Wollongong – Cronulla

bevor ich mich wieder auf den Weg mache, gibt es noch ein paar Dinge zu tun. Dabei ist dieser Fahrrad-Highway doch grundsätzlich gar nicht so schlecht!

Punkt 1: Ich entdecke noch dieses rikscha-artige Lastenrad und der Besitzer meint, dass es aus dem Jahre 1971 sei. Warum es im Abstellschuppen steht und mit Müll zugestellt ist, erklärt das aber nicht.
Ich habe es mal fotografiert und auf das Cargobikes Worldwide twitter gepackt.

Punkt 2: Dann kümmere ich mich wieder um mein eigenes Rad. Über Nacht ist der Hinterrad-Felge tatsächlich keine Wunderheilung passiert. Die Antwort von Specialized war etwas ernüchternd: ich solle mich halt an einen Radladen wenden, die werden sich dann darum kümmern. Die beiden, die sie vorgeschlagen haben, sind nicht gerade in der Nähe, der eine sogar in der komplett falschen Richtung.
Also gut, rufe ich mal beim geschickteren an. Vorbeikommen soll ich bloß nicht, sondern Bilder und die Rechnung einschicken. Sie kümmern sich dann darum. Das mache ich, dazu schreibend, dass es kein normaler Fall ist und ich wochenlang warten kann/will, sondern dass es so schnell wie möglich gehen sollte (wenn auch etwas diplomatischer, soweit meine Englischkenntnisse das eben zulassen).

Dann fahre ich mal in Richtung Sydney. Der Fahrrad-Highway geht natürlich am „Innovation Campus“ der lokalen Universität hier in Wollongong vorbei. Innovation, eben. Auf der ganzen Welt weiß man schon, dass das Fahrrad die Zukunft ist, nur in Deutschland will man weder Radwege bauen, noch Fahrrad-Aktivitäten fördern oder Auto-Privilegien mal endlich abschaffen.

Und am Wasser.

Und an diesen roten Papageien. Bisher waren es meist diese weißen Papageien mit den gelben Kopffedern, die mir hier aufgefallen sind. Die sind überall und wenn sie sich abends mal in Bäumen zusammenfinden, ist das ein unglaubliches Geschrei. Rote habe ich dagegen noch nicht gesehen, und erst recht nicht beim „Grasen“.

Dann kommen drei Aussichtsplattformen innerhalb weniger Meter. Es scheint hier wohl viel zu sehen zu geben. Diese Strecke bin ich bei meinem letzten Urlaub schon mal gefahren.

An diese Brücke kann ich mich z.B. noch erinnern.
Und an diesen Berg mit den Gleitschirmfliegern auch. Den habe ich damals, im Regen, auch schon fotografiert.
Ansonsten kann ich immer noch die damals schon aufgezeichneten Daten bei Strava vergleichen.
Heute: Strava – Relive Video
Damals: Strava
Ich stelle fest, dass ich damals bei den meisten der sog. Segmente schneller war. Das wundert mich zwar ein bisschen, da ich durchaus dachte, dass ich etwas trainierter sein könnte, als damals.
Auf der anderen Seite ist mein aktuelles Rad deutlich schwerer und ich habe etwas mehr Gepäck als damals dabei. Und das kaputte Hinterrad nicht zu vergessen – ich probiere gerade, nicht allzu viel Belastung darauf zu geben (was bei dem Gepäckträger in Neuseeland leider auch schon nicht so gut funktioniert hat).
Und dann noch die Motivation – ich bin jetzt etwas Ziel- und Planlos unterwegs. Da treibt mich eben nichts an, das möglichst schnell zu tun.

Nachdem ich eine ausgedehnte Mittagspause mit Dani, der ehemaligen Mitschülerin hatte und davor noch ein kleines Nickerchen machen musste, habe ich nach der hügeligen Fahrt durch den Royal National Park noch rechtzeitig die Fähre erreicht. Im Halbdunkel komme ich im Hostel an. Beim Einkaufen fürs Abendessen wundere ich mich mal wieder darüber, dass es nach der Zeitumstellung an Ostern hier kurz nach sechs schon stockfinster ist. Das ist und bleibt nicht meine Welt, dummerweise wird das aber täglich schlimmer. Ich muss wohl langsam überlegen, meine Tage etwas früher zu starten, wobei mir das auch nicht unbedingt liegt.

Auf meine Anfrage beim Fahrradgeschäft hat sich bisher noch niemand gemeldet, nicht mal eine Info, dass meine Anfrage eingegangen ist und dass man sich jetzt mal so langsam darum kümmern wird.
Leuten auf den Füßen rumstehen, damit sie ihren Job machen, ist auch nicht meine Welt. Das verspricht ja noch heiter zu werden.

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