Katoomba – Camden

los gehts! Heute nur bergab, zumindest habe ich mir das so vorgestellt. Von Katoomba auf 1000m bis zum Strand. Damit es nicht zu langweilig wird, nehme ich immer die Parallelstraße zur Autobahn, wenn sie vorhanden ist.

Da geht es dann aber nicht so schön abwärts, hier und da muss ich auch mal wieder ein Bergchen hochfahren. Für eine einfache Landstraße werden die Gesteinsformationen eben nicht mit dem Aufwand bearbeitet, wie man es für die Autobahn macht.

Irgendwann auf der Fahrt kriege ich dann die Info, dass der Strand mindestens ein genauso großes Ostermekka sei, wie dieses touristische Katoomba.
Also überlege ich mir noch was neues. Die Route ändere ich ein bisschen ab, ich finde einen Zeltplatz in Camden. Für mich sieht das nach Nirwana aus und ich hoffe, dort problemlos einen Platz zu bekommen.

Bis dahin geht es noch weiter durch den Regenwald, auch über diese alte Brücke, die jetzt nur noch von Fußgängern und Radfahrern benutzt wird, da der Autoverkehr die Autobahn nebenan hat.

Und ich muss sagen, dieser Radweg ist doch viel angenehmer, als die Autobahn, die teilweise nicht mal einen Standstreifen hatte.

Irgendwo auf dem Weg sah ich noch diese Werbung für das Musical Urinetown; zwar schön poppig gelb, aber inhaltlich bestimmt nicht ansprechend. Selbst wenn ich gerade da wäre, wo es gezeigt wird, schaute ich mir es vermutlich nicht an.

Im Gegensatz dazu schaue ich mir alles bzgl. Fahrrädern und der zugehörigen Infrastruktur an. Hier ist ein Schild, das davor warnt, bzw. darüber informiert, dass ein „Bike to School“ Program durchgeführt wird und man doch auf Kinder auf Fahrrädern achten soll. Leider kaum zu sehen, weil so ein großer Stadtpanzer davor steht.

Dann habe ich auch meinen ersten Plattfuß nach über 10.000km, den dritten insgesamt seit ich im Juli meine Reise begonnen habe.

Zum Glück ist der Übeltäter ziemlich einfach zu finden gewesen und ich hatte ein gutes Gefühl, als ich einfach den Schlauch wechselte, nachdem ich diese Klammer aus dem Mantel entfernt hatte.

Als ich mir das Rad dann allerdings etwas genauer anschaute, sah ich, dass die Felge ziemlich kaputt ist. Offenbar ziehen die Edelstahl-Speichen diese Alufelge kaputt. Ein Radler, den ich in Kanada getroffen hatte, hat von dem gleichen Problem mit seinem Specialized-Fahrrad berichtet.

Und das muss ich jetzt ausgerechnet an Ostern feststellen, wenn hier alle Geschäfte für ein paar Tage zu haben. Wobei es wohl auch kein großes Problem ist, so weiter zu fahren, wer weiß, wie lange das schon so ist.

Meine Hoffnung mit dem Zeltplatz hat sich bestätigt. Es gibt noch Plätze für Radfahrer und nach wenigen Minuten steht das Zelt und ich habe meine Sachen über den ganzen Platz verteilt. Komisch – manchmal packe ich fast überhaupt gar nix aus meinen Taschen, an anderen Tagen sieht es wiederum so aus….

Ich denke, dass der Oster-Hype jetzt dann auch bald vorbei ist und ich mich wieder an die Küste wagen kann.

Relive ‚Katoomba – Camden‘

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