Blue Mountains

nach ein bisschen Spazierengehen in Sydney ging es dann per Zug in die Blue Mountains. Am Verblüffendsten ist zuerst mal das Preissystem im öffentlichen Nahverkehr im kompletten Staat New South Wales. Es gibt hier sog. Opal-Karten, mit denen man bezahlen muss. Und es ist ziemlich günstig. Die Fahrt dort hin dauerte 2h, etwa 100km, und kostete lediglich 5,95$, also 3,50€. Dafür komme ich in Stuttgart nicht mal drei Zonen weit, was allerhöchstens 10km ist. Zusätzlich hat diese Karte noch weitere Vorteile: Sonntags sind alle Ausgaben damit auf 2,60$ gedeckelt ca. 1,50€ fürs Fahren, soviel man will! Unter der Woche gibt es auch eine Tages- und Wochen-Deckelung, nach der achten Fahrt pro Woche sind alle folgenden Fahrten um 50% reduziert.

Aber zurück zu den Blue Mountains: Wir sind einfach mal ein bisschen rumgelaufen und haben uns die Landschaft angeschaut. Es ist tatsächlich alles weiter entfernte etwas bläulich (was man auf den Smartphone-Bildern natürlich schlecht sehen kann). Das liegt wohl irgendwie an den, in der Luft aufgelösten, Ölen der Eukalyptus-Bäume, die hier massenhaft rumstehen.

Auf der Herfahrt im Zug habe ich mich schon bisschen gewundert, dass es die ganze Zeit aufwärts ging. Mein Smartphone hat dann per GPS gemessen, dass Katoomba tatsächlich 1000m hoch liegt. Das kann dieses technische Spielzeug doch sehr viel besser, als Bilder machen.

Von den „berühmten“ Drei Schwestern, einer Gesteinsformation, habe ich irgendwie gar kein Bild gemacht.
Auf dem Weg zurück kam ich dann an diesem Festival-Plakat vorbei. Ein „Punk“-Konzert ohne Alkohol, bei dem Punk in Anführungszeichen gesetzt ist. Aber die Bandnamen sprechen durchaus die Punk-Sprache. Allerdings spricht mich so auf die Schnelle keine so an, dass ich es einrichten will, am 24. noch/wieder hier zu sein.
Nachmittags beim Einkaufen haben wir noch ein paar reduzierte Joghurts (MHD fast abgelaufen) gesehen. Als wir spätabends nochmal was brauchten, waren noch Joghurts da, die jetzt noch weiter reduziert waren: 99%, also nur noch ein oder zwei Cent. Da haben wir natürlich zugeschlagen!
Leider ist mir erst zu spät die Frage gekommen: Was passiert wohl, wenn ich nur einen dieser Joghurts gekauft hätte? Hier werden alle Rechnungen gerundet, also müsste ein Joghurt umsonst gewesen sein. Mal sehen, ob ich irgendwann nochmal solche Preise sehe, dann probiere ich es bestimmt aus.

Am nächsten Tag wollten wir uns Scenic World anschauen, das ist aber buchstäblich ins Wasser gefallen. Nach 38°C vor wenigen Tagen hat es jetzt beim Regen und auf 1000m nur noch 15°C – nicht unbedingt urlaubstauglich, aber halt nicht zu ändern.

Auf dem Weg zurück hielten wir noch am Featherdale Wildlife Park an. Letztendlich leider auch nichts anderes als ein Zoo, aufgrund des Namens hatte ich etwas besseres erwartet. Vor allem die Vogelkäfige waren ziemlich klein, der ganze Park war sehr klein. Die Koalas hatten keinen Platz, alle Bäume waren soweit bearbeitet, dass sie dort nicht rauf klettern konnte, die Wombats oder Tasmanischen Teufel hatten ebenfalls winzige Gehege, in denen sie kaum laufen konnten, die Gehege der Fledermäuse waren auch nicht groß genug, dass sie fliegen konnten. Eine Katastrophe, die mich wieder darin bestätigte, nie wieder in einen Zoo zu gehen!

Ich denke, selbst die Känguruhs hatten viel zu wenig Platz, obwohl sie nicht eingesperrt waren.

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