Ingonish Beach – North Sydney

es hat nachts wieder geregnet, zwar nicht viel und mein Zelt hat dicht gehalten. So richtig hört es auch nicht mehr auf, ich warte immer mal wieder ein bisschen, aber es regnet und regnet und regnet. Ich packe das Zelt ein, natürlich ganz nass und treffe dann auf dem Zeltplatz noch zwei Mädels aus Berlin, die offenbar eine Autopanne haben. Beim Auto geht gar nix mehr, die eine meint, dass sie das schon mal hatte; bei diesen Ford-Modellen soll es wohl üblich sein, dass die Elektrik bei zu viel Wasser streikt. Sie warten schon seit drei Stunden auf den Abschleppwagen. Ich bin ganz froh über mein Fahrrad und fahre langsam los.

Das aktuelle Wetterradar für ganz Kanada (zumindest dort wo die Stationen stehen), zeigt eigentlich nur in meiner Gegend Regen an. So ein Mist.

Das sieht dann in etwa so aus – mal wieder so, wie ich es schon mal hatte. Den ganzen Tag in so einer Art Wolken/Nebel/Niesel/Regen.

Ich habe recht früh schon wieder meine Regensachen angezogen. Heute war es schon nötig, und trotzdem bin ich ziemlich nass geworden.

An diesem Friedhof bin ich auch vorbei gekommen: mit Ocean View! Das wäre mir als Toter ja unglaublich wichtig.

Die Wolken sind zeitweise ziemlich tief.

Es gibt auch mal wieder eine Fähre auf dem Weg, die über ein Stahlseil gezogen wird.

Auf der anderen Seite geht es wieder nach oben und von dort sieht die Fähre so aus: es gibt eine ziemlich lang Landzunge, die für mich recht menschen-gemacht aussieht. Warum sie dann nicht noch eine Brücke hingebaut haben, verstehe ich nicht so recht.

Zurück auf der Fähre ist mal wieder Selfie-Zeit, auch wenn die ganze Überfahrt nur zwei Minuten dauert.

Den ganzen Tag ist heute Regen. Und zu allem Überfluss habe ich noch festgestellt, dass eine Speiche in meinem Hinterrad gebrochen ist. Ich habe ein ganzes Weilchen gebraucht, um von dem ungewohnten Geräusch von hinten auf diese kaputte Speiche zu kommen. Die habe ich dann mal rausgenommen, damit nicht noch mehr passiert und bin dann so weiter gefahren. Morgen werde ich dann wohl mal in einem Fahrradgeschäft vorbeifahren, um das richten zu lassen.

Über diese Brücke, hier gerade in den Wolken, muss ich dann auch noch rüber.

In die andere Richtung geschaut, sieht das so aus. Auch alles voller Wolken und Regen.

Als ich dann an meinem potentiellen Ziel ankomme, muss ich feststellen, dass beide Zeltplätze, die es hier gibt, geschlossen sind. Ich klingle trotzdem mal bei dem einen und frage, ob er etwas weiß. Er überlegt lange und will mir ein Motel raten, zu dem ich zurück fahren muss. Während den ganzen, langen Überlegungen kommt er nicht auf die Idee, mich auf seinen Zeltplatz zu lassen. Ich muss aber sowieso in die andere Richtung um mal endlich wieder etwas zum Essen zu kaufen. Auf dem Weg dorthin komme ich mal wieder an einer Bibliothek vorbei, wo ich mit der Hilfe der Angestellten und dem WLAN dort ein halbwegs günstiges Bed&Breakfast in meiner Richtung finde – ohne wieder zurück fahren zu müssen.

Dort bin ich dann mehr oder weniger noch im letzten Tageslicht angekommen und bin auch an der Fähre nach Newfoundland vorbei gekommen. Die letzten Meter des Trans-Canada-Highways auf meiner Reise. Von jetzt an gehts wieder zurück nach Halifax, wo ich dann versuchen werde, mein Rad zu verkaufen.

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