auf dem Weg

heute ist es soweit: Ich wollte mir „Denn sie wissen nicht, was wir tun“ anschauen!
Soweit der Plan – er wird nur von der Kartenverkäuferin durchkreuzt, die mir keine Eintrittskarte mehr verkaufen kann. Mist – also wieder zurück zum Literaturhaus. Dort spielt Hawelka bei der Vernissage eines Lochbild-Fotografen. Kurz vor Schluss nehme ich die Beine in die Hand und begebe mich wiederum zum Staatstheater um zwei weitere Bands zu sehen. Auf dem Weg dorthin komme ich am Stuttgarter „Eckensee“ vorbei. Das ist ein etwa knietiefes, künstliches Gewässer (vermutlich gut voll mit Entenkot). Darin tummeln sich etwa 25-30 komplett angezogene Männer und Frauen mit großen Rucksäcken auf ihren Rücken und Stirnlampe am Kopp. Einer steht draußen und brüllt immer wieder „Back“, „Belly“, „Feet“, „Pushup“ in verschiedenen Kombinationen. Und die Leute im See machen genau das: legen sich auf den Rücken oder Bauch, stellen sich hin oder machen eben Liegestütze – alles wie befohlen. Das geht ein paar Minuten so, bis ich eine der Umstehenden frage, was den hier wohl los ist.
Als Antwort bekomme ich die Erklärung, dass es eine „Charity-Aktion“ einer US Soldaten-Einheit ist. Die Teilnehmer machen 12h das, was der „Instructor“ befiehlt und bezahlen dafür sogar einen Batzen Geld (soviel zur Charity); sich selbst verkaufen sie das dann als „Teambuilding“. Nebeninfo: In den Rucksäcken soll hauptsächlich Bier sein. Ich zweifle noch etwas am Verstand der komplett nassen Planscher dort im Seechen und will nur noch wissen, ob die 12h wenigstens gleich rum sind. Fehlanzeige! Sie haben erst um Neun angefangen, müssen also noch knapp 10h so komplett nass durch die Nacht ziehen.
Selbst mit kostenloser Eintrittskarte hätte ich dort nicht teilgenommen!

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