Archiv der Kategorie: Gelb trifft….

Fähre nach Vancouver Island

von Vancouver habe ich gerade genug. Den rechten Zugang zur Stadt habe ich noch nicht gefunden. Offenbar liegen wir beide auf den ersten Blick nicht auf der gleichen Wellenlänge. Also habe ich mich kurzfristig entschieden, doch noch weiter nach Westen zu ziehen: nach Victoria Island. Es sind etwa 30km bis zur Fähre und natürlich habe ich die gerade abfahrende nur um wenige Minuten verpasst. In anderthalb Stunden fährt aber schon die nächste und ich schaue mir halt das Städtchen an (was in 10min erledigt war) und fotografiere mal wieder mein Rad. Eine alte Frau, die meine Oma sein könnte, ruft mir dabei „Bikeporn“ hinterher. Da bin ich erstmal etwas sprachlos und lächle einfach zurück.

Auch sprachlos macht mich ja jeder Einsatz der Schriftart Comic (außer zu Kindergeburtstags-Einladungen); selbst wenn ich Sushi äße, dort mache ich es bestimmt nicht!

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Geburtstag

Tja, da kann man nix machen, einmal im Jahr hat man schließlich Geburtstag – bedeutet mir aber nix, nicht mal, dass es diesmal ein „runder“ ist. Es ist auch nur eine Zahl wie die Schuhgröße, Temperatur oder mein Gewicht. Ist halt so, gibt’s nix zu feiern.

Also gehe ich wieder zum Ort der großen Canada150-Feierlichkeiten und nehme am Pancake-Frühstück teil (auch wenn ich von dem ganzen süßen Zeugs langsam genug habe). An diesem Platz liegen jetzt drei riesige Kreuzfahrtschiffe, die mit ziemlich großem Aufwand gewartet werden. Gestern beim Konzert und Feuerwerk dachte ich mir schon ab und zu, dass da jetzt aber fiese Abgas-Schwaden über die Stadt gezogen sind. Bei dem Schiffsverkehr direkt vor der Stadt und diesen Kreuzfahrtschiffen wundert mich das nicht mehr. Vancouver hat wohl einen der größten und tiefsten natürlichen Häfen weltweit. Dass aber die sehr dreckigen Abgase der Schiffe direkt über die Stadt geblasen werden, ist bestimmt nicht im Sinne der allermeisten Einwohner. Dazu noch ein internationaler Flughafen in der Nähe, Touristen-Helikopter-Flüge und jede Menge Wasserflugzeuge, die sich die Wasserstraße vor der Stadt mit den Containerschiffen teilen.

Zurück zum Urlaub.
Auf diesem Canada Place sind alle Provinzen und die wichtigsten Städte davon in Stein gemeißelt. Mein aktuelle Ziel habe ich mal fotografiert:
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Parkplätze überall!

ich muss zugeben, dass es mit so einem Lastenrad nicht mehr ganz so einfach wie mit einem normalen Fahrrad ist, überall und direkt vor der Türe einen Parkplatz zu finden. Aber mit ein bisschen gutem Willen und etwas Kreativität ist das auch im größten Verkehrschaos um mich herum (wie auf dem Bild gut zu sehen) immer noch machbar. ;~)

überall gibt es Lastenrad-Parkplätze

überall gibt es Lastenrad-Parkplätze!

Demo für saubere Luft

ein Bündnis aus verschienenden Initiativen hat für den 30. März in Stuttgart zu einer großen Fußgänger- und Radler-„Demo für saubere Atemluft“ aufgerufen. Klar, dass ich da auch dabei bin. Und einfach nur mit einem Rad zu fahren ist mir ja zu langweilig, daher habe ich mal die halbfertige Konstruktion von der Stuttgarter Lastenrad-Initiative mitgenommen. So eine Kiste zieht durchaus einige Aufmerksamkeit auf sich, jede/r die/der vorbeigefahren ist, musste unbedingt mal reinschauen (und war etwas enttäuscht, dass nix drin war). Meine Musikananlage habe ich in der Früh auch vergessen, als ich das Haus verlassen habe. An 1000 Sachen zu denken ist ja eher nicht so mein Ding….

Das sah im Stand dann aber trotzdem noch in etwa so aus:

Und beim Fahren so; natürlich mit Feinstaub-Maske, schließlich fahren wir ja am Neckartor vorbei, der Messstelle in Deutschland mit der konstant dreckigsten Luft. Und Feinstaub-Alarm war auch, trotzdem wird ein Verkehrschaos befürchtet (zur Erinnerung: bei Feinstaub-Alarm wird an die Vernunft der Autofahrer appeliert, das Auto freiwillig stehen zu lassen. Was bisher jedoch noch nie merklich gemacht wurde.)

Bevor es losging bin ich am Start noch einer Moderatorin von Radio Energy (NRJ) über den Weg gelaufen, der ich ein Telefon-Interview geben sollte. Ich habe es zwar versucht, an jemand anderen abzudrücken, aber auf die Schnelle niemand gefunden. Falls mich also zufällig jemand gehört haben sollte, wäre ich interessiert daran, wie mein Gestammel denn rüberkam?
Ob mein T-Shirt („Niemand muss Auto fahren“, hinten drauf) oder das Gespann noch in anderen Nachrichten zu sehen war, kann ich nicht sagen. Ich habe es nicht so genau verfolgt, aber zumindest noch keine Rückmeldung bekommen, dass mich jemand gesehen hätte….

