Archiv für den Monat: September 2015

vermutlich letzte Radtour

die RTF-Saison geht zu Ende. Heute ist die letzte Tour in BW angesetzt. Ich habe es tatsächlich geschafft, pünktlich dafür aufzustehen. Aber ich merke schon, dass das heute keine gute Fahrt werden kann, dafür habe ich einfach viel zu wenig geschlafen. Teilweise denke ich auch, dass ich noch träume, z.B. als ich auf 500m Höhe und natürlich keinem Gewässer weit und breit diesen „Leuchtturm“ gesehen habe.
Leuchtturm auf der letzten Radtour 2015
Kurz darauf kam ich in einem Ort Rattenharz vorbei – auch nicht geträumt. Davon habe ich zwar keine Bild, aber man kann ihn in jedem online-Atlas finden. Auch der nervige Gegenwind war leider nicht geträumt. Irgendwann ging dann aber auch diese Tour zu Ende (Link zu Strava) und ich habe die Stuttgarter Pop Up Bakery auf dem obersten Parkdeck der Ebene 0 besucht um mir dort einen Belohnungs-Apfelkuchen auszusuchen (ganz rechts in dieser Ausstellung).Belohnung nach der letzten Radtour

Troglobatem Festival

auf dem Weg zum Stuttgarter Subkultur-Mekka, dem Kulturverein Wagenhallen, steht ein ziemlich fetter Mercedes halb im Weg. Aufgrund seiner Dekoration kann man vermuten, dass es sich um ein Hochzeits-Auto handelt. Auch das sind die Wagenhallen – eine angesagter Party-Ort für Leute, die mal „etwas anderes“ auf ihrer Hochzeit/Firmenfeier/etc. haben wollen, leider.
Doch ich gehe daran vorbei, nicht zuletzt weil ich komplett underdressed bin. Mein Weg führt mich zum Troglobatem Festival, welches im „Gypsy Wagon“, im „Großen Container“ und „Kleinem Container“ stattfinden wird. Völlig ahnungslos, was mich dort erwartet – von den angekündigten Bands habe ich noch nie etwas gehört.
Troglobatem Timetable
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im Social Media

früher hieß es, der „macht was mit Medien“ um auszudrücken, dass man halt nix macht – oder zumindest nix vernünftiges. Heute sterben die Zeitungen aus, daher muss man etwas mit „social media“ machen. Ich habe immer den Eindruck, dass viele Leute sich darunter heute immer noch einen lockeren Job vorstellen – das wird wohl für die meisten Firmen zur meisten Zeit auch genau so sein, allerdings ist das, was sie tun, auch alles völlig irrelevant (und steht damit im krassen Gegensatz zu deren Selbstwahrnehmung).

Aber manchmal geht das alles auch gehörig schief, dann ist man mitten in einem Shitstorm. So ist es heute z.B. bei VW. Dummerweise ist auch gerade die weltgrößte Messe dieser Branche, die IAA und da kann man keine schlechten Nachrichten brauchen. Es wird also, ganz im CDU-BundeskanzlerInnen-Stil, einfach weg-ignoriert. Das Netz stört es nicht, es twittert unter #dieselgate einfach vor sich hin und hat es sogar schon in die „Trending Topics“ geschafft.

Ähnlich schlecht geht es Nestlé. Die sind zwar genauso selbst schuld am Desaster, haben diese Aktion aber komplett freiwillig gestartet und sie auf Twitter sogar noch bezahlt. Sie haben sich die ganz tolle Idee ausgedacht, unter dem sog. Hashtag #fragNestle offene Fragen ihrer Kunden zu beantworten und somit eine ganz tolle Kommunikation herzustellen. Da frage ich mich nur: für wie blöd halten sie die Internet- und vor allem Twitter-Nutzer? Vermutlich haben viele schon den Film „Bottled Life“ gesehen oder einen der vielen negativen Presseberichte gelesen. Erst vor wenigen Tagen erschien in der schweizer Handelszeitung ein Bericht über mögliche (geforderte oder zumindest geduldete) Sklaverei bei Nestle-Zulieferern und in der ARD lief heute ein „Nestle-Check“ bei dem Produkte von Nestle im Preis und Geschmack natürlich durchgefallen sind. Wer jetzt am liebsten Nestle boykottieren will, sollte sich diese Verflechtungen (auch der anderen, nicht viel besseren, Großkonzerne) anschauen. Sobald man es verstanden hat, wechselt man dann ganz schnell und ganz freiwillig vom Discounter zu vernünftigen Läden.

Diese kleineren Firmen und Läden haben teilweise gar keine Social Media Präsenzen – aber das brauchen sie ja gar nicht. Sie müssen ihre Kunden ja von gar nix überzeugen oder überreden, wir sind ja schon auf einer Wellenlänge.

Park(ing) Day 2015

nachdem ich letztes Jahr zum ersten Mal probierte, bei dem Park(ing) Day in Stuttgart mitzumachen (wasndas?), wurde ich dieses Jahr wieder von diesem regelmäßigen Termin am dritten Freitag im September überrascht. Also gut – dann halt schnell noch diese Kundgebung beim Amt für öffentliche Ordnung anmelden. Kurz drauf standen dann schon die Halteverbotsschilder und ein paar Absperrbaken an diesem tristen Parkplatz bereit.
Park(ing) Day Stuttgart 2015 - vorher
Auf dem Weg zu meinem Parkplatz bin ich in einen Regenguss gekommen, der – hoffentlich – nicht die Besucher abschrecken wird.
Der Parkplatz war wirklich frei – was mich in der Tat ein bisschen überrascht hat – also ging es mit dem Aufbau los. Alles, was ein bisschen Gemütlichkeit versprechen könnte, habe ich dort aus dem Merlin hingestellt, vorneweg natürlich die Hollywood-Schaukel. Am Ende sah es dort dann durchaus einladender aus, nämlich so:Park(ing) Day Stuttgart 2015 - aufgebaut
Zu Besuch kamen neben ganz „normalen“ Passanten auch die Polizei, die eine Liste mit allen Parks hatte und diese abfuhren; sie boten mir ihre Hilfe bei jeglichen potentiellen Streitigkeiten an (brauchte ich allerdings nicht) und auch ein Fotograf der Bild-Zeitung (das hat er aber erst gesagt, als er schon Fotos gemacht hatte). Zähneknirschend willigte ich in die Veröffentlichung ein, hier ging es ja um „die Sache“ – letztendlich ist mein Bild aber nicht in dieser „Zeitung“ erschienen.
Schön wäre es, wenn man viele der Parkplätze in der Stadt dauerhaft in kleine Parks oder Hollywood-Standplätze verwandeln könnte – das ist einfach so unglaublich sinnvoller, als dort ca. 24h pro Tag ein privates Auto hinzustellen.
Ich bin mal gespannt, wie die anderen 14 Stuttgarter Parks aussahen und hoffe, dass ich nächstes Mal ein bisschen früher daran denke und etwas mehr Vorbereitungszeit haben werde. Mitmachen werde ich auf jeden Fall wieder!