Chiang Mai, Thailand

zwei Tage habe ich mir noch für Chiang Mai gegeben, bevor ich noch zwei Tage in Bangkok sein werde. Dann fliege ich nach Neuseeland.
Was kann man in Chiang Mai sonst noch machen? Tempel. Die Stadt scheint recht alt zu sein, sie hat eine Stadtmauer, die bereits im 12. Jahrhundert gebaut wurde. Und mitten drin jede Menge Tempel. Alles natürlich mit viel goldener Farbe, vielleicht ist es teilweise auch richtiges Gold.

Dann habe ich noch ein verlassenes Gefängnis mitten in der Stadt gesehen. Ein „Betreten verboten“-Schild habe ich nicht gesehen (oder nicht lesen können), aber es gab ein „Fotografieren verboten“-Schild. Daher habe ich mich ein bisschen zurück gehalten und nur den ehemaligen Besucher-Bereich geknipst.


Bei diese Baustelle kommen wieder die Bambus-Gerüste zum Einsatz. Und der Name gefällt mir auch: 14 Pools & a House. Ich frage mich nur, wozu man denn 14 Pools benötigt? Ich hätte ja lieber einen großen, in dem man vernünftig schwimmen kann (obwohl ich das – wie mir gerade einfällt – auch schon länger nicht mehr gemacht habe).

Von diesen Zweirädern fahren hier jede Menge rum, so ein getuntes Teil habe ich aber nicht gesehen. Den Sinn von Tuning allgemein, aber besonders hier, bei dem Verkehr und den Straßen, verstehe ich sowieso nicht. An Farben und Design rumzuspielen, OK – aber bei dem Ding ist ja quasi alles ausgetauscht.

Zum Thema Gefängnis: Hier gibt es scheinbar auch ein „Korrektur-Institut für Frauen“. Und es gibt eine Massage-Kette und noch ein paar andere Massage-„Studios“, die damit werben, dass alle ihre Angestellten ehemalige Häftlinge in Frauengefängnissen sind.

Dann ist hier zufällig gerade die Chiang Mai Design Week. Ich kann noch nicht so recht einstufen, ob das eher eine Touristen-Veranstaltung sein soll, oder doch für die Einheimischen ist. Als ich bei dieser „Crafts Fair“ bin, sind um mich herum keine anderen westlichen Besucher – liegt vielleicht aber eher daran, dass ich in der größten Mittagshitze hier bin.

Die Band spielt auf thailändisch und auf dem Schild steht, dass diese Stadt von der UN als „Creative City“ ausgewählt wurde. Das überrascht mich ein bisschen; zum einen wusste ich nicht mal, dass es so einen Titel überhaupt gibt, zum anderen hätte ich das hier echt nicht erwartet.

Womit ich hier in Thailand überall, und hier eben auch, rumkämpfen muss: Mücken. Es gibt sogar welche, die beim Tag rumfliegen. Und wenn die keine tödlichen Krankheiten übertragen könnte, wäre ich hier bestimmt viel entspannter. So probiere ich halt immer, die zu erlegen, was aber nicht allzu gut funktioniert, die Drecks-Viecher hier sind klein und schnell.

Neben offiziellen Orten dieser Design Week gibt es auch „Off-Spaces“, wie diese Galerie in einem Cafe.

Dieses Kunstwerk gehörte dann wieder zum offiziellen Teil.

Genauso wie dieses kleine Auto-artige Kunstwerk, gerade mal einen Meter lang. Hätte jede/r SUV-Fahrer/in so eine kleine Karre, dann gäbe es vermutlich keine großen Diskussionen über Autos in den Städten. Und jede/r käme dahin, wo er/sie wollte. Dazu braucht man keinen 1,5to Stahlpanzer, der 10x so groß ist.

Auf dem Nachtmarkt dann dieser CD-Verkauf. Vermutlich alles sehr legal gebrannt, ich habe nicht mal nach dem Preis geschaut, die halblebige Box, die in miserabler Qualität diese Musik abspielt, ist „Werbung“ genug für mich, diesen Stand nicht zu beachten.

Mit ein paar anderen aus dem Hostel dann noch durch die nächtliche Stadt gezogen und bei ein paar Bars um diesen Boxring gelandet. Dort prügelten sich gerade zwei Muay Thai Kämpfer. Danach gingen sie rum und sammelten Spenden ein.

Bei diesem Baum faszinierte mich hauptsächlich sein riesiges Wurzelwerk.

Ein Punkt stand dann noch auf meiner Wunschliste: das Chiang Mai Contemporary Arts Museum. Da es hier jedoch nur sehr wenige Buslinien und auch keine Straßenbahnen o.ä. gibt, war es ein kleines bisschen aufwändiger dort hin zu kommen. Ich bin etwa 2km zu der Endhaltestelle der „white taxis“ gelaufen – zumindest hielt ich das dafür. Dort standen ein paar dieser „white taxis“, die eine Art Sammeltaxis sind und 10 Leute auf der Pickup Ladefläche mitnehmen, fahren aber erst los, wenn da auch 10 Leute drauf sind. Dafür echt günstig: 15 Baht für eine 30min Fahrt. Ich warte und warte bei den stehenden Taxen und die Fahrer halten Schwätzchen, sie wissen aber, dass ich fahren will und auch wohin (hoffe ich). Als dann ein bereits vollgeladenes weißes Taxi vorbei kommt, wilder Aktionismus und Geschrei. Der Fahrer hält an und mir wird angedeutet, dass ich da einfach aufspringen soll. Es ist schon voll besetzt und ich fahre halt die ersten Stationen stehend mit.
Ich komme dann auch tatsächlich am Museum an und bin erst mal von der Außenwand voller Spiegel beeindruckt. #Selfie-Zeit! ;~)

Drinnen haut mich eher nichts so richtig vom Hocker. Solche Kunstwerke verstehe ich einfach nicht.

Dieses Bild, 10m lang und 3m hoch, hier nur im Ausschnitt, hat mich aber ein bisschen gefangen. Superman mit Penis-Kopf, Hitler in pinker Uniform, die Spinne, die vor dem Nationalmuseum in Ottawa steht, usw. – alles drin und man konnte in jedem Detail noch etwas entdecken.

Die Rückfahrt war dann genauso wie die Hinfahrt und ich habe es noch rechtzeitig zum Hostel geschafft. Kurz drauf wurde ich abgeholt und dann per Nachtbus nach Bangkok gefahren. Leider musste ich diesen Bus nehmen, da die bequemeren Nachtzüge alle ausgebucht waren.

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