Trier – Kaiserslautern/Mannheim

das Wetter sieht zwar nicht berauschend aus, aber wenigstens hat es gehalten. Ich fahre weiter durch die Vulkaneifel (?) und muss hier und da mal wieder über ein Berg fahren. Angefangen habe ich bei knapp 150m, zwischendrin war ich über 700m hoch. Das hat zwar immer eine schicke Aussicht, ist mit dem (wenn auch nicht mehr allzu schwer) bepackten Rad aber doch immer anstrengend.

Gestern bin ich ja auch noch bei Büchel/Alflen vorbei gekommen. Dort stehen die letzten Atomsprengköpfe der Amerikaner auf deutschem Boden und es gibt wohl noch eine aktive Widerstandsbewegung dagegen. Irgendwo in der Nähe soll es ein Camp geben, wird mir von zwei Demostranten erzählt, die mit ihren Rädern neben dem Eingangstor stehen und von ziemlich vielen Polizisten bewacht werden. Es sind zwei Mitglieder der „Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges“, kurz IPPNW. Ich habe noch einen gefalteten Kranich aus Papier bekommen, dann fahre ich auch schon weiter und bedanke mich bei ihnen für ihren Einsatz.

Heute ist dann auch wieder eine seltsame Schilder-Kombination zu finden, ein benutzungspflichter Radweg, kombiniert mit einem Durchfahrt-Verboten-Schild (offiziell: „Verbot für Fahrzeuge aller Art“). Was jetzt? Ich muss auf dem Radweg fahren, darf es aber nicht?

Ich komme in Kaiserslautern an, finde hier aber nichts zum Übernachten. Es gibt keine Jugendherberge, kein Hostel – somit entschließe ich mich, in die S-Bahn zu steigen und bis Mannheim weiter zu fahren. Dass mir jetzt ein Stück auf der Strecke fehlt, ist mir gerade nicht so wichtig – vielleicht fahre ich hier irgendwann anders nochmal hin und fülle das übersprungene Stück auf. Da mache ich mir aber jetzt keine Gedanken drüber, sondern genieße einfach ein bisschen die Rhein-Auen in der untergehenden Sonne direkt vor der Mannheimer Jugendherberge.

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