Mirinda Hot Springs – Te Ahora

die Wettervoraussage ist immer noch nicht perfekt, aber die Aussicht, noch länger an einem Zeltplatz ohne Strom und Wasser zu bleiben ist auch nicht gerade toll.
Also aufs Rad und losfahren. Ich begegne noch eine Gruppe von 13 Deutschen, die hier eine geführte Tour fahren, teilweise mit e-Bikes. Als ein kleiner Schauer einsetzt, machen die hektisch eine Pause, um Regenklamotten anzuziehen. Ich entscheide mich dafür, weiter zu fahren und hoffe, dass der etwas stärkere Nieselregen nicht schlimmer wird. Schließlich muss man bei leichtem Regen immer abwägen: nass durch den Regen zu werden oder durch den Schweiß von innen in den wasserdichten Regenklamotten?

Meine Entscheidung war nicht so schlecht, kurz drauf hat es schon wieder aufgehört. Und mal wieder angefangen und mal wieder aufgehört und angefangen, aufgehört, ….
Heute fahre ich ganz ohne Berge auf einer alten Bahnlinie entlang. Und sogar durch den ersten Tunnel. Warum der hier war und nicht irgendwo, wo er an irgendwelchen steilen Bergen echt nützlich gewesen wäre?

Diese Vogel-Familie ist vor mir über den Weg gelaufen. Vögel gibt es hier viele. Und Insekten auch. Es krabbelt ständig irgendetwas auf mir rum, gerne im Gesicht. So schlecht wie die Nachricht mit dem 76% geschrumpften Insektenbestand in Deutschland auch ist, aus meiner egoistischen Sicht (ich mag dieses Gekrabbel einfach nicht) ist sie halt gut.

Dass die Radfahrer an jeder kreuzenden Straße absteigen sollen und schieben ist natürlich klar, sind ja nur Radfahrer. Dass ich auf keiner einzigen dieser Straßen ein Auto gesehen habe, geschenkt.

Die nächste Foto-Aufgabe: Ein Foto von Kühen oder Schafen, dem angeblichen wirtschaftlichem Rückgrat von Neuseeland, auf diesem Abschnitt zu machen. Ich sehe dieses Lama/Alpaka und werde mal probiere, ob ich mit der Ausrede „ich lebe in einer Stadt“ damit durchkomme.

Falls nicht, habe ich natürlich noch eine Kuhherde fotografiert.

Und im „Convenient Cow“ Cafe (wie sollte man sein Cafe hier auch sonst nennen), habe ich mir ein Milkshake gegönnt.

Als ich beim Fahren auf mein Hinterrad geschaut habe, musste ich feststellen, dass ich immer noch / schon wieder einen ziemlichen Achter drin habe. Abends am Zeltplatz habe ich mir das mal genauer angeschaut und festgestellt, dass eine Speiche gebrochen ist. Und das bei einem Rad, das noch nicht mal drei Wochen alt ist und erst vorgestern noch beim Service war. Ich befürchte, dass dort die Speichen einfach falsch angezogen wurden und dass das jetzt regelmäßig passieren wird. So eine Scheiße – nie mehr ein Specialized-Rad für mich!

Hier gibt es keinen Radladen, und da man zur Reparatur die Kassette abnehmen muss, kann ich das auch nicht selbst machen. Also noch ein weiteren Tag damit rumfahren. Ich hoffe, dass da nicht noch mehr kaputt geht….

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