Milford Sound, per Bus

nach dem Fahrrad-Fiasko mit dem Gegenwind gestern und der Aussicht auf einen weiteren Tag mit potentiellem Wind und definitiv nicht über 15°C, dazu noch zwei Berge mit 600m und 900m habe ich mich dazu entschlossen, diese 120km nach Milford Sound mit dem Bus zu fahren. Dieser Ort besteht eigentlich nur aus einem Flughafen und einem Hafen. Etwas anderes habe ich nicht gesehen.
Zuerst fuhren wir ein Stückchen in einem dieser Gletscher-Täler entlang.

Das ging ein Weilchen und wir konnten die sehr spektakuläre Aussicht links und rechts der Straße betrachten (dazu noch ein wohl eher glimpflicher Auto-Unfall, wie sie durchschnittlich einmal am Tag dort passieren). Unser Tour-Guide hat bereits in einigen typischen Bereichen gearbeitet, die sich um Artenschutz, Arterhaltung, deren Erfassung und Kontrolle kümmern. Daraus erzählte er recht interessant die ganze Fahrt.

Nach einigen Foto-Stopps kamen wir dann am Homer-Tunnel an. Der ist 1,3km lang und einspurig. Geregelt wird das mit einer Ampel.
Auf der anderen Seite geht die interessante Szenerie natürlich weiter.

In Milford Sound steigen wir vom Bus in ein Boot. Dieser „Sound“ ist eigentlich gar kein „Sound“, da er von Gletschern und nicht von Flüssen geformt ist. Aber die englischen Entdecker hatten damals einfach kein anderes Wort dafür. Heute würde man es eher Fjord nennen, wie eben den – falsch geschriebenen – Nationalpark Fiordland.

Es soll hier 11m Regen im Jahr geben, mit Tagen, an denen mehr runter kommt, als an den Regen-armen Gebieten hier in Neuseeland im ganzen Jahr. Zum Glück haben wir heute perfektes Wetter (nur etwas kühl für mich).

Hier könnten wir nun weiter in den Ozean fahren, aber wir drehten um und fuhren zurück.
Dabei hatten wir sogar kurz eine Begleitung dieses Delphins, der um mit unserem Boot um die Wette schwamm. Auf den Felsen am Rand saßen auch ein paar Seehunde.
Ich dachte mir: das ist doch mal ein guter Zeitpunkt für ein #Selfie!

Und dann schaute ich mir doch wieder die beeindruckende Landschaft an.

Auch auf der Rückfahrt habe ich mich noch nicht daran satt gesehen und staunte weiter in der Gegend rum. Es wäre bestimmt sehr interessant mit dem Rad gewesen, aber die Straße hier ist ziemlich eng und relativ viel befahren, vor allem von Touristen-Bussen und Touri-Campern. Es war vermutlich eine gute Entscheidung, heute mal nicht zu radeln.

Es gab dann noch einen kurzen Spaziergang (die Touris würden es vielleicht als Hike oder Wanderung bezeichnen) durch den Regenwald. Auch hier konnte man überall die umliegenden Berggipfel durch die Bäume sehen.

Abends habe ich dann noch gesehen, dass es einen Film über diesen Nationalpark „Fiortland“ gibt. Gedreht wurde er bereits 2003 von einem der Helikopterpiloten, die hier diese Rundflüge anbieten, in Zusammenarbeit mit irgendjemandem von der Herr der Ringe Crew. Nur wollte kein Kino diesen 32min langen Film zeigen. Also haben sie einfach ihr eigenes Kino in Te Anau gebaut (mit 52 Sitzen und der besten Sound-Anlage in der südlichen Hemisphäre) und zeigen diesen Film dort mehrmals täglich. Auch eine Art, sein Geld zu verdienen.

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