Anna Bay – Forster

ich könnte zur Autobahn fahren, oder zur Fähre und von dort dann einen vermutlich schickereren Weg nehmen. Die Fähre fährt um 11 Uhr, jetzt ist bereits 10:30, aber ich bin zum Glück schon bereit für die 8km bis Nelson Bay. Auf dem Weg hängen solche Schildchen rum.

Trotz eines kleinen Berges schaffe ich es rechtzeitig bis zur Fähre, auch wenn ich jetzt völlig ohne Bananen oder sonstige Verpflegung da stehe. Zum Glück gibt es auf der anderen Seite noch eine Supermarkt, das sind nur etwa 5km Umweg, die ich aber dringend machen muss. Auf der Fähre waren noch zwei andere Radfahrer, einer aus Hongkong, der ein recht seltsames Setup hatte und von Sydney bis Brisbane will (aber das auch schon alles war, was er an englisch sprechen konnte), und dann noch ein junger Australier, der von Sydney nach Hause, nach Byron Bay fahren will. Da ich erstmal in die andere Richtung fahre, sind die beiden natürlich weg.
Ich halte noch an der Touristen-Information an, da mir der Weg in meinen Karten etwas sonderbar vorkommt. Dort wird mir gesagt, dass meine ausgesuchte Straße tatsächlich gesperrt sei und man da nicht fahren könne. Allerdings hat die Dame nach meinem Bauchgefühl keine Ahnung gehabt. Alle Punkte, die sie mir auf der Karte zeigen wollte, hat sie nicht gefunden und musste sie von mir zeigen lassen, obwohl ich die Karte nur kopfüber gesehen habe und es wahrlich nicht meine Heimatregion ist. Hm, was jetzt? Zwei digitale Karten, die den Weg zeigten, eine lokale Meinung, die sagte, dass es nicht geht? Ich fahre los – bis zu dieser Entscheidung sind es noch einige Kilometer.

Nach ein paar Kilometern treffe ich den einen Radler wieder, Reilly. Zum Glück treffen wir dann noch einen entgegenkommenden Radler, der uns versichert, dass wir die ausgesuchte Strecke sehr wohl fahren können, er ist sie auch eben gefahren. Es ist zwar eine Schotterstraße, aber durchaus machbar. Von dem anderen Radler aus Hongkong sehen wir nichts mehr.

Die Schotterstraße war teilweise ziemlich wild und hat ganz schön viel Zeit in Anspruch genommen. Ob mein neues Hinterrad das wohl aushält?
Reilly hat sich direkt nach der Schotterstraße in die andere Richtung nach Seal Rocks verabschiedet, ich bin noch etwa 40km weiter gefahren. Ein paar Zeltplätze auf dem Weg sind wieder im Naturschutzgebiet und niemand ist da, den man zu den Bedingungen fragen könnte. Also fahre ich weiter und schaffe es zum Glück noch, kurz nach Sonnenuntergang an einem richtigen Zeltplatz anzukommen. Auch hier ist keiner mehr im Büro, aber ich rufe an und man sagt mir, dass ich einfach einen Platz aussuchen soll und morgen halt bar zahlen soll, weil ein Stromausfall angekündigt ist.

Das passt mir zwar nicht so ganz, da ich nur noch 20,50$ habe, aber eine andere Möglichkeit habe ich halt heute nicht mehr. Ich kaufe noch schnell ein Abendessen und dann ist auch schon langsam wieder gut für heute.

Relive ‚Anna Bay – Forster‘

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