Auckland – Mirinda Hot Springs

als einer der Vulkane mitten in der Großstadt Auckland ist es natürlich ein weiterer Foto-Beweis für meine Radtour. Das mache ich aber ganz ohne Fahrrad, denn das ist beim Service. Ich hoffe, dass die das Rad in einen Zustand bekommen, in dem ich es die nächsten acht Wochen noch fahren kann.

Oben auf dem Gipfel dann ein solches „Gipfelkreuz“. Solche Gebilde habe ich auf der bisherigen Tour schon ein paarmal gesehen, aber natürlich nicht mit der Stadt im Hintergrund.

In die andere Richtung geschaut, sehe ich ein solches Häusermeer. Lauter normale Häuser, keine Hochhäuser.

Stuttgart habe ich auf der Kilometer-Anzeige nicht gesehen, nur Berlin und Frankfurt. Beide sind aber ziemlich weit weg.

Am nächsten Tag ist dann ein Sturm angesagt, mit ziemlich starkem Regen. Also beschließe ich, einen zweiten Pausentag einzulegen. Im Nachhinein lese ich, dass es in 24h soviel geregnet hat, wie sonst in zwei Monaten.

Am Tag drauf ist es immer noch kein gutes Wetter, aber irgendwie will ich halt weiter. In der verregneten Stadt zu bleiben reizt mich gerade gar nicht. Was mich interessieren würde, wäre eine Banksy-Ausstellung. Die öffnet aber erst heute Nacht, und nur dafür will ich nicht noch eine weitere Nacht hier bleiben.
Mein Weg führt sich durch einen Park, der allerdings geschlossen ist. Am Eingang steht die Security und lässt niemanden rein. 100m weiter geht jedoch ein Fußweg in den Park und da steht niemand. Also nehme ich diesen Weg und muss im Park jeder Menge abgebrochener Äste ausweichen. Es scheint tatsächlich recht wild gewesen sein.
Solche Infrastruktur sehe ich hier auch und frage mich:
1. wieso gibt es das nicht in allen Wohngebieten?
2. wieso braucht man solche Elemente überhaupt, um die Autofahrer an ihre Vorsorge-Pflichten zu erinnern/zwingen?

Die weitere Tour geht ziemlich ungemütlich an einer recht großen Straße entlang. Ob dieses Zeichen nun die Radfahrer vor irgendetwas warnen will, oder die Autofahrer vor Radfahrern – ich weiß es nicht.

Draußen aus der Stadt ist es wieder gemütlicher zu fahren. Ich treffe kaum noch Autos. Aber dafür immer noch Regen. Zum Glück aber Rückenwind.

Eigentlich hätte ich hier entlang fahren sollen, dort wäre es auf einen Radweg gegangen. Diese Straße ist wegen Überflutung aber gesperrt. Also fahre ich noch ein paar Kilometer auf der normalen Straße weiter, bis ich zum Zeltplatz komme.

Am Zeltplatz erfahre ich, dass es aufgrund des Sturmes hier weder Wasser noch Strom gibt. Und Zelten würden sie mir auch nicht empfehlen. Zum einen ist der Platz sehr matschig und außerdem stehen überall Bäume. Es kommt noch ein zweiter Radler an, der mit der Situation nicht besonders glücklich ist, sein Bedenken ist, dass er seine Schuhe trockenen will. Es ist schon halb sieben und zum einen gibt es in 40km Umkreis keine Alternativen (selbst wenn, wie sieht es dort aus?) und zum anderen wird es bald noch dunkler. Er geht zurück zur Straße und will irgendwohin trampen. Ich überlege noch etwas, als das Pärchen ankommt, dass ich noch in Auckland mal kurz getroffen habe. Jetzt kommt etwas Bewegung in die Sache. Die „Cabins“, die auf dem Zeltplatz sind, werden uns nun für den Preis eines Zeltplatzes (26$) anstatt des regulären Preises 60$ angeboten. Da schlagen wir zu.
Die Managerin ist zwar mit allem überfordert, zitiert aber die (selbsterstellten) Regeln, dass sie bei Unwetter-Folgen keine Preisreduktionen vornehmen können, ihr Mann schritt allerdings ein und machte klar, dass wir Radfahrer lieber in Sicherheit sein sollen, anstatt weiterzufahren oder unsicher zu zelten.
Mobiles Internet oder Telefonnetz gibt es auch keines, also lege ich mich einfach ungeduscht ins Bett und hoffe, dass es morgen besser wird.

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