in Singapur /2

mich wundert ja noch ein bisschen, dass ich eigentlich überhaupt keinen Jetlag habe. Diese Anreise über Nacht, das Ankommen am Morgen und das „ganze-Tag-auf-den-Beinen-sein“ scheint ganz gut dagegen geholfen zu haben.
Nach der Hälfte ziehe ich mal in ein anderes Hostel, nach Little India. Neben China-Town und Arab City kann man hier sozusagen ein anderes Land erleben. Aber tagsüber laufe ich noch durch die „normale“ Stadt.

Und komme auch an dem größten vertikalen Garten vorbei. 110m breit und 19m hoch, da kann die Stuttgarter Mooswand einpacken.

Dazu ist das nicht nur Moos, sondern richtige Pflanzen, die sogar die Form der Kontinente widerspiegeln.

An diesem Kugel-Kunstwerk davor habe ich natürlich gleich mal wieder so eine Art #Selfie gemacht: I bims!

In der Stadt ist auch aktuell noch ein Festival der indischen Kultur.

Ich komme zufällig in eine Art Poetry Slam vorbei. Leider reicht mein Englisch nicht aus, um die ganzen Nuancen in den Vorträgen zu erkennen, hier und da geht es aber wohl um den alltäglich erlebten Rassismus, den es leider überall auf der Welt gibt.

Draußen auf der Open-Air Bühne ist gerade Soundcheck des kommenden Konzertes. Zur Sicherheit haben sie mal ein Schild aufgestellt, dass niemand einen falschen Eindruck bekommt. Vielleicht mache ich mir auch mal so ein Schild und hänge es an die Bühnen, wenn mir eine Band nicht gefällt. ;~)
Auf dem Weg zur U-Bahn bin ich dann durch diesen Gang gekommen, in dem zum Geburtstag dieses (Hoch-)Kulturzentrums 38 Künstler gefragt wurden, einen 80x80x10cm großen Holzrahmen zu gestalten. Diese Kunstwerke konnte man sich dann auch ersteigern. 

Dies ist eine dynamische Installation. Diese Dinger sind in der Mitte gelagert und von oben kommt Wasser. Je nachdem, wohin das Wasser nun fließt, ändert sich das ganze „Bild“.

Und wieder ein Teil der Stadt, kleine Häuschen in Einklang mit den Wolkenkratzern nebenan.

Auch im Indian Heritage Center, nur eine Straße vom Hostel entfernt und in diesem modernen Gebäude absolut nicht hierher passend, spielt heute Abend eine indische Band. Also die Band spielt einfach davor, ob das irgendwie geplant ist oder eine „Straßenband“ ist, kann ich nicht sehen.

Gegessen wird dann natürlich auch indisch, irgendwelches Streetfood, zum Glück kann man mit den Leuten hier englisch reden; nicht so wie in China-Town, wo überall rohe Hühner rumhängen und man vom Schnabel bis zu den Füßen dort alles aufgetischt bekommt.

An dieser Kalligrafie-Ausstellung bin ich auch vorbei gekommen. Da der Eintritt frei war, habe ich es mir mal sehr kurz angeschaut. Davon habe ich aber überhaupt nix verstanden. Was da mit den Kunstwerken oder den Veränderungen an den chinesischen Schriftzeichen ausgesagt werden will, verschließt sich mir vollkommen.

Aber die Künstlerin hat zur Eröffnung (die war wohl erst vor kurzem) jede Menge Blumensträuße bekommen, im Geschoss drunter sind noch viel mehr gestanden.

In Arab-City wundere ich mich nur kurz über die ISO-Zertifizierung (?) dieser Moschee und über den Bandnamen daneben, der offenbar an Metallica angelehnt ist.

Und auch von hier sieht man dieses Casino, wenn man diesen Fluss entlang schaut.

Was ich bisher noch nie gesehen habe – aber mir in Singapur schon fast stündlich passiert: abschließbare Abstellplätze für solche elektrischen Kickboards.

Von solchen Radabstellplätzen habe ich schon gehört, aber live gesehen habe ich sie hier auch zum ersten Mal.
Und hier würde ich ja auch gerne mithelfen und mir das „Thanks“ verdienen, aber ich verstehe halt nix.

Offenbar gibt es hier auch ein paar Gedanken dazu, die Erde zu retten (natürlich ist da dann ein Fahrrad drauf). Aber ich befürchte, der Zug ist inzwischen schon abgefahren.

Oder, um eine andere Metapher zu bemühen: fünf vor zwölf ist schon lange durch.

Im Hostel sitze ich noch vor der Tür. Irgendwie gibt es hier keine richtigen „Gemeinschaftsräume“, an denen man mal etwas „arbeiten“ kann, sprich Blog-Schreiben, was auch der Grund ist, dass es ein Weilchen gedauert hat, seit dem letzten Beitrag.
Als Vorbereitung auf Thailand habe ich mir schon mal ein Chang-Bier gekauft, dazu natürlich die Wasser-Flasche und indische Snacks. Die Plastik-Tüte wollte ich zwar nicht, aber wenn ich es richtig verstanden habe, hätte ich das Bier nicht einfach so in der Hand tragen dürfen. Es hört sich ein bisschen so wie diese unsinnigen amerikanischen Alkohol-Gesetze an. Aber klar: Save the Earth!
In dem großen 24h Einkaufszentrum/Indoor-Markt ums Eck muss man auch alles in Plastik-Tüten raustragen, die dazu noch mit Kabelbindern zugemacht werden, jede einzelne.

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