Dresden – Cottbus

nagut, das war jetzt nicht unbedingt der direkte Weg, den ich heute genommen habe. Aber wenn Hoyerswerda schon mal ein bisschen in der Nähe liegt, dann mache ich den Umweg doch. Und dazu auch mal wieder ein Selfie!

In Dresden bin ich dann zufällig noch bei veloheld vorbei gekommen. Deren Räder fand ich bis vor Kurzem noch ziemlich schick, die neue Lackierung, die sie inzwischen haben, sagt mir aber nicht mehr so recht zu. A propos „zu“: offen hatten sie scheinbar auch nicht, oder man hätte klingeln müssen. Da ich dort aber sowieso nicht wirklich etwas wollte, außer vielleicht ein bisschen „schwätzen“, habe ich das sein lassen und bin einfach weiter gefahren..

Das bekannte „Park as you want“-Spielchen scheint auch hier in der ostdeutschen Provinz gespielt zu werden. Parkverbot und Radweg? Wen interessiert das schon! Da können die Radfahrer ja immer noch drum herum fahren (und sich dabei in den zweispurigen Verkehr auf der Bundesstraße einordnen; alles kein Problem, das verstehen die vorbeifahrenden Autofahrer natürlich, hupen nicht und geben mir auch jede Menge Platz, wenn ich auf einmal direkt vor ihnen auf die Spur wechseln muss).
Vielleicht muss ich mir doch mal die wegeheld-App irgendwie besorgen und ein bisschen auf Falschparker-Jagd gehen.
Achja, es gibt sogar eine facebook-Seite, die solche „Park as you want“-Bilder aus Island, hauptsächlich Reykjavik, postet. Dort scheint es auch eine lebendige Szene dieses Autofahrer-Typens zu geben.

Auch diese Werbung hat mich etwas irritiert: „… bin Neu hier und noch zu haben!“, mit einem offensichtlich weiblichen Gesicht. Klar, es geht hier eigentlich um die Werbetafel, aber wozu wird dann dieser sexistische Anteil in der Werbung verwendet? Findet man sowas hier im Osten lustig? Dann ist das eher nicht so ganz mein Platz.

Achja, in Hoyerswerda stand neben dem offiziellen Ortsschild noch ein zweites Ortsschild. Also wieder bremsen, anhalten und mit der Kamera rumspielen.

Da ich ja auch auf der Suche nach Rennrad-Schuhen mit Klicks bin, halte ich an jedem Radgeschäft an, das auf dem Weg liegt. Dieses hier hat scheinbar ein altes Polizei-Fahrzeug besorgt und statt „Polizei“ einfach mal „Bike Point“ drauf geschrieben.
Das finde ich viel lustiger, als z.B. sexistische Werbung.

So schön das Wetter auch bisher war, war mir schon fast klar, dass es nicht so bleiben wird.
Kurz vor meinem Ziel in Cottbus hat es angefangen zu schütten und ich sitze mal wieder in einer Bushaltestelle und warte, dass es aufhört, täglich grüßt das Murmeltier….

Als es etwas besser war, fuhr ich weiter, aber kurz drauf fing es wieder an. Ich war gerade in einem Dorf und da war ein Radgeschäft. Also bin ich dort rein geflüchtet. Schuhe habe ich keine gefunden, aber die Typen dort haben mir erzählt, wo man geschickter fahren kann, als auf/an der Bundesstraße. Den Weg habe ich dann auch probiert und muss sagen, dass ich es nicht allzu geschickt fand. Mit einem Mountain Bike wäre es wohl gut gegangen, mit meinem schwereren Tourenrad wurde ich alle paar Meter von den herausstehenden Baumwurzeln kräftig durchgeschüttelt. Großen Spaß hat das nicht gemacht, aber wer weiß, wie es an der Bundesstraße gewesen wäre.
Was ich hier aber zum ersten Mal gesehen habe: ein Schild „Fahrrad-Straße“ ohne den schon fast obligatorischen Zusatz „KFZ frei“, der bei bisher jedem Schild angebracht war.

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