Curio Bay – Owaka

nach den Pinguinen gestern – genau genommen, dem einen – schaue ich heute Vormittag mal über diese Bucht. Hier sollen diese Hektor’s Delfine zu sehen sein, ich habe aber keinen gesehen. Vielleicht hätte ich ins Wasser gehen müssen, die neugierigen Tiere kommen wohl gerne zu den Schwimmern – dafür war es mir aber zu kalt; sowohl im Wasser, als auch draußen.

Laut Wettervorhersage soll es heute Mittag mal ein bisschen regnen, also eigentlich kein Grund, nicht zu radeln. Vor allem nicht, wenn man als Alternative sowieso nur einen Zeltplatz hat.
Ich packe wieder alles ein und verabschiede mich von Klaus, der in die andere Richtung fährt.

Dafür treffe ich Collin wieder, den ich bereits schon kurz am Wegweiser in Bluff getroffen habe. Wir fahren heute mal gemeinsam los und schauen, wohin wir kommen. Er will nach Owaka, was allerdings nur ca. 70km von hier ist (dafür mit ein paar Hügeln dazwischen). Mal sehen, vielleicht fahre ich danach noch weiter. Allerdings habe ich ja wahrlich keine Eile.

Kurz nach dem Losfahren kommen wir schon an der ersten Sehenswürdigkeit vorbei: den neuseeländischen Niagara Fällen. Beworben wird es mit einem Bild der Fälle an der US/Kanada-Grenze, hier kann man aber kaum etwas davon erkennen. Manche spotten, dass es die kleinsten Wasserfälle der Welt sind – wobei ich mich dann frage: ab wann zählt es überhaupt zu einem Wasserfall? Ich kann mich an Sandel-Spiele in meiner Kindheit erinnern, als ich größere Dämme in Flüssen gebaut habe….

Um sich ein besseres Bild machen zu können, so sehen sie aus, wenn die Büsche aus dem Weg sind. Beeindruckend, nicht wahr? Oder, wie der Neuseeländer und Kanadier sagen würde: Beeindruckend, ey? Das gefällt mir übrigens, mal sehen, ob ich das „ey?“ in meinen Wortschatz eingebaut kriege.

Pünktlich um die Mittagszeit rum hat es dann auch tatsächlich angefangen zu regnen. Leider nicht nur ein bisschen und auch nicht kurz. Wir sind nach 33km ziemlich durchnässt mal in ein Cafe eingekehrt und haben etwas zum Essen bestellt. Nach etwa zwei Stunden wurden wir dort rausgeschmissen und draußen sah es kein bisschen besser aus. Ich befürchte, dass es sich einregnet.
Der Aussichtspunkt, der kurz darauf auf dem Weg lag, hat sich somit auch richtig gelohnt.

Dann kommen wir endlich nach weiteren Regenkilometern in Owaka an und der Regen hört so langsam ein bisschen auf. Wie immer ist der Anblick eines Dorfes hier schon etwas besonderes.

Abends kaufen wir zusammen etwas ein und Collin zaubert dann ein leckeres Abendessen. Mal etwas anderes, als immer die gleichen Fertigsaucen, die ich so kochen kann.
Zum Nachtisch gab es noch eine ordentliche Portion Eis.

Für den nächsten Tag habe ich mir noch gar nix vorgenommen, mal sehen, ob mir noch was einfällt. Wobei es im Grunde nicht so schwierig ist, es gibt hier nur eine Straße. Die kann ich fahren, die Frage ist nur, wie weit.
Mal sehen, wie das Wetter morgen wird, wenn es nochmal regnen soll, dann werde ich mir mal einen gemütlichen Pausentag gönnen!

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