Forster – Port Macquarie

am Morgen gehe ich ins Büro des Campingplatzes, wie gestern am Telefon ausgemacht. Sie entschuldigen sich nochmal für den Stromausfall und überlegen, mir die Nacht zu schenken oder ob sie irgendwie eine Möglichkeit finden, dass ich doch mit Kreditkarte zahlen kann. Dabei habe ich davon noch gar nichts gesagt und ich erwähne auch nicht, dass ich noch 20$ Bargeld habe. Sie kommen zu dem Schluss, dass sie keine Möglichkeit finden und ich eben ohne zu bezahlen weiter reisen kann.

Nach meiner Karte ist es bis zum nächsten Hostel 90km Luftlinie (oder, wie der Engländer sagt: „wie die Krähe fliegt“). Am Ende werden es dann aber doch fast 130km sein und ich musste feststellen, dass eine 0,7l Wasserflasche selbst bei dem herbstlichen Wetter hier nicht genug ist, auch wenn man sie bei den meisten möglichen Gelegenheiten auffüllt.
Ich treffe nochmal kurz Reilly, allerdings verliere ich ihn im hügeligen Gelände wieder. Und da ich eine etwas längere Strecke vor mir habe (und es um halbsechs schon dunkel wird!), entscheide ich mich einfach dazu, weiterzufahren und nicht auf ihn zu warten.

Auch habe ich von dem gechlorten Wasser hier gerne mal genug (drei odrer vier Liter schon mittags), so dass ich sogar mal beim lokalen McDonalds anhalte und eine dieser „Frozen Cokes“ bestelle – quasi zwei in einem: mal was anderes zu trinken und dazu noch schön kalt (und das sogar nur für 1$). Mit mir ist wohl noch eine Rockband da, die mit vollgeladenem, geliehenem Tourbus unterwegs sind. Zumindest vermute ich das, ihr Auftreten mit langen Haaren, langen Jeans, rauchend in Cowboystiefeln ist doch etwas ungewöhnlich.

Leider gibt es für einen Teil der Strecke heute keine Alternative zur Autobahn, die ich ja schon auf dem Weg in den Süden genutzt habe.

Und dort kriege ich dann auch den zweiten Plattfuß. Zwar auch wieder einfach zu finden, aber bei >30°C macht es auch wenig Spaß, sowas in der prallen Sonne zu flicken. In den wenigen Kilometern hier in Australien habe ich nun genauso viele Plattfüße, wie in komplett Kanada – und in Neuseeland hatte ich ja glücklicherweise keinen einzigen.

Hier in Port Macquarie werde ich jetzt mal etwas länger als eine Nacht bleiben, mal sehen, was es hier so zu tun gibt….
 

Relive ‚Forster – Port Macquarie‘

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