Hochkultur und Subkultur

tagsüber war ich noch bei der „Hochkultur“, sprich bei der Ausstellung der Abschlussarbeiten an der Merz-Akademie. Dies ist eine private Hochschule für Gestaltung, Kunst und Medien in Stuttgart. Klar, kann ich dort nicht mit allen Arbeiten etwas anfangen, aber manche sind durchaus interessant. Und abgesehen davon ist es nie verkehrt, wenn man sich ab und zu auch mal mit etwas Neuem und bisher Unbekanntem auseinander setzt. Was mich allerdings am meisten beschäftigt hat, war die immense Menge an Tipp-/Druck-/Rechtschreibfehlern, die auf den ausgestellten Plakaten und ausgelegten Arbeiten vorhanden war. Anfangs wollte ich es noch ignorieren, irgendwann machte ich mir den „Spaß“ und las nur noch bis zum ersten Fehler. Oft war der schon im Vorwort! Es gab wirklich sehr wenige Arbeiten, bei denen ich beim ersten Durchblättern keinen Fehler gefunden hatte.Merz-Abschlussarbeit, Symbolbild
Nach der Hochkultur – trotz Rechtschreib-Schock – ging es am Abend dann erstmal ganz weit runter in die Tiefen der Subkultur. Im Esslinger Jugendhaus Komma spielte die junge, englische Punk-Band Shopping. Und als „Vorband“ Fizze. Klar, auch hier gilt: öfters mal mit was neuem beschäftigen! Allerdings war ich nicht böse, als das Vorband-Projekt nach bereits 15min mit der Performance fertig war.
Handflächen-gespieltes Tasteninstrument
Ich war für den gig-blog dort, also mit Kamera und habe Bilder gemacht. Der ebenfalls anwesenden Stuttgarter Zeitung („eigentlich privat“) hat das Konzert so gut gefallen, dass sie auch einen Bericht schreiben wollte, aber halt keine Bilder hatte. [nur so ein Einschub: Dort kann man wirklich nicht vernünftig fotografieren, ich werde mir in Zukunft besser überlegen müssen, ob ich dort überhaupt nochmal fotografieren werde.]
Ich wurde also gefragt, ob ich meine Bilder zur Verfügung stelle, natürlich ohne Bezahlung. Nagut, ist ja für die gute Sache, bisschen Werbung für’s KOMMA, bisschen Werbung für den gig-blog und ich muss weder eine Rechnung schreiben noch zusätzliche Steuern zahlen.
Ganz am Ende des Abends stand ich zufällig selbst an einem Klavier und habe ein bisschen Hänschen Klein geklimpert, viel mehr kann ich (noch) gar nicht.
Am nächsten Tag hat es ein Weilchen gedauert, bis ich aufgestanden bin und mich aufraffen konnte, die Bilder zu bearbeiten. Der Artikel in der Stuttgarter Zeitung war schon online – ohne meine Bilder, beim gig-blog waren sie so nett und haben darauf gewartet.

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