Geraldine – Methven

besonders viel habe ich heute wieder nicht vor, aber ich werde schon um 10 aus dem Hostel rausgeschmissen. Ich schaue mir noch kurz das Städtchen an und finde diese „Werbung“ vor der Kirche sehr entlarvend: „Was, wenn es wahr ist?“

Und dann schaue ich mir noch das „Vintage Car and Machinery Museum“ an. Das ist eine wahre Goldgrube für Fans von alten Gerätschaften. In der ersten von sieben Hallen stehen diese Oldtimer rum. Ich kenne mich damit zwar nicht besonders gut aus, aber irgendwie haben die schon Charme.
Dann gibt es eine andere Halle mit nicht-ganz-so-alten Autos.


Als Fahrrad-Freund kommt mir natürlich das Bianchi-Logo bekannt vor, auch wenn ich das bisher nur auf Fahrrad-Rahmen gesehen habe (und ich glaube, in meinem Keller steht auch noch so ein Rad rum).

Der große Unterschied zwischen diesen alten Autos und Fahrrädern: bei vielen dieser Autos liegt eine Wanne, um das auslaufende Öl aufzufangen. Fahrräder brauchen sowas natürlich nicht.

Eine weitere Halle ist voller Traktoren, alle irgendwie mit einem Neuseeland-Bezug, wie auch schon bei den Autos.

Und bei diesem Traktor denke ich mir: wie schafft der das, dass er mit diesen dünnen Vorderrad-Aufhängungen nicht einknickt. Ich glaube, ich muss auch endlich mal anfangen, ein paar Gefährte zusammenzuschweißen, wenn das offenbar so einfach ist.

Ein Fahrrad habe ich dann auch noch gefunden. Natürlich etwas besonderes, es hat statt einer Kette einen Kardan-Antrieb.

Und während ich noch daran denke, mir ein eigenes Gefährt zusammenzuschweißen, komme ich an diesem „Spaß-Mobil“ vorbei. Das ist ein Eigenbau eines Farmers, der damit über seinen Bauernhof gefahren ist. Gefällt mir und ich könnte es mehr oder weniger so übernehmen – mal abgesehen vom Motor. Das wird entweder ein Elektro-Motor oder eben ein muskelbetriebener Kettenantrieb werden.

Dann habe ich noch probiert, die Ausstellungsstücke genauer anzuschauen und nach Bosch-Logos zu inspizieren. Allzu viel habe ich nicht gefunden, aber hier und da war durchaus mal etwas zu sehen. Wenn ich wieder zurück bin, werde ich dem Archiv-Team mal den Hinweis von diesem Museum geben, vielleicht interessiert sie das ja….

Dann habe ich genug altes Zeug gesehen (es gab auch noch Haushaltsgegenstände, altes Spielzeug, Kettensägen, Filmprojektoren, etc.) und machte mich auf den Weg.

In der Touristeninformation hängt der, laut Guiness Buch der Rekorde, größte Pullover der Welt.

Dann ging es aber wirklich auf die Straße.

An einer Brücke habe ich noch ein radelndes Pärchen gesehen, danach noch einen Iren getroffen. Und es kamen mir noch supergrell gekleidete Tschechen entgegen.


In einem kleinen Dorf auf dem Weg habe ich dann das kleine rote Chopper-Rad wieder gesehen, das ich schon mal getroffen habe. Ned, der Fahrer aus England, sitzt dieses Mal daneben und wir quatschen ein bisschen. Er hat das Rad hier für 225$ gekauft und es hat lediglich drei Gänge! Er sieht diese Tour ein bisschen als Entwöhnung von seiner Sauferei an, was aber nicht allzu gut klappt, da er abends meist doch wieder in Kneipen versumpft.


Als es kurz zum Nieseln anfängt, bin ich gerade mal wieder in einem Dörfchen und ich stelle mich unter. Zufällig gibt es hier auch Eis!

Viele von diesen Kühen starrten auf mich, als ich hinter der Kurve hervor kam.

Dann musste ich nur noch über den „Pudding Hill“ und dann war ich schon fast in Methven. Dieses Dorf lebt wohl vom Ski-Tourismus und ist jetzt entsprechend ausgestorben.

Und so, wie der Tag im Museum begonnen hat, so endet er auch mit einem besonderen, selbstgebastelten Gefährt. Allerdings reizt mich so etwas nicht, auch wenn es sehr einfach zu realisieren wäre.

Relive ‚Geraldine – Methven‘

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