Lebensqualität mit Lastenrad

im Laufe der Zeit hat sich in meinem Haushalt einiges an Elektronik-Schrott angesammelt. Aus der irrigen Annahme heraus, dass das noch irgendjemand brauchen könnte, habe ich das Zeug nie weggeschmissen. Manches davon ist sogar schon ein paarmal mit mir umgezogen.
Da ich diesbezüglich nun schlauer bin, meine Wohnung im Sommer „leer“ haben will und gesehen habe, dass die Elektroschrott-Annahmestelle in Stuttgart sogar täglich bis 20:00 geöffnet hat, habe ich mir mal wieder so ein Lastenrad ausgeliehen, eine Kiste mit alten Computern, Einzelteilen, ISDN-Modems, etc voll gemacht und bin dahin gefahren.
Der Angestellte der Stadt war dort auch ganz interessiert an diesem Rad, hat jede Menge Fragen gestellt und ist es bei sich im Hof gleich mal probe-gefahren. Wenn es ums Thema Lastenrad oder auch „Fahrrad allgemein“ geht, bin ich sofort dabei, jede/n zu überzeugen!

Lastenrad mit Elektroschrott

Lastenrad, beladen mit Elektroschrott

Da ich damit in keinem Stau stehe, an den Ampeln immer bis nach vorne fahren kann und auch die ein oder andere Abkürzung nehmen kann, bin ich damit sicherlich auch schneller als mit einem Auto gewesen; umweltfreundlicher (nebenbei auch billiger) sowieso.
Ich glaube, es wird höchste Zeit, dass ich endlich mein eigenes Rad bekomme! ;~)

neues Fahrrad

vor Kurzem noch einen Bekannten getroffen, der mir von seinem Remsdale-Rad vorgeschwärmt hat. Bei ihm waren es eher Design-Gründe und da ich diese Firma nur als e-Bike, bzw. Pedelec-Hersteller kenne, konnte ich gar nicht so genau mitreden. Mein Credo ist bisher: Solange ich selbst fahren kann und will, mache ich das auch. Ein Motor am Fahrrad muss (noch) nicht sein.
Aus Interesse habe ich aber noch am gleichen Abend auf die Homepage geschaut und gesehen, dass sie tatsächlich ein Fahrrad im Ausverkauf haben, das ohne Motor ausgerüstet ist. Der Preis hört sich fair an und da ich in den letzten Tagen ab und zu mal bei nassen Straßen mit meinem CycloCross ohne vernünftige Schutzbleche gefahren bin, bin ich gerade sehr offen für ein neues Rad für den täglichen Pendel-Weg. Remsdale ist in Schorndorf, also noch mit der S-Bahn zu erreichen. Letzte Woche war ich schon mal dort und habe es probegefahren – alles hat sich gut angefühlt und alles ist dran: Licht, Schutzbleche, Gepäckträger, Klingel, Ständer und sogar eine Federgabel; außerdem noch hydraulische Bremsen. Nach einer weiteren Woche „drüber geschlafen“ habe ich mich entschieden, es zu kaufen.

mein neues, rotes Remsdale-Rad!

mein neues, rotes Remsdale-Rad! (Foto: © Remsdale)

Da ich schon einige Kilometer damit gefahren bin (z.B. gleich von Schorndorf die 35km wieder nach Hause) muss ich sagen, dass ich sehr positiv überrascht bin, wie gut sich das Rad fährt.

kaputtes Lastenrad

manche wundern sich darüber, wie ich meine ganze Freizeit außerhalb meiner Vier-Tage-Arbeitswoche fülle. Allerdings kommt es mir gerade ein bisschen so vor, wie beim typischen „Rentner-Syndrom“. Je weniger ich arbeite, desto weniger Zeit habe ich.
Das ist natürlich Quatsch, weil jede/r Mensch die genau gleichen 24h hat.
Ich werde mich jetzt noch ein bisschen bei der Initiative „freie Lastenräder für Stuttgart“ engagieren. Da bin ich schon zu einem sog. „Radpaten“ auserkoren worden. Dummerweise von einem Rad, das jetzt kaputt gegangen ist. Da es irgendwas an der Elektrik/Elektronik ist, kann ich hier auch gar nix machen. Auf jeden Fall habe ich mal alles relevante abgeschraubt und ausgesteckt – aber das hilft leider auch nicht viel. Da muss ich wohl mal nach ein bisschen Unterstützung Ausschau halten. Wichtig wäre es  schon mal, bei dem kalten und dunklen Wetter wenigstens eine geheizte und beleuchtete „Garage“ (o.ä.) mit dem nötigen Werkzeug zu finden.
Bevor ich das angehe, bin ich mit dem Rad (ohne Motor, puh) noch ein bisschen durch die Stadt gefahren, habe vor dem Jazzclub Bix geparkt und mir das Konzert von BRTHR angeschaut.
BRTHR soll übrigens für Brother und nicht für Barthaar stehen.

mit dem Rapid am Bix

mit dem Rapid am Bix