beschildert, dass ich sie bald verliere. Also bleibt mir nicht viel anderes übrig, als irgendwie kreuz und quer durch die Stadt zu fahren und an jeder zweiten Kreuzung anzuhalten und meine Route zu überprüfen. An solchen Rad-Infrastruktur-Highlights halte ich natürlich auch an, um ein Foto zu machen. Es ist ein Zwei-Richtungs-Radweg und auf meiner Spur, der rechten, steht mittendrin ein Laternenmast und weiteres Zeugs.

Endlich habe ich es aus der Stadt raus geschafft und sogar den Prescott-Russell-Trail gefunden. Da das Schachbrett-Muster der Straßen hier schräg zu meiner Richtung verläuft, dieser aber genau in meiner Richtung angelegt ist, probiere ich ihn aus, obwohl er nicht asphaltiert ist.
Es ging zeitweise durch kleinere Wäldchen

oder einfach so übers Land. Das meiste davon war, trotz Schotter, sogar recht gut zu fahren, ich hatte mir die Oberflächen-Qualität deutlich schlechter vorgestellt und schon damit gerechnet, irgendwo abbrechen zu müssen und auf die normalen Straßen zu müssen. Aber ich muss sagen, dass dieser Trail besser war als vermutlich 98% aller „richtigen“ Straßen hier in Kanada.

Gesehen habe ich auf diesem Trail kaum Menschen. Hier und da, vor allem in der Nähe von Ortschaften, waren mal Jogger, Spaziergänger oder andere Radfahrer unterwegs. Das hielt sich aber stark in Grenzen.

Als ich dann so langsam realisiert habe, dass ich nur noch wenige Kilometer von der Grenze Ontario-Quebec entfernt war, habe ich nochmal ein bisschen Gas gegeben und habe diese Provinz verlassen, obwohl es eigentlich schon etwas zu dunkel (und auch ziemlich kalt) zum Fahren war.

Bei der Touristen-Information, die natürlich schon längst geschlossen hatte, gab es auch einen größeren LKW-Parkplatz. Also dachte ich mir, dass ich dort mit meinem Zelt sicherlich auch problemlos „parken“ darf. Ich kaufe noch schnell ein bisschen zum Essen und als es dann stockdunkel ist, baue ich mein Zelt auf. Den Wecker stell ich trotzdem mal auf sechs Uhr.

Ein Gedanke zu „Ottawa – Rigaud

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